Newsletter abonnieren
50 Ways to help in Berlin

Interaktive Karte: Helfen leicht gemacht

Wer in Berlin Gutes tun und sich engagieren möchte, jedoch nicht weiß wie und wo, findet auf der digitalen „50 ways to help in Berlin“-Karte die passende Initiative in seinem Kiez.

Titel 50 Ways To Help In Berlin
Bild: 50 ways to help in Berlin
O

ft ist der gute Wille da, zu helfen, aber gerade in Berlin ist es bei der Vielzahl an Organisationen gar nicht so leicht, etwas geeignetes zu finden. “Das wollten wir mit der Care Map ändern. Sie soll Hilfestellung beim sozialen Engagement geben. Vor allem für die, die in diesem Gebiet neu unterwegs sind”, erzählt Cherleen Tesch vom Neoavantgarde-Team, das sich mit digitalen Kunst- und Kulturthemen beschäftigt und die Idee zu diesem neuen digitalen Angebot hatte.

Team Neoavantgarde
Bild: 50 ways to help in Berlin

Die Karte wurde anhand des S- und U-Bahn-Netzes von Berlin kreiert (50 Ways to Help in Berlin Karte), sodass man sich leicht orientieren und eine Initiative im eigenen Kiez finden kann. Da die Hauptstadt so vieles zu bieten hat, hat sich das Team bei der Auswahl auf kleinere Vereine und Institutionen konzentriert. „Ganz bewusst haben wir Organisationen berücksichtigt, deren Bekanntheitsgrad noch nicht so groß ist und die sich über soziales Engagement oder Sachspenden freuen“, so Charleen Tesch. Interessenten erfahren, welche Organisationen bei ihnen im Kiez eine Spende benötigen und was sie konkret tun können. Auf der Map kann man nach unterschiedlichen Kategorien wie Geld-, Sach-, Zeit- und sogar Blutspenden filtern, was man einbringen möchte.

Die-gelbe-villa 22
Bild: die gelbe Villa

Aufmerksamkeit für kleinere Projekte schaffen

„Der Mehrwert der digitalen Spendenkarte ist allein schon, dass sich dadurch der Bekanntheitsgrad steigert”, freut sich Andreas Koepcke von der Gelben Villa in Kreuzberg. Während des Telefoninterviews hört man im Hintergrund Stimmen von Kindern und Jugendlichen, die die großzügigen Räumlichkeiten der wilhelminischen Villa in ihrer Freizeit nutzen zum gemeinsamen Malen, Lernen und Spielen. Das vielfältige, kostenfreie Programmangebot umfasst künstlerisch-musische Projekte, Medienarbeit, Lese- und Sprachförderung, Kompetenzförderung im naturwissenschaftlichen-technischen Bereich, Berufsorientierung, Demokratiebildung, Bewegungsangebote sowie Umwelt- und Ernährungsbildung. „Die kostenfreien Angebote der Gelben Villa leisten seit 15 Jahren einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit, denn sie erweitern lebensnah und praxisorientiert die Handlungs- und Erfahrungsräume von Kindern und Jugendlichen und somit auch deren Zukunftsperspektiven“, erläutert Andreas Koepcke, der sich um das Fundraising kümmert. Gefragt sind vor allem Geldspenden, um die hohen Betriebskosten und Ausgaben für Materialien zu decken. „Das gelingt nur mit Unterstützung durch Spenden“. Da 80 Prozent der Spenden traditionell in den letzten Wochen des Jahres reinkommen, sei die “50 ways to help in Berlin”-Karte eine willkommene Möglichkeit, auf soziale Projekte wie die Gelbe Villa aufmerksam zu machen.

Die-gelbe-villa 9
Bild: Die gelbe Villa

Hilfe, die ankommt

Wer lieber mit Sachspenden oder persönlichem Engagement helfen möchte, ist bei Goldnetz richtig. Das gemeinnützige Unternehmen unterstützt Menschen in ihren Sozialwerkstätten mit handwerklichen Tätigkeiten wie Nähen oder Werken, die ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechen. Gut erhaltene Stoffe oder ausrangierte Fahrräder werden von den Marktmacherinnen und Marktmachern in den Werkstätten repariert, umgearbeitet oder zu neuen Waren angefertigt. Besucher können an den diversen Ständen auf den regelmäßig stattfindenden Märkten in Mitte, Spandau und Charlottenburg Dinge des täglichen Bedarfs für kleines Geld erwerben und sich so auch mal einen besonderen Wunsch erfüllen.

Sie wollen sich ehrenamtlich engagieren?

In unserem Beitrag „Ehrenamtler: 6 Tipps rund um Steuervorteile und Nebentätigkeit“ erfahren Sie, worauf Sie bei einem Ehrenamt achten sollten.

Care-Map soll in Zukunft weiter wachsen

Über Bücherspenden freut sich der Verein „Ein Lichtstrahl e. V. für ihren sozialen Bücherladen im Winskiez in Prenzlauer Berg, die dort zu den Öffnungszeiten abgegeben werden können. Da der Verein nicht über finanzielle Mittel zum Bücherankauf verfügt, ist er auf Sachspenden angewiesen. Menschen mit geringem Einkommen können sich kostenlos Bücher aussuchen und mitnehmen. Auch für Kinder gibt es eine große Auswahl an Kinderbüchern und Literatur für den Schulunterricht. „Wir sammeln Bücher aus der Bevölkerung, bevor diese anderweitig entsorgt werden, oder gar in den Müll wandern. Wir haben eine umfangreiche Auswahl aus vielen Tausenden gespendeter Bücher aller Genres und es werden ständig mehr“, informiert der Verein auf seiner Webseite.

Charleen Tesch und das Neoavantgarde-Team sammeln viele Anregungen und Bewerbungen von weiteren Initiativen. „Da die Überarbeitung jedoch zeitintensiv ist, kann es dauern, bis diese umgesetzt werden. Bis dahin belassen wir es bei den 50 Orten.“ Ein guter Anfang ist gemacht. An welchen Orten Sie helfen können, zeigt Ihnen die Karte.

Viele Berlinerinnen und Berliner engagieren sich freiwillig für ihre Mitmenschen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin. Sie verschönern ihren Kiez, unterstützen Kinder und Senioren oder begleiten hilfsbedürftige Menschen im Alltag. Hier erzählen wir ihre Geschichten >>

Diese Themen könnten Sie auch interessieren