Titel Nachgehakt Zukunft
Bild: Shutterstock [Montage]
Zukunft in Berlin

Zukunft schon heute

Die Zukunft in Berlin: mit weniger Müll, mehr Daten und besserer Luft. Wir stellen drei Zukunfts-Projekte aus Berlin vor. Außerdem: Vier Ikonen von früher hatten bereits die richtigen Antworten für heute…

Zukunft in Berlin ... mit weniger Müll

Der Mehrwegbecher startet durch: Rund eine halbe Million Berliner holt sich täglich ihren Koffeinkick to go – so landen jährlich rund 170 Millionen Einwegbecher auf dem Müll.

Becherheld
Becherheld(in). Bild: Bachmann / DUH

Doch nun schrumpft dieser 2.400 Tonnen schwere Rohstoffberg: Der Mehrwegbecher wird immer öfter zum schicken Accessoire. Zudem hat der Senat unter dem Motto »Becherheld« ein stadtweites Pfandsystem beschlossen. Das ist nicht nur gut für die Umwelt: In vielen Coffeeshops gibt’s Rabatt beim mitgebrachten Becher, bei Starbucks beispielsweise 30 Cent, bei McCafé 10 Cent.
www.becherheld.de

Zukunft … mit mehr Daten

Freies WLAN bis an den Stadtrand: Der Start des städtischen WLAN-Netzes verlief zäh, doch nun sind 656 freie Hotspots von Staaken bis zum Müggelsee in Betrieb. Das »Free Wifi Berlin «, von einer privaten Firma umgesetzt, ist ohne Voranmeldung an den meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten verfügbar, außerdem in Rathäusern, Bürgerämtern, Museen, Schulen, Bibliotheken oder auch im FEZ. Auch die BVG hat ihr WLAN in kurzer Zeit an vielen U-Bahnhöfen freigeschaltet und sogar die ersten Busse fahren mit Hotspot. Bei der S-Bahn sind zumindest die großen Umsteigebahnhöfe am Netz.
www.berlin.de

Zukunft … mit besserer Luft

Mobil ohne eigene Dreckschleuder: Die Deutschen lieben ihr Auto, doch die Berliner lässt es immer öfter kalt. Schon jetzt gibt es Stadtteile, in denen die Motorisierungsquote bei einem Drittel des Bundesdurchschnitts liegt. Kein Wunder: 90 Prozent der Haushalte befinden sich fünf Minuten von der nächsten S-, U- oder Tramstation entfernt, das Carsharing-Netz ist dichter als anderswo und viele sind sowieso längst aufs Fahrrad umgestiegen. Die persönliche Freiheit kann trotzdem brummen: Gleich drei E-Mofa-Anbieter wetteifern um Berliner Kunden, beispielsweise:
www.emmy-sharing.de
Das Start-up mit den Elektrorollern haben wir vor 2 Jahren hier im Online-Magazin vorgestellt: Start-up des Monats eMio.

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Bild: Berliner Sparkasse

Zukunft: Nachgehakt in der Vergangenheit

Albert Einstein
Albert Einstein Bild: Oren Jack Turner, The Library of Congress

Niemand konnte weiter in die Zukunft denken als Physikgenie Albert Einstein (1879-1955). Was können wir aus der Vergangenheit für heute lernen?
Albert Einstein: Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.

Welche Erfindung hat unsere Zeit am meisten verändert?
Einstein: Die größte Erfindung des menschlichen Geistes? Die Zinseszinsen!

Auch der Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890-1935) war ein ausgewiesener Fachmann für Visionen. In Ihrer Generation bekamen die Menschen die Elektrizität, das Auto, aber auch das Telefon. Wie beurteilen Sie Letzteres?
Kurt Tucholsky: Was wäre der Mensch ohne Telefon! Ein armes Luder. Was aber ist er mit dem Telefon? Ein armes Luder.

Und wie werden Sie in Zukunft leben?
Tucholsky: Das Ideal: Vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße. Dummerweise gilt beim irdischen Glück: Immer fehlt dir irgendein Stück.

Marlene Dietrich
Marlene Dietrich Bild: George Grantham Bain Collection (Library of Congress)

Visionär in Sachen Stil war bekanntlich Berlins Weltstar Marlene Dietrich (1901-1992). Woher weiß man, was in Zukunft angesagt ist?
Marlene Dietrich: Ganz einfach: über die Mode von gestern lacht man, aber für die Mode von vorgestern begeistern wir uns, wenn sie die Mode von morgen zu werden verspricht.

Und mit diesem Credo lagen Sie nie daneben?
Dietrich: Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

Der frühere Bundespräsident Roman Herzog (1934-2017) war optimistisch, dass die Zukunft mit einem „Ruck“ zu meistern sei. Glauben Sie, dass Berlin für die Zukunft gerüstet ist?
Roman Herzog: Aber natürlich. Was im Laboratorium Berlin nicht gelingt, das wird auch in ganz Deutschland nicht gelingen.

Und welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung?
Herzog: Ich habe nichts dagegen, dass die Menschen im Internet verkehren. Aber eine Freundschaft, die in mehreren Biergarten-Besuchen gestärkt worden ist, ist mehr wert als das gesamte Internet.

Themenschwerpunkt Zukunft

„Die Zukunft – schon heute?“ ist der Schwerpunkt-Thema unseres aktuellen Print-Magazins. In der Sommerausgabe (Juli 2017) erzählen wir von Dingen, Menschen und Orten, die unter dem Titel „Die Zukunft – schon heute“ Berlin als Zukunftsstadt mitgestalten und vorantreiben:

Online-Banking ist keine Zukunftsmusik: Über die Unterstützung der Berliner Sparkasse für digitale Spätstarter.

Berlins nachhaltigstes Stadtquartier: Wie zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen den EUREF-Campus in Schöneberg zu einem europaweit einzigartigen Zentrum für innovative Zukunftsprojekte machen.

Die Zukunft in der eigenen Immobilie: Warum sich die Investition in Wohnung oder Haus in Berlin weiterhin lohnt. Und warum die Berliner Sparkasse hier ein hervorragender Partner ist.

Leute von heute: Vier Berliner, die nicht auf die Zukunft warten wollen: Wie wir mit digitaler Technik besser leben und mit ökologischen Konzepten nachhaltig wirken können.

Orte von morgen: Wie wir in Zukunft leben, arbeiten, spielen und Krankheiten besiegen: Hier können Berlinerinnen und Berliner visionäre Ideen erleben.

Trends von gestern: Die Zukunft ist nicht nur digital: Manche Dinge sind so gut, dass sie einfach bleiben, wie sie sind. Wir zeigen analoge Errungenschaften für die Ewigkeit.

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