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Titel Spreewald
Bild: Shutterstock
Ausflugstipp

Auf Fontanes Spuren: 7 Sehenswürdigkeiten im Spreewald

Schon vor über 150 Jahren erkannte Theodor Fontane die Schönheit und Einzigartigkeit des Spreewaldes im Osten von Deutschland. Er widmete ihm in seinem Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ sogar ein eigenes Band. Bis heute hat der Spreewald nichts von seinem Zauber verloren und bietet eine Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten. Berliner Akzente stellt die schönsten Sehenswürdigkeiten im Spreewald vor.

1. Kahnfahrt durch den Spreewald

D

ies ist wohl der Klassiker unter den Ausflugstipps für einen Kurzurlaub im Spreewald: bei einer Tour mit dem Kahn geht es durch die einzigartige Landschaft des Biosphärenreservats Spreewald.

Spreewald Kahnfahrt
Bild: Shutterstock

Nirgendwo sonst in Mitteleuropa gibt es ein solch verzweigtes Wasserlabyrinth, dass für viele Tiere- und Pflanzenarten ihren natürlichen Lebensraum bildet. Die Ufer sind gesäumt von Wäldern und Feuchtwiesen, auf den rund 1575 Kilometer langen Wasserkanälen, die sich durch das Biosphärenreservat ziehen, kommen Besucher der Natur ganz nah und können perfekt abschalten.

2. Schloss Branitz

Das Schloss Branitz gehört mit seiner weitläufigen Parkanlage zu den bekanntesten Schlössern im Spreeald. Seit 2004 gehört der Schlosspark zum UNESCO-Welterbe. Geschaffen wurde die außergewöhnliche Anlage vom Gartenkünstler Herrmann Fürst von Pückler-Muskau, der ein Genie seiner Zunft gewesen ist. Als Wahrzeichen des Parks gelten die beiden Wasserpyramiden. In einem der beiden Pyramiden sind der Fürst und seine Frau bestattet. Und auch im Schloss scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben und der Fürst nur mal eben aus dem Raum gegangen.

Schloss Branitz
Adresse Besucherparkplatz: Kastanienallee 29, 03042 Cottbus
www.pueckler-museum.eu

Schloss Branitz
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Neben Schloss Branitz liegen in der Region aber noch viele andere Schlösser, die es zu besuchen lohnt. Das Renaissance-Schloss Lübben, Schloss Lübbenau oder Schloss Vetschau bestechen durch spannende Geschichten, außergewöhnliche Architektur und einmalige Parkanlagen.

Mehr Informationen über die Schlösser im Spreewald finden Sie hier >>

3. Slawenburg Raddusch

Etwas weiter zurück in die Vergangenheit begeben sich die Besucher auf der Slawenburg Raddusch in Vetschau. Die Burg ist der Nachbau einer slwaischen Fliehburg und beheimatet heute ein Museum, in dem Besucher alles über das Leben der im 9. und 10. Jahrhundert ansässigen Slawenstämme in der Region erfahren können.

Slavenburg -raddusch
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Ursprünglich gab es in der Region einmal rund 40 solcher Burgen und Wallanlagen, die der Bevölkerung Schutz bei einem Angriff geben sollten. Dass besonders in diesem Landstrich so viele dieser Anlagen zu finden waren, führen Forscher zurück auf den Expansionsdruck, der durch die Sachsen auf die Slawen ausgeübt wurde.

Slawenburg Raddusch
Zur Slawenburg 1, 03226 Vetschau
www.slawenburg-raddusch.de

4. Holländerwindmühle in Straupitz

Kornmühle, Ölmühle und Sägemühle: In der Holländerwindmühle in Straupitz wird noch gearbeitet wie in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Windmühle ist die letzte noch produzierende Holländerwindmühle in Europa und bietet den Besuchern einen interessanten Einblick in echtes Handwerk.

Hollaenderwindmuehle Straupitz
Bild: Shutterstock

Erbaut wurde die Mühle um 1640, nach einem Brand 1850 wurde die ehemals aus Holz erbaute Mühle in Stein wieder aufgebaut und wird seit 1990 vom Mühlenverein Holländermühle e.V. betrieben. Im Schaubetrieb kann, gegen ein kleines Eintrittsgeld, das ganze Jahr über besichtigt werden, wie eine Mühle arbeitet.

Holländerwindmühle Straupitz
Laasower Straße 11a, 15913 Straupitz
www.windmuehle-straupitz.de

5. Freilandmuseum Lehde

Wie haben die Spreewälder im 19. Jahrhundert gelebt? Diese Frage wird Besuchern anschaulich im Freilandmuseum in Lehde beantwortet. Vier historische Bauernhöfe mit authentischer Einrichtung aus der gesamten Spreewaldregion bieten einen perfekten Einblick in das Leben der Vergangenheit. Wie haben die Menschen damals geschlafen? Wo spielte sich das Leben im Haus ab und wo waren die Tiere untergebracht? Auf dem Museumsgelände begrüßen die Mitarbeiter die Besucher in traditioneller Kleidung der Zeit. Probieren Sie einmal selbst, wie früher Wäsche gewaschen wurde oder wie eigentlich das Melken einer Kuh funktioniert.

Übrigens: Theodor Fontane besuchte 1859 Lehde und verglich das Dorf mit einem Venedig im Kleinen. Auch andere Künstler statteten dem Dorf einen Besuch ab und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das kleine Örtchen zu einem echten Geheimtipp unter Ausflüglern und Urlaubern.

Freilandmuseum Lehde
An der Giglitza 1a, 03222 Lübbenau
www.spreewald.de

6. Bismarkturm

Bismarckturm Burg
Bild: iStock

Wer sich den Spreewald (oder einen Teil davon) von oben anschauen möchte, der sollte den Bismarckturm in Burg auf dem Schlossberg erklimmen. Bis zu 27 Meter hoch erhebt sich der 1915 bis 1917 erbaute Turm. Über 26 Stufen erreicht man die erste Plattform, weiter geht es über rund 85 Treppenstufen auf die zweite Ebene und ganz nach oben führt eine schmale Wendeltreppe auf die oberste Plattform. Im Winter lässt es sich auf dem Schlossberg übrigens auch hervorragend Schlittenfahren.

Bismarckturm
Byhleguhrer Straße, 03096 Burg
www.spreewald-info.de

7. Wanderung auf Theodor Fontanes Spuren

2019 steht ganz im Zeichen von Theodor Fontane, der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre. Heute können sich Besucher wieder auf die Spuren Fontanes begegeben und ab Burg eine rund zehn Kilometer lange Fontane-Wanderung machen.

Fontane1860
Bild: gemeinfrei

Sie führt durch die typische Landschaft des Spreewaldes vorbei an Fließen, Gräben und altem Baumbestand. Der Wanderweg ist gespickt mit Hinweisschildern, die neben dem Verlauf des Weges auch interessante Informationen rund um Theodor Fontane bereit halten.

www.burgimspreewald.de

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