Newsletter abonnieren
Titel Mark Waschke
Bild: rbb / Gundula Krause
Mein Berliner Akzent

Mit dem Fahrrad über den Potsdamer Platz

Der Schauspieler Mark Waschke verrät seinen Berliner Akzent: die Strecke von der Potsdamer Straße bis zum Alexanderplatz. Die befährt der 45-Jährige häufig mit dem Rad. Die Strecke ist für ihn typisch für das sich stetig verändernde Berlin. Die Stadt ist auch sein Revier als Kommissar Robert Karow im „Tatort“. Im Februar läuft in der ARD die Folge „Meta“ – der erste „Tatort“, der während einer „Berlinale“ gedreht wurde und sich auch inhaltlich um die Filmfestspiele dreht.

M

ark Waschke: „Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs. Unter anderem, wenn ich von meiner Wohnung zu den Proben zur Schaubühne fahre. Da nimmt man die Stadt sehr intensiv wahr. Ich finde es zum Beispiel faszinierend, dass man immer noch spüren kann, dass die Stadt aus vielen Dörfern entstanden ist.

Am liebsten radele ich von Schöneberg nach Mitte – über die Potsdamer Straße, Potsdamer Platz, Leipziger Straße zum Alex. Das ist für mich die direkte Verbindung zwischen dem alten West-Berlin ins alte Ost-Berlin. Na klar ist das nicht unbedingt eine attraktive Strecke für Radler. Da muss man schon aufpassen, bei dem Autoverkehr nicht unter die Räder zu kommen – und manchmal fahre ich auch ruhigere Seitenstraßen, die ich mir von einer App empfehlen lasse.

Potsdamer Platz2
Bild: Shutterstock

Aber diese Strecke verrät so viel über Berlin. Darüber, wie Menschen wohnen und sich das Wohnen und die sozialen Strukturen in der Stadt verändern. Wenn in Schöneberg Bauten aus den 1970er Jahren schon wieder abgerissen und durch schnell hochgezogene Anlagen mit so feudal klingenden Namen wie ,Palast-Wohnen‘ ersetzt werden. Oder wenn entlang der Leipziger Straße noch diese Hochhäuser in typischer DDR-Architektur stehen.

Mit dem Rad zu fahren ist für mich allerdings weniger Freizeitbeschäftigung als Mittel zum Zweck – um dorthin zu gelangen, wo ich Menschen treffe. Ich liebe es, unter Menschen zu sein, mit ihnen zu reden. Ob das nun nachts in der Kneipe ist oder im Supermarkt an der Kasse. Das ist es, was für mich das Leben ausmacht.“

Mark Waschke

  • 1972 in Wattenscheid geboren als Sohn eines Arztes und einer Krankenschwester, Umzug mit den Eltern ins Saarland.
  • 1995-1999 Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, wo er die gleiche Klasse besuchte wie Lars Eidinger, Fritzi Haberlandt, Nina Hoss und Devid Striesow.
Mark Waschke Filmstill Tatort Meta
Bild: rbb / Reiner Bajo
  • Bis 2008 Mitglied des Ensembles der Schaubühne Berlin. In jüngster Zeit ist Waschke dort wieder häufiger zu erleben, u.a. in „Love hurts in tinder times“ (Premiere 2017).
  • Diverse Theaterengagements, so am Schauspiel Köln, am Schauspielhaus Hamburg oder am Deutschen Theater.
  • Zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen, darunter in den Kinofilmen „Buddenbrooks“ (2008) und „Barbara“ (2012) oder Fernsehfilmen wie „Unsere Mütter, unsere Väter“.
  • Seit 2015 an der Seite von Meret Becker Teil des Kommissar-Duos im Berliner „Tatort“.
  • Steht gerade wieder für den „Tatort“ vor der Kamera. Außerdem wird er in der zweiten Staffel der Netflix-Serie „Dark“ erneut zu sehen sein.
  • Lebt mit Frau und Tochter in Berlin.

Der Berliner „Tatort“ am 18. Februar um 20:15 Uhr:

Darin ermitteln die Kommissare Robert Karow (Mark Waschke) und Nina Rubin (Meret Becker) im Fall einer toten Prostituierten und stoßen dabei auf eine Filmproduktionsfirma, die mit ihrem ersten Kinofilm „Meta“ gerade auf der Berlinale Premiere feiert.

Filmstill Tatort Meta
Bild: rbb / Reiner Bajo

„Da gibt es einen Film im Film“, verrät Waschke. Der es „beflügelnd“ fand, dass Teile der „Tatort“-Folge im vorigen Jahr bei der „Berlinale“ gedreht wurden. „Da mussten wir dann auch mal über den roten Teppich laufen“, sagt er und lacht.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren