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Ein Flair wie in London, aber mitten in Berlin: das „Benedict“ im Max Brown. Bild: Promo
Gastro-Tipps

Die schönsten Hotel-Restaurants auch für Berliner

Mit mehr als 800 Hotels, Hostels und Pensionen ist Berlin die Hauptstadt der Hotels – doch diese Hotel-Bars und Restaurants sind viel zu schön, um sie nur den Touristen zu überlassen. Wo Berliner außergewöhnliche Küchen, internationales Flair, stylishe Einrichtungen und ausgezeichnete Koch-Kunst genießen können.

1) Grace im Hotel Zoo

Grace
Bild: Promo

Das mehr als hundert Jahre „Hotel Zoo“ am Ku’damm hat glorreiche, aber auch traurige Zeiten hinter sich. Seit 2015 erstrahlt es in neuen Glanz. Die US-amerikanische Designerin Dayna Lee hat das Charisma des alten Hauses erhalten und im Look moderner New Yorker Stadthäuser neu interpretiert. Das Restaurant „Grace“ mit goldenen Säulen, grünen Samtsesseln und offenem Kamin gilt seither als „Place to be“.

Hotel-Restaurants in Berlin
Bild: Promo

Auch Hollywood-Stars (Brad Pitt, Bruce Willis) waren hier schon zum feinen Essen. Die kreative Küche greift asiatische und europäische Aromen auf. Das Team um Küchenchef Martin Bruhn ist jung, die Atmosphäre trotz der gehobenen Küche lässig. Viel Wert legt er auf Vegetarisches wie Asia Burrata (16 Euro) aus Zucchini, Cherrytomate, Feige, Yuzo & Rauchmandel, die im Mund zerfließt und asiatische Geschmacksaromen freisetzt.

Was ist besonders: Bei einem leichten Diner können Gäste – jeder Gang wird auch als kleiner Teller serviert – auf der schön bepflanzten Terrasse die Abendsonne genießen.

Empfehlung: Spezialitäten sind Creamy Rock Shrimps (17 Euro) mit Chili Mayonnaise, Gurke & Spicy Cashews und Beef Tartar Roll (19 Euro) mit schwarzem Pfeffer, Saiblingskaviar, Greens & Koriander. Am besten probiert man das Tasting Menü (69 Euro, ab 2 Personen).

Grace, Kurfürstendamm 25, 10719 Berlin, Tel. 88 43 77 50, Di-Do 19-23 Frei /Sa 19-24 Uhr,www.grace-berlin.com

2) MANI im Hotel MANI

Hotel-Restaurants in Berlin
Bild: Promo

Berlin-Mitte ist längst multi-kulti mehrsprachig und im „MANI“ kann man in verschiedenen Sprachen bestellen. Das passt zu den internationalen Gästen des gleichnamigen Hotels und auch zum Konzept dieses kulinarischen „Melting Pots“. Paris und Tel Aviv stehen für die Küche des Lokals, das heißt stylish und anspruchsvoll wie die französische Hauptstadt, tolerant und experimentierfreudig wie die Mittelmeermetropole.

Hotel-Restaurants in Berlin
Neve Tzedek Bild: Promo

Ein Löffelchen Orient, eine Prise Okzident: Chefkoch Ocatavio Oses Bravo serviert Calamaretti nicht mit Aioli, sondern mit scharfer Harissa-Mayonnaise. Für zwei gedacht sind die Stubenküken mit Dattel-Rosmarin-Karamel, Salat, Hummus und Pita (35 Euro). 2016 hat das Genuss-Magazin „Der Feinschmecker“ das „MANI“ als Top 20 Restaurant der besten Länderküchen in Deutschland ausgezeichnet.

Elegantes Understatement zeichnet das ganz in Schwarz gehaltene Restaurant mit dezenter Beleuchtung, viel Chrom, Glas und Leder und einem in grünem Marmor eingefassten Kamin aus. Die Atmosphäre ist entspannt und unkompliziert. Eine kleine Oase in der Großstadt ist der mit Bambus bepflanzte Innenhof. Mittags wird das „MANI“ gern besucht von jungem Publikum aus den Mitte-Büros und Geschäften.

Was ist besonders? Gemeinsam essen ist die Devise mit „Chuzpeles“. Das sind kleine Schweinereien ab 9,50 Euro, die wie Tapas serviert werden. Lecker: Blumenkohl mit Salzzitrone und Mandeln, Oktopus mit schwarzem Perlgraupen-Risotto und Dry aged Roastbeef mit Pickles und crunchy Schalotten.

Empfehlung: Montags bis Freitags von 12 bis 15 Uhr wird ein Mittagsmenü (2 Gänge für 11,50 Euro, 3 Gänge für 15 Euro) angeboten.

