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Bild: Ikonospace
Ausstellung

Virtuelle Zeitreise in Max Liebermanns Welt

Mit der Dokumentation „Liebermanns Welt“ erinnert die Stiftung Brandenburger Tor, die Kulturstiftung der Berliner Sparkasse, an das bewegte Leben von Max Liebermann (1847–1935) und seiner Familie. Ergänzend rekonstruiert das Virtual-Reality-Erlebnis „Bei Liebermanns“ das im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstörte Wohnhaus und Atelier des Künstlers am Pariser Platz.

Information für Besucherinnen und Besucher

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Hygienevorgaben kann das Virtual-Reality-Erlebnis Bei Liebermanns vorerst nicht präsentiert werden. Stattdessen bietet die Stiftung Brandenburger Tor mit der erstmaligen Präsentation des Making-Off-Films einen neuen, spannenden Blick in die Entstehung der Dokumentation.

Um die Freude über die Wiedereröffnung mit den Besucherinnen und Besuchern zu teilen, ist die Dokumentation bis zum 25. August kostenfrei zu erleben.

W

enn’se nach Berlin reinkommen, gleich links“ – so beschrieb Max Liebermann Gästen den Weg zu seinem Wohnhaus am Pariser Platz. In den 1990ern wurde das Max Liebermann Haus wieder aufgebaut und ist heute Sitz der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse.

Mit der Dokumentation Liebermanns Welt erinnert die Stiftung Brandenburger Tor an das bewegte Leben von Max Liebermann (1847–1935) und seiner Familie.
Im Rahmen des Virtual-Reality-Erlebnisses “Bei Liebermanns” wurde das im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstörte Wohnhaus und Atelier des Künstlers virtuell rekonstruiert. Per Virtual-Reality-Brille können Besucher nun durch Musikzimmer, Speisezimmer, Arbeitszimmer sowie Max Liebermanns berühmtes Glasatelier auf dem Dach des Hauses schreiten und eintauchen in die faszinierende Welt des bedeutenden Künstlers.

Verlorene Werke virtuell erleben

Der virtuelle Rundgang macht darüber hinaus Werke von Max Liebermann, aber auch seine eindrucksvolle Kunstsammlung digital erlebbar, die im Zweiten Weltkrieg teilweise verloren ging oder über die ganze Welt verstreut wurde – von Édouard Manet bis hin zu Renoir, Monet, Degas, Cézanne und anderen. Um “Bei Liebermanns” zu realisieren, arbeitete die Stiftung Brandenburger Tor mit dem VR-Entwicklerteam von Ikonospace zusammen. Es wurden mehr als 100 Objekte und Möbel der damaligen Zeit mit Hilfe modernster Technologien wie 3D-Scanning, 3D-Skulpturen und Photogrammmetrie in detaillierter Kleinstarbeit innerhalb eines Jahres nachgebaut.

Virtuell eintauchen in Liebermanns Leben und Schaffen

Ergänzend zur analogen Ausstellung nimmt das knapp zehnminütige Virtual-Reality-Erlebnis „Bei Liebermanns“ den Besucher mit auf eine einzigartige Zeitreise in das Leben und Schaffen des Künstlers.

Selbstbildnis von Max Liebermann
Selbstbildnis von Max Liebermann. Bild: Reproduktion von Frank Sperling

Zu Beginn seiner Künstlerlaufbahn verfemt als „Maler des Hässlichen“ und „Armeleutemaler“, entwickelte sich Max Liebermann um 1900 zum erfolgreichsten Vertreter und Unterstützer moderner Kunst in Deutschland. Gründungsmitglied der Berliner Secession, Präsident der Berliner Akademie der Künste, Porträtist der bürgerlichen Elite des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik – die Präsentation Liebermanns Welt blickt auf die Höhepunkte im Leben Max Liebermanns zurück und erinnert an das tragische Schicksal der Familie Liebermann nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten.

Einzigartiges Kunsterlebnis

Der virtuelle Rundgang wird begleitet von authentischen Geräuschen und einer erklärenden Stimme aus dem Off. Start ist im Musikzimmer mit kunstvoll gewebtem Teppich auf dem Parkett und impressionistischen Werken an den weinrot tapezierten Wänden. Im mit kostbaren Antiquitäten möblierten Speisezimmer ertönt leises Besteckgeklapper und man taucht ein in das Leben der Familie Liebermann um die Jahrhundertwende. Weiter geht es ins Arbeitszimmer, wo leere Bilderrahmen auf die im Krieg teilweise verschollene Kunstsammlung hinweisen. Eine schmale Treppe führt in das sonnendurchflutete Atelier, das Highlight der virtuellen Reise, wo Max Liebermann seinen eigenen Malstil entwickelte und zum bedeutendsten Maler des deutschen Impressionismus avancierte. Auf einem Tisch liegen Pinsel und Farben bereit, als würde der Künstler selbst jeden Moment erscheinen.

Liebermanns Welt & Making Of des Virtual-Reality-Erlebnisses Bei Liebermanns

Wann: 12. Juni bis 7. Oktober 2020
Wo: Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor, Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Fr: 10 – 18 Uhr, Sa., So: 11–18 Uhr
Kosten: Eintritt frei bis zum 25. August 2020
Eintritt 26. August – 7. Oktober 2020: 4 € regulär / 3 € ermäßigt / Freier Eintritt bis 18 Jahre

www.stiftungbrandenburgertor.de/liebermanns-welt

Mehr über den Künstler Max Liebermann erfahren Sie in unserem Artikel Max Liebermann: Der Malerfürst am Brandenburger Tor >>

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