Titel Medea
Bild: Jan Windszus Photography
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Medea gegen den Rest der Welt

Migrantin, ausgegrenzt und erniedrigt, läuft Amok: Den uralten „Medea“-Mythos erzählt der Berliner Komponist Aribert Reimann in seiner zeitgenössischen Oper aus neuer Perspektive. Die Berliner Sparkasse präsentiert die Berliner Erstaufführung in der Komischen Oper Berlin ab 21. Mai. Jetzt für den Workshop bewerben!

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ie ist eine der kompliziertesten Figuren in der griechischen Mythologie. Mit dem Schicksal von Medea, der zauberkundigen Königstochter aus Kolchis, beschäftigten sich seit der Antike unzählige Künstler, Dichter und Komponisten. Sie alle erforschen die Essenz der komplexen Geschichte.

In der Überlieferung verlässt Medea aus Liebe ihre Heimat und gerät später als verfolgte Fremde tief in einen ausweglosen Sog aus Macht und Leidenschaft, der sie zu einer Verzweiflungstat treibt. Drumherum geht es um das sagenumwobene Goldene Vlies, dessen Raub Medea ermöglicht, um die „Argonauten“ genannten Seeleute, denen sie sich anschließt und um ihre dramatische Odysee über Korinth und Athen nach Asien.

In den vielen Interpretationen des Stoffes, sei es von Euripides oder Seneca in der Antike oder von Hans Henny Jahn bis Christa Wolf in der Moderne, steht neben den konkreten Abenteuern immer das unmenschliche Leiden der zentralen Frauenfigur im Fokus. Auch der österreichische Dramatiker Franz Grillparzer porträtiert Medea in seinem selten gespielten Theaterstück als verfolgte Fremde, schutzlos in feindlicher Gesellschaft, ausgeliefert der Willkür mächtiger Männer und Politiker.

Der Berliner Komponist Aribert Reimann (81) über seine Arbeit an „Medea“:

Formate: video/youtube

Der Berliner Komponist Aribert Reimann hat auf Basis von Grillparzers Stück zeitgenössisches Musiktheater geschaffen. Die 2010 in Wien mit überwältigendem Erfolg uraufgeführte Oper ist nun zum ersten Mal in Berlin an der Komischen Oper zu erleben – mit Ensemblemitglied Nicole Chevalier in der Titelpartie der tragischen Außenseiterin, die zur erbarmungslosen Rächerin wird.

Die Berliner Sparkasse präsentiert „Medea“ im Rahmen ihrer neuen Kooperation mit der Komischen Oper Berlin und der gemeinsamen Initiative „Kultur für das vielfältige Berlin“.

10 Euro Rabatt für Sparkassenkunden

Im Rahmen der Kooperation der Berliner Sparkasse mit der Komischen Oper Berlin erhalten Sparkassenkunden bei Vorlage ihrer SparkassenCard 10 Euro Rabatt für die “Medea”-Vorstellungen am 5., 20. und 25. Juni sowie am 2. Juli 2017.

www.komische-oper-berlin.de

Auf Du und Du mit Medea

Medea hautnah erleben: Exklusiver Workshop und Opernbesuch für unsere Leserinnen und Leser am 5. Juni 2017. Jetzt bewerben!

Ein komplexer antiker Mythos als zeitgenössisches Musiktheater: Auf der einen Seite harter Tobak für Operneinsteiger, auf der anderen Seite ein Leckerbissen für die engagierten Musiktheater-Pädagogen der Komischen Oper Berlin.

Vor der Vorstellung am 5. Juni hat „Berliner Akzente“ deshalb für zwölf neugierige Leserinnen und Leser einen exklusiven Einführungsworkshop organisiert. Damit wollen wir insbesondere Menschen begeistern, die sich dieser künstlerischen Herausforderung alleine kaum gestellt hätten.

Erleben Sie mit fachkundiger Erläuterung und mit plastischen Beispielen, worauf es Regisseur und Dramaturg bei der Neuinszenierung von „Medea“ ankommt, auf welche musikalische Raffinesse des Komponisten Sie besonders achten sollten, welche Zusatzinformationen im Bühnenbild versteckt sind.

Der spannende Abend für neugierige Operneinsteiger beginnt um 16:30 Uhr. Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail mit einem kurzen Satz, warum Sie dabei sein wollen! Bewerbungsschluss ist am 20. Mai 2017. E-Mail an: berliner.akzente@berliner-sparkasse.de

Premiere von Medea im Livestream

Die Premiere von »Medea« am Sonntag, 21. Mai 2017 um 19:00 Uhr kann im Internet live mit verfolgt werden. Auf The Opera Platform wird der Stream hier zu sehen sein:

http://www.theoperaplatform.eu/en/opera/reimann-medea

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