Newsletter abonnieren
Titel Berliner Wald
Bild: Shutterstock
Freizeit

Die besten Orte für einen Waldspaziergang in Berlin

Berlin hat viele Wälder. Ein erfrischender Spaziergang durch herabgefallenes Laub liegt somit nie fern. Fünf Wälder, in denen Sie dem Gewimmel und der Hektik der Großstadt entfliehen können.

B

aum ist trendy. Ob Urschrei, Waldbaden, Bestseller von „Das geheime Leben der Bäume“ bis „Die Wurzeln des Lebens“, panisches Bäumchenpflanzen für die Umwelt oder gar eine eigene Kunstschau wie jüngst „Nous les arbres“ (Wir, die Bäume) in der Pariser Fondation Cartier – der Baum bleibt im Gespräch.
Wir reden mit und gehen direkt hinein in die Materie, zu den Bäumen, in die Wälder, Berlins. Nicht zuletzt der Dauerwaldvertrag von 1915 garantierte der Metropole Berlin Erholungsgebiete, die besonders im gold-gelben Herbst zum erfrischenden Waldspaziergang einladen.

1. Grunewald

Der Laufsteg für Hunde. Große, kleine, zwergige, schöne, wunderschöne, vollgefressene, drahtige. Hunderasseraten ist – neben dem Laufen – somit ein netter Zeitvertreib.

Grunewald
Bild: iStock

Wer sich zwischenzeitlich an herbstlichen Sonnenstrahlen wärmen möchte, sucht die Sanddüne beziehungsweise Kiesgrube auf oder den Teufelssee. Das Bistro im angrenzenden Ökowerk bietet von Freitag bis Sonntag vegetarische Suppen und Kuchen an. Das Wasser aus dem Baumstamm-Brunnen schmeckt hervorragend – und ist umsonst.
Für einen ausgedehnten Spaziergang empfiehlt sich der Grunewaldturm auf dem Karlsberg als Ziel. 202 Stufen gilt es für die Aussicht aufs Havelland zu erklimmen. Mit ausreichend Orientierungssinn und Zeit ausgestattet, können Sie sich wahlweise bis zur Krummen Lanke durchschlagen.

An-/Abfahrt: S-Bahnhof Grunewald; Bus 218 Grunewaldturm. U-Bahnhof Krumme Lanke

2. Bucher Forst

Bucher Forst
Bild: Thomas Lehmann, wikimedia.org, CC BY-SA 2.0

600 Hektar der 1.100 Hektar Fläche des zum Naturpark Barnim zählenden Bucher Forsts im Nordosten der Stadt gehören dem Land Berlin. Eichen und Buchen, bis zu 150 Jahre alt, finden sich dort, Erlen, Feuchtwiesen, die Karpfenteiche und die ehemaligen Rieselfelder, wo vereinzelt Skulpturen aus dem Boden ragen, entstanden im Zuge des Bildhauersymposiums „Steine ohne Grenzen“.
Stadteinwärts wandern können Sie zu den schilfgesäumten Karower Teichen, ebenfalls Naturschutzgebiet. Dort bieten Aussichtsplattformen einen guten Blick aufs Wasser und seine gefiederten Bewohner und Gäste.

An-/Abfahrt: S-Bahnhof Buch; S-Bahnhof Karow

3. Natur-Park Südgelände

Naturpark Suedgelaende Lok
Bild: Holger Koppatsch

Städtischer und begrenzter gibt sich der Natur-Park Südgelände in Schöneberg. Auf dem ehemaligen Bahnterritorium findet sich eine tolle Kombination aus wild wuchernden Bäumen, Büschen und hohen Gräsern, Gleisen, 100 Jahre alter Lok-Halle, weiteren Relikten und rostigen Überbleibseln aus der Dampflok-Ära, dazu ein imposanter stählerner Wasserturm, Stahlkunstwerke der Bildhauergruppe Odious. Im Tälchenweg dürfen sich sogar Graffiti-Künstler austoben.
Für all das muss der urbane Spaziergänger allerdings einen Euro Eintritt berappen. Geöffnet ab 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit. Hunde sind nicht erlaubt.

An-/Abfahrt: S-Bahnhof Priesterweg; Bus 106 Lindenhof

4. Rehberge

Rehberge
Bild: Shutterstock

Das britische Magazin Time Out kürte Wedding zum „coolsten“ Kiez Berlins und zum viertcoolsten der Welt. Der vielfältige Stadtteil wartet obendrein mit einem Wald auf, in dem selbst der Hipster sich vom Trubel erholen kann: die Rehberge. Der zwischen 1922 und 1929 gestaltete Volkspark, in dem einzelne Bäume zum Naturdenkmal deklariert sind, liegt am Rande des Afrikanischen Viertels und ist, obgleich sich ein Tennis- und Fußballplatz darin befinden, an diversen abgeschiedenen Ecken erstaunlich ruhig. Auf dem Möwensee schnattern die Enten, auf dem angrenzenden, von Bäumen umgürtelten Plötzensee plätschern Boote. Im westlichen Teil des Volksparks leben Mufflons in einem Gehege.

An-/Abfahrt: U-Bahnhof Rehberge

Sie wollen die Berliner Wälder wandernd erkunden? Dann lesen Sie unseren Beitrag: Bis bald im Wald >>

5. Müggelberge

Mueggelberge
Bild: Shutterstock

Urlaub von der Hektik der Großstadt – umgeben von Wasser, Wasser und nochmals Wasser. Auf 7,4 Quadratkilometern erstrecken sich bewaldete Hänge mit Wanderwegen und Wurzelpfaden. Auf dem Kleinen Müggelberg (88,3 Meter; der Große Müggelberg bringt es auf hügelige 114,7 Meter) liegt der Müggelturm, der wegen des Panoramablicks und des Ausflugsrestaurants, gut besucht ist. Im Wald selbst ist es deutlich ruhiger. Wie im Grunewald liegt auch in den Müggelbergen ein Teufelssee, Mythen um eine verwunschene Prinzessin und einen Teufelsaltar ranken sich um ihn…

An-/Abfahrt Müggelturm: S-Bahnhof Köpenick, Bus X69 bis Haltestelle Rübezahl

Sie wollen raus aus Berlin? Hier finden Sie Ausflugstipps für Berlin und Brandenburg >>

Diese Themen könnten Sie auch interessieren