MANI, Torstraße, 136, 10119 Berlin, Mo-Frei 12-15 Uhr, Mo-Sa 19-23 Uhr, Tel. 530 280 82 55, www.amanogroup.de

3) Golden Phönix im Hotel Provocateur

Hotel-Restaurants in Berlin
Küchenchef Duc Ngo Bild: Promo

Das Motto im „Hotel Provocateur“: Paris trifft Berlin. Im Restaurant „Golden Phönix“ heißt es hingegen: Paris trifft Schanghai. Duc Ngo verwöhnt seine Gäste mit chinesisch-französischen Kreationen. Der Sohn einer Vietnamesin und eines Chinesen ist ein alter Hase der Berliner Gastroszene. Er war einer der ersten, der 1999 mit dem „Kuchi“ ein cooles Asia-Restaurant eröffnete. Der Name „Golden Phönix“ ist seine Hommage an die klassischen Chinarestaurants der 1970er-Jahre, die er aus seiner Kindheit kennt.

Provocateur-goldenphoenix
Bild: Peter Langer

Das Raffinierte der chinesischen Küche sei die Intensität der Gewürze und, dass sie immer im Gleichgewicht salzig, süß, bitter und sauer sei, erklärt Duc Ngo. Die Französische Küche liefert die Finesse. Auf der Karte stehen Klassiker wie Sauer-Scharf-Suppe – doch kein Vergleich mit dem Glibber-Süppchen vom China-Imbiss.

Dim Sum (4 Stück 10 Euro) werden raffiniert gewürzt ebenso wie die Saucen zu Beef Short Ribs ( 23 Euro) und Ente (21 Euro). Nicht billig, aber einfach köstlich. Das Restaurant mit offener Showküche ist seit der Eröffnung im März einer der Hotspot im guten alten West-Berlin. Tischbestellung bei nur 40 Plätzen unbedingt erforderlich.

Was ist besonders: Das Ambiente im Boudoir-Stil der 1920er Jahre mit seinen schweren Samtvorhängen, den plüschigen roten Sofas und den (leider etwas niedrigen runden) Tischen ist opulent und lässt die frühere Salonkultur wieder aufleben.

Empfehlung: Das „Mr. Ducs Degustation Menü“ in 12 Gängen für 55 Euro. Es lohnt danach auch ein Abstecher an die schicke Bar mit interessanten Eigenkreationen.

Golden Phönix, Brandenburgische Str. 21, 10707 Berlin, täglich 18.30-23 Uhr, Tel. 22 05 60 60, www.provocateur-hotel.com

4) NENI im 25hours

Neni
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Nicht nur die „Monkey Bar“ des ungewöhnlichen „25hours“-Hotels, auch das angrenzende Restaurant „NENI“ ist seit der Eröffnung 2014 rappelvoll. Bereits noch vor dem Fahrstuhl wird man gefragt, ob man reserviert habe. Im zehnten Stock sitzen Besucher dann an großzügigen Fensterfronten oder an langen Tischen in einem integrierten „Gewächshaus“ mit vielen Grünpflanzen. Eine coole Kulisse im Fabrik-Look, in der von einem kreativen Küchenteam um Betreiberin Hayo Molcho gehobene Fusionsküche angeboten wird.

Hotel-Restaurants in Berlin
Bild: Promo

Es ist ein kulinarisches Mosaik aus persischen, marokkanischen, spanischen und israelischen Einflüssen. Vorwiegend gemüsig sind viele Speisen zur Freude von Vegetariern und Veganern. Babaganoush, das Auberginenpüree vom Grill, ist eine libanesische Spezialität (6,50 Euro). Wolfsbarsch-Bolitos werden auf marokkanischem Linsenragout (17 Euro) serviert. Kabeljau in scharfem Tomatenragout nennt sich Chaime. Zum Abschluss unbedingt den göttlichen New York Cheesecake (7 Euro) nehmen.

Was ist besonders: Der großartige Blick durch die hohen Glasfronten auf den Zoo auf der einen und das Europacenter auf der anderen Seite.

Empfehlung: Essen im Balagan-Style, das bedeutet auf Deutsch sympathisches Chaos und meint: einmal quer durch Mezze (Vorspeisen), Hauptgänge und Desserts. Je mehr dabei sind, desto größer wird das Spektakel der vielen bunt gemischten Teller.

NENI, Budapester Straße 40, 10787 Berlin, Mo-Fr 12-23, Sa-So 12.30-23
Tel. 120 22 12 00, www.neniberlin.de

5) Restaurant am Steinplatz im Hotel am Steinplatz

Hotel-Restaurants in Berlin
Bild: Promo

Das Hotel wurde von Tripadvisor zum besten der Stadt und zweitbesten Deutschlands gekürt! Nun soll das Restaurant mit dem neuen Küchenchef Nicholas Hahn (Aufsteiger des Jahres der Berliner Meisterköche 2015) noch eine kulinarische Schippe drauflegen. Das Hotel am Steinplatz blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, war Wohnhaus, Grandhotel, Offizierskasino und Seniorenheim. Nach dreijähriger Umbauzeit wurde 2013 daraus ein klassisch-modernes Boutiquehotel mit einem ebensolchen Gourmet-Restaurant.

