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Titel Lukas Klaschinski Interview
Bild: Promo
Beats & Bones

Neuer Podcast aus dem Naturkundemuseum: „Wissen to go“

Lukas Klaschinski ist der Mann am Mikrofon des Podcasts “Beats & Bones” aus dem Museum für Naturkunde in Berlin. In den Folgen stellt der Moderator und studierte Psychologe alle Fragen, die ihm rund um Dinosaurier, das Sexleben der Tiere oder das Insektensterben in den Sinn kommen. Dabei stellt er fest: Es gibt viel zu lernen, denn das Tierreich hält so einige Überraschungen bereit.

Im Podcast geht es um Themen wie Insektensterben, Dinosaurier und Skandale im Tierreich, aber auch praktische Themen wie die Präparation. Wie kam die Idee dazu, einen Naturkunde-Podcast auf die Beine zu stellen?
Lukas Klaschinski: Das Museum für Naturkunde Berlin hat viel zu bieten, was die Besucherinnen und Besucher normalerweise nicht zu Gesicht bekommen. Hinter den Türen geht die Arbeit weiter, vielleicht beginnt sie auch dort. Über 200 Forscherinnen und Forscher arbeiten hier täglich mit neuem Erkenntnisgewinnen. Diese Expertise, die das Museum auch zu bieten hat, wollten wir frei zugänglich machen und ein sehr guter Weg hierfür ist ein Podcast. Das nächste Mal, wenn die Besucherinnen und Besucher ins Museum gehen, wissen sie, was hinter den Kulissen passiert und können das fertige Ergebnis, das in der Ausstellung präsentiert wird, ganz anders wahrnehmen. Warum zum Beispiel Bobby, der Gorilla ein so besonderes Präparat ist, warum der Giraffatitan wahrscheinlich hohle Knochen hatte und wieso die Geschichte von „Findet Nemo“ eigentlich eine Transgender-Geschichte sein müsste.

Welche Zielgruppe wollt ihr damit ansprechen?
Der Podcast ist für alle, die sich für Natur interessieren. So banal es sich anhört, aber genau das ist das Konzept: Wissen und Informationen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Titel Podcast Beats-and-bones
Bild: Pablo Castagnola

Hast du einen besonderen Bezug zum Thema Naturkunde? Wolltest du als kleiner Junge zum Beispiel Dinoforscher werden?
Biologie war zumindest immer mein Lieblingsfach in der Schule. Man kann so viel aus der Natur lernen und auf sich selbst beziehen. Mit dem Podcast merke ich jedoch noch viel mehr, wie viel es zu lernen gibt. Je mehr ich mit den Forscherinnen und Forschern des Museums zutun habe, desto mehr will ich lernen. Ich spüre die Begeisterung von jedem einzelnen für sein Fach und die springt über. Wir haben zum Beispiel gerade eine Folge zu „Flohkrebsen“ aufgenommen. Bevor ich den Experten traf, dachte ich, das wäre das langweiligste Thema der Welt. Am Ende ging ich aber so viel schlauer aus der Folge heraus und habe das Gespräch nach dem Podcast weitergeführt, wo ich mir Dinge habe zeigen lassen. Wenn dieser Effekt auch bei den Hörern passiert, bin ich glücklich.

Wie wählt ihr die Themen aus und wie sieht die Vorbereitung der Folgen aus?
Das Podcast-Team des Museums und das Redaktionsteam der Produktionsfirma Auf die Ohren GmbH diskutieren jedes Thema im Vorfeld. Und genau das ist nicht so leicht. Das Museum hätte genug Themen für die nächsten 100 Jahre. Hier eine relevante Auswahl zu treffen gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Meist schauen wir, wie viel Interesse das Thema bereits im Museum weckt, wie die Experten und Expertinnen für ihr Thema brennen und was zum Teil auch zu aktuellem Weltgeschehen, Arbeiten und Ausstellungen im Museum passt.

Wie sieht die Zusammenarbeit konkret zwischen Naturkundemuseum und Berliner Sparkasse aus?
Die Berliner Sparkasse und das Museum arbeiten eng zusammen, um Wissen für breite Bevölkerungsschichten zu öffnen. Nach ersten tollen Veranstaltungen im Sauriersaal und der Beteiligung am Festival of Lights, kam die Idee auf, gemeinsam einen Podcast zu kreieren – „Wissen to go“ sozusagen.

“*Mehr über die Kooperation von Berliner Sparkasse und dem Museum für Naturkunde Berlin lesen Sie hier >>*(Wissen schafft Durchblick“: Zusammenarbeit zwischen Berliner Sparkasse und Museum für Naturkunde)

Welche Folge bzw welches Thema interessiert dich persönlich am meisten? Was hat dich am meisten überrascht?
Ich fand die Folge „Tierischer Sex“ sehr spannend. Was können wir aus dem Sexualleben von Primaten, unseren nächsten Verwandten, lernen? Worin bestehen Unterschiede der primären Geschlechtsmerkmale und des dazugehörigen Sexualverhaltens von Menschenaffen? Wo wir eigentlich schon wieder bei Bobby sind. Ein Gorilla hat im Vergleich zu einem Schimpansen einen viel kleineren Penis, obwohl er körperlich viel größer ist.

Was machst du sonst beruflich?
Ich bin studierter Psychologe und „gelernter” Moderator. Ich erzähle Geschichten in Büchern, auf Bühnen und in Visuellen- & in Hörmedien. Außerdem verhelfe ich als Verhaltens- und Kommunikationstrainer anderen Menschen dazu, ihre Präsenz bei Auftritten zu stärken. Sich selber kann man leider nicht so gut coachen.

Hier finden Sie noch mehr Informationen über den Podcast „Beats & Bones“ >>

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