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Titel Masken Komische Oper
Bild: Komische Oper Berlin
Berliner helfen

Kreativität in der Krise: The Show will go on!

Seit dem 12. März ist der Spielbetrieb in der Komischen Oper Berlin eingestellt und das wird auch noch bis zum Beginn der Sommerpause Anfang Juli so bleiben. Aber das ist kein Grund für die Mitarbeitenden, resigniert die Hände in den Schoß zu legen. 30 kreative Köpfe aus Kostümwerkstatt, Requisite, Technik und anderer Abteilungen haben aus der Not eine Tugend gemacht und nähen am laufenden Band Gesichtsmasken für Pflegeheime, Arztpraxen und Kooperationspartner.

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ngewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen, das dachten sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Kostümabteilung der Komischen Oper Berlin. Seit 12. März ist hier der Spielbetrieb aufgrund des Corona-Virus eingestellt, die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Homeoffice.

Vorräte der Komischen Oper wurden für Masken-Produktion geplündert

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Bild: Komische Oper Berlin
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chnell entstand die Idee, die freien Kapazitäten und die Vorräte aus dem Stofflager der Komischen Oper zu nutzen und etwas für die Berlinerinnen und Berliner zu tun. Nase-Mund-Masken sollten es werden und diese werden nun fleißig im Homeoffice von Mitarbeitenden der Kostümabteilung und anderer Bereiche genäht, zum Teil sogar ehrenamtlich. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jetzt unter die „Maskenbildner” gegangen und nähen in der Woche etwa 1.000 Gesichtsmasken. Verteilt werden sie als Community-Masken, denn genau für diese sollen sie sein: für die Berlinerinnen und Berliner.

Masken für Pflegeheime, Ärzte und Unternehmen

Die Gesichtsmasken vergibt das Haus an Berliner Alten- und Pflegeheime, Arztpraxen und Einrichtungen, mit denen die Komische Oper Berlin eng verbunden ist. Eines dieser Unternehmen ist auch die Berliner Sparkasse, die seit vielen Jahren ein wichtiger Partner der Komischen Oper Berlin ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Sparkasse durften sich über den ersten Schwung Masken freuen, natürlich in passendem Sparkassen-Rot. Aber auch die Kolleginnen und Kollegen des Opernhauses, die auch aktuell im Haus an der Behrenstraße arbeiten, werden mit den selbst genähten Masken ausgestattet.

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Mitarbeiterinnen der Berliner Sparkasse freuen sich über die genähten Mund-Nase-Masken der Komischen Oper Berlin Bild: Berliner Sparkasse

Material-Nachschub für Masken ist Herausforderung

Zunächst konnten die Masken ohne Probleme aus den eigenen Stoff-Vorräten produziert werden, jetzt muss Material nachbestellt werden. Die Beschaffung stellt die Oper vor große Herausforderungen, da es bei Lieferanten zu Engpässen kommt. Dennoch wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht aufgeben und weiter produzieren.

Finanzielle Unterstützung für Freiberufler

Besonders hart trifft die Corona-Krise diejenigen, die freiberuflich arbeiten, darunter viele Künstlerinnen und Künstler, Ankleidepersonal oder auch die Betreuerinnen und Betreuer des Kinderchores. Viele von ihnen sind regelmäßig auch an der Komischen Oper beschäftigt. Um finanzielle Härten abzufedern, sucht das Opernhaus nach Möglichkeiten, diesen Freischaffenden für abgesagte Vorstellungen anteilige Vorstellungsgagen zu zahlen. Hierfür hat der Förderkreis Freunde der Komischen Oper Berlin e. V. eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Rund 100.000 Euro konnten bereits gesammelt werden und auch die Berliner Sparkasse hat die Oper mit 10.000 Euro unterstützt. Die Oper freut sich aber über weitere Spenden, um ihre Freiberuflerinnen und Freiberufler über die schwierige Zeit zu begleiten. Irgendwann wird sie wieder spannendes Musiktheater auf ihrer Bühne präsentieren und damit viele Menschen begeistern. Keine Frage: The show will go on!

Berliner helfen: Helfen Sie mit!

Förderkreis Freunde der Komischen Oper Berlin e. V.
IBAN DE61 1007 0000 0056 3510 00
Stichwort: Corona, Name und Anschrift zur Ausstellung einer Zuwendungsbescheinigung

Mehr Informationen finden Sie hier >>

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