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Titel Harry Baehr
Bild: Hahn+Hartung
25 Jahre Berliner Akzente

„Berlin und der Sport – das passt einfach.“

Neue Sportstätten, Top-Events, eine ganzheitliche Betreuung der Athletinnen und Athleten: Harry Bähr, Leiter des Olympiastützpunktes Berlin, sieht die Sportmetropole Berlin mit neuer Strahlkraft und Nachhaltigkeit – nicht nur im Spitzen-, sondern auch im Breitensport. Eine Reise durch 25 Jahre Sportgeschichte.

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an nimmt ihr ab, was sie sagt, weil sie alles selbst erlebt hat: die Triumphe und die Tränen, die Entbehrungen und die Belohnungen. Britta Steffen arbeitet seit Mitte Oktober für den Olympiastützpunkt (OSP) Berlin als Laufbahn-Beraterin. Die einstige Weltklasse-Schwimmerin, 2008 in Peking Doppel-Olympiasiegerin, geht in die Eliteschulen des Sports, von denen es in Berlin drei gibt. Sie sensibilisiert die jungen Sportlerinnen und Sportler dafür, wie neben der sportlichen auch die berufliche Entwicklung vorangetrieben werden kann.
Steffens Einstieg ist ein weiteres Puzzle-Stück auf dem Weg, das ohnehin hohe Niveau des Berliner Sports noch auszubauen. Der Olympiastützpunkt Berlin, 1987 im West-Teil der damals noch geteilten Stadt aufgebaut und 1991 von Charlottenburg ins Sportforum Hohenschönhausen umgezogen, gilt als Kaderschmiede der Sport-Metropole Berlin, die ihre Strahlkraft und Nachhaltigkeit im zurückliegenden Vierteljahrhundert noch mal entscheidend gesteigert hat. 22 Trainerinnen und Trainer und 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen etwa 450 Bundeskader-Athleten und -Athletinnen in Bereichen wie Trainingswissenschaft, Medizin, Psychologie, Laufbahn-Beratung und Physiotherapie.

Berlin: Sportstadt mit Weltniveau

Die drei Attribute, die OSP-Leiter Dr. Harry Bähr als Erstes zur Sport-Metropole Berlin einfallen, sind „vielfältig, dynamisch und erfolgreich“. In den vergangenen 25 Jahren, resümiert der Spitzensport-Manager, habe sich „in vielen Bereichen des Berliner Sports vieles gewandelt“. Am sichtbarsten wird das bei den Sportstätten. Die 1996 eröffnete Max-Schmeling-Halle, Heimstätte der Füchse Berlin und der Berlin Volleys, erlebte mit der Handball-WM 2007, der Volleyball-EM 2013 und der Hallenhockey-WM 2018 tolle Highlights.

Harry Baehr
Bild: Hahn+Hartung

Die 2008 eingeweihte Mercedes-Benz Arena bietet nicht nur den Eisbären und Alba Berlin eine Heimat. Dort finden regelmäßig auch internationale Top-Events statt wie die Basketball-EM 2015, die Handball-WM 2019 oder das 2014 als neues Leichtathletik-Format eingeführte ISTAF Indoor. Auch das Olympiastadion, zwischen 2000 und 2004 umgebaut, beherbergt mit dem ISTAF und dem jährlich stattfindenden DFB-Pokalfinale im Fußball Aushängeschilder. Zudem wurden dort weitere zugkräftige Events ausgetragen, allen voran das WM-Finale 2006 und die Leichtathletik-WM 2009. Die Komplett-Sanierung der Schwimmhalle im Sportforum Berlin, der Bau einer Beachvolleyball-Anlage – es hat sich viel getan. „Die Sportler haben in Berlin sehr gute Rahmenbedingungen“, sagt Bähr. „Und die Berliner leben diese Sportkultur und sorgen bei den Events für einen stimmungsvollen Rahmen.“

Drei Wörter für Berlin? Vielfältig, dynamisch und erfolgreich. Harry Bähr, Leiter des Olympiastützpunktes Berlin

Immer mehr Berliner treiben auch selbst Sport. Fast 650.000 Menschen sind in Vereinen beim Landessportbund Berlin (LSB) organisiert. Etwa noch mal so viele Berlinerinnen und Berliner betätigen sich regelmäßig ohne Vereinsbindung – auf öffentlichen Anlagen oder in einem der über 2.500 Parks und Freiflächen. Die Berliner Sparkasse unterstützt durch ihre Kooperation mit dem Landessportbund Berlin mehr als 2.500 Sportvereine in der Hauptstadt, die Eliteschulen des Sports und mehrere Sportinitiativen. Das 2011 gestartete Nachwuchs-Projekt „Berlin hat Talent“ haben mittlerweile fast 50.000 Kinder durchlaufen. Mancher Olympionike von morgen hat über die Initiative zu seiner Traumsportart gefunden.

Der Traum von Olympia

Auch bei der ganzheitlichen Betreuung der Spitzenathleten und -athletinnen ist Berlin heute deutlich weiter als vor 25 Jahren. Zu den Eckpfeilern gehören die Kooperation mit der Berliner Charité, eine im OSP geschaffene Psychologie-Stelle und die Kooperation mit acht Hochschulen. Neben der sportlichen Karriere auch die berufliche zu entwickeln, das gelingt im Spitzensport heute viel besser. Partner wie die Berliner Sparkasse bieten Sportlern verstärkt berufliche Perspektiven. „Vor 25 Jahren mussten wir mühevoll Arbeitgeber suchen, die bereit waren, die besonderen zeitlichen Anforderungen eines Sportlers zu akzeptieren“, sagt Bähr. „Inzwischen stehen die Türen der Unternehmen weit offen.“

Die Corona-Pandemie nennt Bähr „auch für den Sport eine gewaltige Herausforderung“. Manche Top-Sportler beendeten wegen der Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021 ihre Karriere ohne diesen besonderen Höhepunkt. Trotz der Pandemie lässt sich Harry Bähr die Zuversicht nicht nehmen – und auch nicht seine Vision von Olympia in Berlin: „Alle internationalen Gäste sagen uns: Ihr müsst Olympia machen, ihr bringt so viel mit.“ So sieht Bähr das auch: „Olympia wäre hier gut aufgehoben. Berlin und der Sport, das passt einfach.“

Sportförderung der Berliner Sparkasse

Die Berliner Sparkasse macht sich für den Breitensport stark. Mit zahlreichen Projekten und Initiativen fördert sie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – vom Nachwuchstalent bis zum Profisportler. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag Mehr Bewegung für Berlin und auf der Website der Berliner Sparkasse.

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