Titel Museumsshops
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Geschenke

Schönes aus dem Museum

In fast allen der rund 175 Berliner Museen gibt es jeweils auch einen kleinen Laden. Wir haben das Angebot nach bezaubernden Geschenken durchforstet.

DDR-Museum: Schnatterinchen und Parolen

Ddr-backbuch
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In den 1980er-Jahren nahm Martin Böttger mit seinem Lehrspiel „Bürokratopoly” die DDR aufs Korn. Jetzt gibts das Spiel im Shop des DDR Museums. Wie so vieles, was an das Leben in der DDR erinnert: Das DDR-Backbuch oder natürlich Sandmännchen, Pittiplatsch und Schnatterinchen. Blechschilder erinnern an die Parolen aus dem Honecker-Staat. Den Bestseller unter den Shirts zieren nur drei Köpfe: Lenin, Marx und Engels. Eines der günstigsten Souvenirs: der selbst designte 0-Euro-Schein. Auf echtem Geldscheinpapier gedruckt und mit den typischen Sicherheitsmerkmalen. Auch wenn 0 Euro draufsteht: Der Souvenirschein kostet zwei Euro.

DDR Museum, Karl-Liebknecht-Straße 1, Mitte, Tel.: 84 71 23 73-1
www.ddr-museum.de

Bauhausdesign – auch für Küche und Kinderzimmer

Die 1923/24 in der Bauhaus-Metallwerkstatt entwickelte Leuchte ist längst eine Ikone des Designs. Ebenso wie der Aschenbecher, den Marianne Brandt, die alle Grundformen miteinander kombiniert, 1924 entworfen hat.

Bauspiel Alma Siedhoff Buscher
Bauspiel von Alma Siedhoff Buscher Bild: stefanie meinel

Doch Bauhaus gibts auch fürs Kinderzimmer, beispielsweise mit dem „Bauspiel”, das Alma Siedhoff-Buscher 1923 entworfen hat. Beim stolzen Preis von 136 Euro spielen vermutlich nur die Kinder eingefleischter Design-Fans damit. Für Sparfüchse empfiehlt sich hingegen der praktische Sparschäler „Rex” des Designers Alfred Neweczerzal von 1947. Damit lassen sich Schokolade hobeln, Kartoffeln schälen und faule Stellen aus dem Apfel piksen. 3 Euro kostet der Küchenhelfer – und ist dennoch „echt Bauhaus”.

Bauhaus-Archiv, Klingelhöferstraße 14, Mitte, Tel.: 25 40 02-0, www.bauhaus-shop.de

Bode-Museum: Antikes für die Neuzeit

Die Staatlichen Museen zu Berlin haben in ihren unermesslichen Sammlungen vielfältige Inspirationen für ungewöhnliche Geschenkideen. Ein gewichtiges Präsent ist der Briefbeschwerer aus Kalkstein mit einem Durchmesser von rund 40 Zentimetern (59 Euro). Er ist die Replik eines Kapitells aus dem Bode-Museum, das zur Zeit des Kaisers Justinian im 6. Jahrhundert in Konstantinopel entstanden ist.

Replik Kapitell
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Auch die anderen Häuser bieten außergewöhnliche Vorlagen: Schinkels weltberühmtes Bühnenbild „Sternenhalle der Königin der Nacht” im Kupferstichkabinett ziert eine fein gewebte Kulturtasche, die Nachbildung einer römischen Amethyst-Halskette mit goldenem Halbmond-Anhänger aus dem Alten Museum könnte der Trägerin die Kraft der Jagdgöttin Diana verleihen.

Bode-Museum, Am Kupfergraben, Mitte, Tel.: 266 42 42 42
www.smb-webshop.de

Berlinische Galerie: Ein Beutel als Hommage

Natürlich ist ein Beutel in erster Linie ein Behältnis, aber dieser hier ist auch ein Kunstwerk. Der Illustrator Bendix Bauer hat dafür Werke aus der Berlinischen Galerie neu interpretiert. Inspirieren ließ er sich vom Mythos der Goldenen Zwanziger.

