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Kiezkino: Friedrichshain

Tilsiter Lichtspiele

Das urige, über hundert Jahre alte Kino mit angeschlossener Kneipe wurde vor über 20 Jahren aus dem Dornröschenschlaf geküsst und versorgt den Richard-Sorge-Kiez mit Arthouse-Streifen, auch in „OmU”.

Titel Tilsiter-lichtspiele
Bild: Marei Wenzel

Die Tilsiter Lichtspiele waren eines der ersten Kinos in Berlin und feierten 2008 ihr 100jähriges Bestehen. Das Programmkino mit Kneipe in der Richard-Sorge-Straße in Friedrichshain – genau in der Mitte zwischen dem ehemaligen Kino Kosmos in der Karl-Marx-Alle und dem UCI Kinowelt in der Landsberger Allee gelegen – ist damit das zweitälteste in der Stadt.

Die Geschichte des Kinos selbst ist ebenfalls filmreif: 1961 musste das Kino schließen – laut Betreiber wurden die Kinomaschinen abgebaut und von einem film- und kinobegeisterten sowjetischen Offizier bei seiner Rückkehr in die russische Exklave Kaliningrad mitgenommen, um damit in der Stadt Sowjetsk, dem früheren Tilsit, ein Kino aufzubauen. 1994 wurde das urige Kino von drei Filmschaffenden aus dem Dornröschenschlaf geküsst und versorgt seitdem den Richard-Sorge-Kiez mit Arthouse-Streifen, auch in „OmU”.

Das im Kino erhältliche Bier stammt übrigens aus der eigenen Mikrobrauerei: der Brauerei Zukunft, die sich am Veranstaltungsort ZUKUNFT am Ostkreuz befindet.

Tilsiter Lichtspiele
Richard-Sorge-Str. 25a
Tel. 030/426 81 29
www.tilsiter-lichtspiele.de

Die Tilsiter Lichtspiele sind glücklicherweise keine Ausnahme in Berlin: Die Landschaft von kleinen Kiez-Kinos in der Stadt ist so vital wie lange nicht mehr. In unserem Artikel über die „Neue Kino-Generation” stellen wir drei Lichtspielhäuser vor, die dem Old-School-Genre Kino neuen Schwung verleihen – ob mit angeschlossenem Restaurant, Ausstellungsraum oder „persönlichem Kino”.

Hier geht’s zum Artikel „Neue Kino-Generation”

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