Titel Tee
Bild: Shutterstock
Gastro-Tipps

Die schönsten Orte für Tee-Zeremonien

Ob klassische Schwarztees, grüne Tees oder der Modetee Macha: In Berlin gibt es viele Orte und Gelegenheiten in die faszinierende Welt des Jahrtausende alten Getränks einzutauchen. Wir stellen Ihnen acht Teehäuser vor.

1) TeeTeaThé

Wer hier einkehrt, braucht kein Buch. Die liebevoll gefertigte Karte bietet ausreichend Lesestoff. 260 Tees sind appetitanregend beschrieben. Von zartem Tassengrün ist die Rede, prickelndem Flavour und einem nachklingenden Aroma von Waldhonig. Zum „High Tea“ serviert das Personal neben dem Heißgetränk auch Sandwich und Scones (7,50 Euro). Tipp: Zur Happy Hour (16 bis 18 Uhr) kostet jedes Kännchen nur 3,90 Euro, große Kannen 7,80 Euro. Die Besitzer Einhard Luther und Robert Scholz freuen sich über jeden, der einen Kaffeetrinker mitbringt – und ihn zum Teetrinker bekehrt. Im angeschlossenen Laden gibt’s neben Pralinen und Geschirr rund 350 Tees zu erwerben.

Teeteathe
Bild: Maggie Riepl

Für wen geeignet? Für jeden „Trinker“, denn außer Tee gibt es auch Kaffee, Limonaden, Wein und Sekt.
Warum lohnt der Besuch? Wegen der Riesenauswahl, der hohen Qualität der Produkte, der kompetenten Beratung und vor allem der persönlichen Atmosphäre.
Wen trifft man? Vom Lehrer bis zum Motoradfahrer aus der Nachbarschaft auch Touristen, seit „TeeTeaThé“ in etlichen Reiseführern steht. Sogar Helge Schneider und Gayle Tufts kommen mal vorbei.
Was sollte man mitbringen? Die SparkassenCard, denn es gibt viel Schönes zu kaufen.

TeeTeaThé , Goltzstraße 2, 10781 Berlin (Schöneberg), Mo-Sa 9-19 Uhr, So 10-19 Uhr, Tel. (030) 21 75 22 40, www.teeteathe.de

2) Macha-Macha

An der hektischen Hasenheide zelebrieren Eric Spickschen und Malte Härtig seit zwei Jahren japanische Teetradition in einem besonderen Ambiente. Doch Straßenlärm bleibt im „Tatami“-Raum außen vor. Besucher ziehen die Schuhe aus. Auf dem Holzboden liegen Reisstrohmatten vor kleinen Tischen. Es erklingt sanfte Musik. Eine Tasse Tee zum Probieren gibt es bereits ab 1 Euro.

Machamacha
Bild: Maggie Riepl

Insgesamt stehen 17 Biosorten von Gyokuro (Schattentee), Sencha (grüner Tee) und vor allem vom Namensgeber Macha auf der Karte. Er enthält nach Ansicht der Betreiber den gesamten Kosmos japanischer Teekultur. Die Pflanze wird komplett pulverisiert und mit heißem Wasser per Spezialbesen aufgeschlagen. Köstlich ist der cremige, zartgrüne Macha-Cheesecake. Übrigens: Man gibt – so japanische Tradition – kein Trinkgeld. Regelmäßig werden auch Teeseminare (18 bis 25 Euro) angeboten.

Für wen geeignet? Für Liebhaber der japanischen Teekultur.
Warum lohnt der Besuch? Weil es ein einmaliger Ort in Berlin mit besonderer Atmosphäre ist, wo Besucher zur Ruhe kommen und gestärkt zurück in den Tag gehen.
Wen trifft man? Japan-Fans, Tee-Connaisseure und Liebhaber von Superfood.
Was sollte man mitbringen? Zeit, Offenheit und Lust auf Neues.

Macha Macha , Hasenheide 16, 10967 Berlin (Kreuzberg), Mi-Sa 13-19 Uhr, So 13-18 Uhr, Tel. (030) 52 68 84 75, www.macha-macha.de

3) Berliner Teesalon

Schöne große Weißblechdosen, wohin man blickt. Schließlich muss Kristine März immerhin 250 Teesorten unterbringen. Der große, sanft grün gestrichene Raum mit Stuck strahlt Behaglichkeit aus. Es ist eine Mischung aus Fachgeschäft (spezialisiert auf nicht-aromatisierte Tees) und Café. Sieben Sitzmöglichkeiten gibt es, fast jeder Tee kann verkostet werden. Oder der Gast bestellt (nach telefonischer Reservierung) eine Kanne von 3,50 bis 5 Euro (inklusive Wasser zum Nachgießen), dazu selbstgebackene Scones (3,50 Euro) oder eine Etagere mit verschiedenen Leckereien (15 Euro). Das chinesische Sprichwort „Tee trinken und den Lärm der Welt vergessen“ ist das Motto der kompetenten Inhaberin.