Bendix-bauer Berliner-beutel
Bild: Harry Schnitger

Neben Klassikern wie Iwan Punis „Synthetischer Musiker” (1921) oder Eugen Spiros „Tänzerin Baladine Klossowski (Merline)” (1901) zitiert Bendix Häuserfassaden der Zeichnung „Totenkopf vor Stadt” von Werner Heldt (1949). „Die Artedition ist meine melancholisch-heitere Liebeserklärung an die Stadt”, so Bendix Bauer. Eine Liebeserklärung, die für schlappe 9 Euro zu haben ist. Und: Wer die Arbeiten von Bendix mag, weiß sich in prominenter Gesellschaft. Auch Nena und Heidi Klum gehören zu den Fans seiner Editionen.

Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, Mitte, Tel.: 789 02-600
www.berlinischegalerie.de

Schloss Charlottenburg:

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Einen Bezug zu Preußen hat alles, was es in den Museumsshops im Schloss Charlottenburg oder in den Potsdamer Schlössern zu kaufen gibt. Wie das Seidentuch mit Pfau nach dem Wandschmuck im Neuen Palais. Oder auch das, was für die kleinen Prinzessinnen und Prinzen im Angebot ist, wie die Playmobil-Figur von Friedrich dem Großen. Der Alte Fritz mit Hund und Pferd – eine gute Möglichkeit, um Kindern Geschichte zu erklären. Getreu dem Motto „Wo ein Kauf zur Spende wird” fließen die Shop-Gewinne wieder zurück in die Schlösser und Gärten, für Restaurierungen, Neuanschaffungen oder Ausstellungen. So wurden die Preußischen Schlösser und Gärten bereits mit mehr als 3 Millionen Euro unterstützt.

Kleine Orangerie Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 22, Charlottenburg, Tel.: 037 22 / 60 02-33, www.museumsshop-im-schloss.de

Schwules Museum: Häkelpüppchen vom anderen Ufer

Unter dem Namen „Crochetine“ häkelt Christine Anders außergewöhnliche kleine Figuren. Eine ganz besondere Serie hat Chrochetine für den Shop des Schwulen Museums gestaltet.

Strickpuppen Schwules Museum
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Eine Domina mit Maske beispielsweise. Oder den kleinen Matrosen, unter dessen gehäkeltem knappen Slip sich deutlich das seemännische Geschlechtsteil abzeichnet. „Im Februar hat Jean Paul Gaultier zwei von den Matrosen bei uns gekauft, als er für die Premiere seiner Show in der Stadt war“, sagt Jan Schnorrenberg vom Schwulen Museum nicht ohne Stolz. Die „schwulen Püppchen“ sind auch nur dort zu haben, für 22 Euro. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle, die Füllung ist aus Polyester.

Schwules Museum, Lützowstraße 73, Mitte, 69 59 90 50 www.schwulesmuseum.de

Liebermann-Villa: Tochter auf der Tasse

Spülmaschinen- und mikrowellengeeignet ist die Liebermann-Tasse (12,95 Euro). Sie zeigt des Künstlers Tochter Käthe, wie sie auf der Gartenbank unter der Liebermann-Kastanie sitzt.

Liebermann-tasse
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Die Tasse wird mit aufwändigem keramischen Siebdruck in Deutschland hergestellt und dann per Hand dekoriert. Dazu passend: die Küchentücher, die nach Zeichnungen der ehrenamtlichen Gärtnerinnen entworfen worden sind, mit Blumen aus dem Liebermann-Garten darauf. (14,95€). Seit zwei Jahren gibt es auch Honig aus dem Liebermann-Garten im Museumsshop. Die Berliner Imkerei Fließgold hat fünf Bienenstöcke aufgestellt. Von dort fliegen die Bienen herüber zu den Blumenbeeten. (1 Glas Liebermann-Honig: 6,50 Euro).

Liebermann-Villa am Wannsee, Colomierstraße 3, Steglitz-Zehlendorf, 805 85 900
www.liebermann-villa.de

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