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Titel Thermoskanne
Bild: Shutterstock
Ich bin ein Berliner

Gut isoliert in allen Lebenslagen

Sie ist eine echte Berliner Erfindung, die um die Welt ging: die Thermoskanne.

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ält kalt, hält heiß: ohne Feuer, ohne Eis“ – ein bekannter Alltagsgegenstand wurde Anfang des 20. Jahrhunderts so schwungvoll beworben. Kennen Sie einen Haushalt, der keine Thermoskanne besitzt? Wohl kaum. Ganz zu schweigen von ihrer Beliebtheit an Hotelbuffets und bei Kongressen.

Eine Thermoskanne ist ein doppelwandiges Gefäß mit einem Vakuum zwischen den Wänden. Dieses unterbindet die Wärmeleitung. Die ersten doppelwandigen Gefäße gab es bereits in der Antike, wo sie Wein kühlten. Erfinder der neuzeitlichen Isolier- oder Thermoskanne war der Glastechniker Reinhold Burger aus Glashütte. Für seine Lehre ging er nach Berlin. Burger entwickelte zunächst Laborgefäße und nahm heißes Wasser, um zu kontrollieren, wie gut sie die Temperatur halten konnten. Da kam ihm die glänzende Idee: Statt mit kochendem Wasser ginge es doch auch mit Kaffee! So war ein Laborgefäß auf dem Weg zum Alltagsgegenstand.

Im Jahr 1903 wurde Burgers Patent registriert, ein Jahr später ließ der Wahlberliner die Marke „Thermos“ eintragen. „Thermos“ bedeutet „Wärmeträger“. Mit zwei Mitstreitern gründete er 1906 die Thermos GmbH in Pankow. Beliebt waren die Gefäße bei Skifahrern, Wanderern oder picknickenden Familien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Thermos ein Exportschlager in 31 Ländern. Heute ist das Gefäß weltweit in unzähligen Designs erhältlich: vom betulichen Blümchenmuster bis zur trendigen Edelstahl-Optik.

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