Teesalon
Bild: Maggie Riepl

Für wen geeignet? Für Liebhaber und Freaks, die ungewöhnliche Tees und neue Geschmackserlebnisse ausprobieren wollen.
Warum lohnt der Besuch? Weil man hier Raritäten wie Steintees oder mineralisch schmeckende Olongs bekommt.
Wen trifft man? Junge, Alte, Einheimische, Touristen, viele Asiaten.
Was sollte man mitbringen? Zeit und Freude an ungewöhnlichen Geschmackserlebnissen.

Berliner Teesalon , Stuttgarter Platz 15, 10627 Berlin (Charlottenburg), Mo-Fr 12-19 Uhr, Sa 12-16 Uhr, Tel. (030) 280 40 660, www.berliner-teesalon.de

4) Ritz Carlton Tea Lounge

Ein klassischer Afternoon Tea (40 Euro) wird täglich von 14 bis 18 Uhr in der Lounge des Fünf-Sterne-Hauses angeboten. Dank der „Schnüffelbox“, die die Tee-Sommeliers Sandra Rosenmüller und Burak Köseoglu bereit halten, werden Gäste schnell fündig, welcher Tee es sein soll. 68 Aromen stehen zur Auswahl. Dazu werden Scones, Mini-Roastbeef-Burger und andere Köstlichkeiten aus der Hotelküche serviert. Von Donnerstag bis Sonntag sorgt Pianomusik für zusätzliche Entspannung. Für die weiblichen Gäste gibt es den „Ladies Tea“ mit einem Glas Champagner extra, für die Herren den „Gentlemen´s Tea“ mit einem Brandy (jeweils 48 Euro). Angeboten werden auch Seminare mit den beiden TeaMastern (49 Euro), die in Indien ausgebildet wurden.

Tealounge Ritz Carlton
Bild: Ian F. Gibb
Für wen geeignet? Für alle, die eine kleine Flucht aus dem Alltag suchen und sich mit einer exklusiven Teezeremonie verwöhnen lassen möchten. Warum lohnt der Besuch? Dank der persönlichen Betreuung durch die TeaMaster findet man hier den perfekten Tee, der zu den persönlichen Vorlieben sowie zur aktuellen Stimmung passt. Wen trifft man? Hauptstädter, Kosmopoliten, Genießer und vom Shoppen in den nahen Malls erschöpfte Berlin-Besucher. Was sollte man mitbringen? Innere Ruhe und einen besonderen Menschen, mit dem man seine Entdeckungen über neue Geschmäcker in guten Gesprächen teilen kann.

Hotel Ritz Carlton , Potsdamer Platz 3, 10785 Berlin (Mitte), Afternoon Tea täglich 14-18 Uhr, Tel. (030) 33 77 77, www.ritzcarlton.com/Berlin

5) DaBangg

Tee heißt auf Koreanisch „Da“ und Haus „Bangg“. So erklärt Hye Soon Park den Namen ihrer Oase in Friedenau. Weil sie gern etwas machen wollte, das mit Korea, Kultur und Kulinarik zu tun hat, entstand vor fünf Jahren das mit viel Holz eingerichtete Teehäuschen auf zwei Etagen.

Dabang
Bild: Maggie Riepl

Zu den Besonderheiten gehören die Hadong Tees aus dem Südosten Koreas: Das ist grüner Tee, der heute noch auf traditionelle Weise ohne Maschinen kultiviert wird. Je nachdem, ob er nach dem ersten oder dritten Regen geerntet wurde, beträgt der Preis zwischen 2,80 und 8,90 Euro die Tasse. Gesundes wie Maulbeer-, Kaki- und Lotusblättertee, kalter Tee wie Dattel-Honig oder Zitronen-Pflaume wird angeboten wie auch kleine koreanische Speisen. Manchmal setzt sich Hye, die studierte Musikerin, an das Klavier. Und auch ihre Gäste dürfen darauf spielen.

Für wen geeignet? Für alle, die originelles Ambiente lieben und weder „fast food“ noch „fast tea“ mögen.
Warum lohnt der Besuch? Weil Hye Soon Park gern Empfehlungen bei kleinen Wehwehchen gibt, zum Beispiel dass Beifußtee bei Bauchschmerzen hilft.
Wen trifft man? Familien mit Kindern und ältere Menschen aus der Nachbarschaft.
Was sollte man mitbringen? Zeit, sich zu unterhalten, denn eigentlich ist der Besuch hier bei einer koreanischen Familie zu Gast.
DaBangg , Hedwigstraße 18, 12159 Berlin (Friedenau), Mo-Sa (außer Di) 12-22 Uhr, So 16-22 Uhr, Tel. 956 29 407, www.dabangg.de