Steinplatz 2
Bild: Promo

Vor einer offenen Küche speisen die Gäste an goldschimmernden Bistrotischen und nehmen Platz auf bequemen gelben Leder-Stühlen. Der Boden ist Marmor in Schwarz-Weiß, silberne Designer-Kronleuchter hängen von der Stuckdecke, an den Wänden Schwarz-Weiß-Fotos aus den 1920er Jahren. Dazu liebevolle Details wie marmorierte Brotteller, schwere Serviettenringe und Art Deco-Elemente. Der Steinplatz hat Stil, wirkt elegant ohne protzig zu sein. Und nun zaubert hier Hahn unvergessliche Geschmackskreationen auf die Teller. Zum Beispiel kombiniert er Schwein mit Pulpo, Fenchel und Hummer (30 Euro). Ein idealer Fine-Dining-Platz, der trotzdem nicht abgehoben ist.

Was ist besonders: Zu den Abendmenüs bietet man nicht nur eine Wein-, sondern auch Bierbegleitung an: 4 Gänge 65 Euro, mit Bierbegleitung 89 Euro, 5 Gänge 75 Euro, mit Bierbegleitung 105 Euro.

Empfehlung: Idealerweise ordern Gäste den günstigen Business Lunch (2 Gänge: 15 Euro inkl. Kaffee, 3 Gänge: 17,50 Euro) im grünen Innenhof oder im Wintergarten. Die Speisekarte wird mittags in einem goldenen Bilderrahmen präsentiert.

Restaurant am Steinplatz, Steinplatz 4, 10623 Berlin-Charlottenburg, tägl. 12-15 Uhr und 18-22 Uhr, Do-Sa bis 23 Uhr, Tel. 55 44 44 7053, www.hotelsteinplatz.com

6) Benedict im Max Brown

Maxbrown
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„Guten Morgen“ wird man um 18 Uhr freundlich begrüßt. Der Spruch ist Programm. Das Benedict (Motto: All about breakfast) ist ausschließlich ein Frühstücksrestaurant, denn die normalerweise morgens eingenommene Speise soll hier eine Lebenseinstellung widerspiegeln und nicht durch Zeit bestimmt sein.

 Maxbrown Tower-of-babylon
Tower of Babylon Bild: Promo

Wobei der Begriff Frühstück sehr breitgefasst ist. Natürlich gibt es Bagels und Pancakes, Croissants und French Toasts, aber eben auch Cesars Salad und Spiegeleier auf Bratkartoffeln on top ein 200 g Steak (25 Euro). Und wer Kimchi mag, kann sich am koreanischen Frühstück (13,50 Euro) mit Flanksteak-Streifen, 24 Stunden mariniert, sattessen. Der „Tower of Babylon“, gebratene Aubergine und Tomate auf Kartoffelpuffer mit Seam Dip (4,50 Euro), ist dagegen eine Kleinigkeit. Eine Innovation aus der Benedict Küche sind Egg Balls, kleine Omelettbällchen serviert in Spinat-, Pilzsauce oder mit Shrimps (ab 13 Euro). Der Service ist zuvorkommend. Wasser aus der Karaffe gibt es kostenlos ebenso wie Heißgetränk, Salat, Brotkorb mit Butter und selbstgemachter Apfel-Zimt-Marmelade zu den größeren Gerichten. Wer noch Verpflegung für unterwegs braucht, kann frische Brötchen in der hauseigenen Bäckerei neben der Hotelrezeption des Max Brown kaufen. Diese geht nahtlos in das stylische Bistro über.

Was ist besonders: Unbedingt die Waschräume im Keller anschauen mit Urban-Jungle-Tapete und drei riesigen Plastikflamingos.

Empfehlung: Die eigens für Berlin kreierte Eisbeinstulle mit Pulled Pork und pochierten Eiern auf Sauerkraut und Roggenbrot (13 Euro).

Benedict, Uhlandstraße 49, 10719 Berlin, täglich 7- 23 Uhr, Tel. 994 04 09 97, www.benedict-breakfast.de

Restaurant-Tipps für jeden Geschmack

Knapp vier Millionen Einwohner und fast ebenso viele Geschmäcker, verschiedene Kulturen und Küchen: Die Vielfalt unserer Stadt spiegelt sich auch im kulinarischen Angebot wieder, 4.500 Restaurants öffnen hier täglich. Wir haben schöne Lokale und leckere Speisen für unsere Leser herausgesucht – von regional bis international und von Hausmannskost bis exotisch. Außerdem: Die schönsten Frühstückslokale und besten Orte für Tee-Zeremonien. Alle Tipps finden Sie in unserem Artikel

„Restaurant-Tipps für jeden Geschmack”

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