6) Secret Tea House

Der Name ist Programm. Versteckt liegt die ehemalige Druckerei in einem zweiten Hinterhof in Kreuzberg. Heute ist es die Produktionsstätte und der Tasting Room der ManuTeeFaktur. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht. „Open when open“ ist das Motto von Manu Kumar, der das Teahouse mit Monica aus Sydney betreibt. Die Australierin, in der Berliner Gastroszene als „Love Bite Girl“ bekannt, backt glutenfreie, vegane Köstlichkeiten wie Banana Bread und Cashew-Herzen. Auch Manu kreiert vieles selber. Neben dem Design seiner Gläser produziert er auch den Nana-Minztee, den er auf der Domäne Dahlem anbauen lässt sowie hausgemachten Kombucha aus Pu Erh, Darjeeling und grünem Tee. Bei den Produkten setzt er auf klassische Rezepturen und überzeugenden Geschmack. Tee ab 2,50 Euro, Lovebites ab 2 Euro.

Manuteefaktur
Bild: Marco Baass

Für wen geeignet? Interessierte Gaumen, Neugierige und Entdecker.
Warum lohnt der Besuch? Weil hier (fast) alles selbstgemacht ist, hervorragend schmeckt und auch noch bio ist.
Wen trifft man? Foodies aus aller Welt, die sich bewusst ernähren wollen.
Was sollte man mitbringen? Neue Ideen, denn die Betreiber wünschen sich von ihren Gästen regen Austausch und Inspiration.

Secret TeaHouse , Paul Lincke Ufer 44a, 2 Hof, 10999 Berlin (Kreuzberg), Tel. (030) 61 62 96 91, www.manuteefaktur.com

7) Sumak-Teehaus

Sumak ist ein türkisches Gewürz und der Name eines Lokals und Teehauses im trubeligen Wrangelkiez. Ein langer Tresen mit Speisen, schlichte helle Holzmöbel und dazu orientalische Musik. Dazu gibt es wahlweise: Türkischer schwarzer Tee, Cay genannt, arabischer Tee mit Kardamom, Tee mit Nelken oder Grüntee. Beliebt sind auch die Früchte- und Kräutertees wie Rosmarin. Kännchen gibt es in drei Größen 0,5 Liter ab 3,50, 0,8 Liter ab 4,90 und 1,25 Liter ab 6,90 Euro. Außerdem wird ein Tee-Spezialmenü für 9,50 mit einer Auswahl an Nüssen und Trockenfrüchten angeboten.

Für wen geeignet? Alle, die Tee gern aus kleinen Gläsern trinken.
Warum lohnt der Besuch? Weil man sich hier wie in der Türkei fühlen kann.
Wen trifft man? Vor allem Touristen, die im Wrangelkiez unterwegs sind.
Was sollte man mitbringen? Appetit auf kleine Knabbereien, denn zu jedem der rund 30 Tees wird eine kleine Schale sehr leckerer Nüsse gereicht.

Sumak Teehaus , Opppelner Straße 9 (Kreuzberg), 10997 Berlin, Tel. (030) 71 53 86 88, täglich geöffnet von 9 bis 23 Uhr

8) Chen Che

Ein kurzer Weg durch den Hinterhof mit dem großen bemoosten Wasserbecken und schon betreten Besucher eine exotische Welt. Der große hohe Raum in warmen Farben mit bunten Seidenkissen auf den dunklen Holzbänken ist ebenso gemütlich wie der dahinterliegende asiatische Garten.

Chengche
Bild: Maggie Riepl

Zwölf ungewöhnliche Teesorten, hauptsächlich aus Blüten und Kräutern, kommen in großen Keramikschalen auf den Tisch. Einige sehen aus wie Suppen, zum Beispiel der sojasoßenfarbene Fruchtgeleetee, der mit Ingwer gewürzt und mit Sesam bestreut ist. Beliebt sind auch der Butterflyblütentee mit Reismilch und der intensive Limonen-Ingwertee. Süßen kann man mit hausgemachtem Longan-Sirup. Von 15 bis 17 Uhr ist Teestunde (10,80 Euro). Auf Anfrage kann man an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen.

Für wen geeignet? Für Liebhaber der vietnamesischen Küche, die die 800 Jahre alte Teekultur des Landes erleben möchten.
Warum lohnt der Besuch? Wegen der schönen Location, der ungewöhnlichen Teesorten und der unterschiedlichen Brühtechniken.
Wen trifft man? Junge, unaufgeregte Mitte-Menschen und internationales Publikum.
Was sollte man mitbringen? Seine neueste Eroberung und dann gemeinsam einen Che Hoa Hong trinken, einen Tee mit roséfarbenen Rosenknopsen – einfach zum Verlieben.

Chen Che , Rosenthaler Straße 13, 10119 Berlin (Mitte), täglich 12-24 Uhr, Tel. (030) 28 88 42 82 www.chenche-berlin.de

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