Newsletter abonnieren
Titel Hackaton
Bild: Shutterstock [Montage]
Hackathon

#WirVSVirus: Digital-Wettbewerb gegen die Corona-Krise

Mit 40.000 Teilnehmenden fand vom 20. bis 22. März der weltweit größte Hackathon statt. Eingeladen hatte die Bundesregierung – gesucht wurden innovative Lösungen zur Bewältigung der Corona-Krise.

W

er die Welt verändern will, muss Geduld haben. So hieß es für Johannes Richter am Abend, des ersten Tages des #wirvsvirus-Hackathon der Bundesregierung, erstmal warten. Denn Slack, die Software auf der der virtuelle Ideenwettbewerb stattfinden sollte, brach für ein paar Stunden zusammen. Grund: Mit 40.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland war #wirvsvirus der weltweit größte Hackathon, der jemals stattgefunden hat – und das auf Grund der aktuellen Corona-Lage komplett dezentral.

Hackaton Johannes Richter
Johannes Richter, einer der 40.000 Hockerton-Teilnehmer Bild: #stayinstaysane

Eingeladen haben neben der Bundesregierung die Initiativen Tech4Germany, Code for Germany, Impact Hub Berlin, der Prototype Fund, die Initiative D21, Project Together und das Social Entrepreneurship Deutschland.

Eine Online-Plattform gründen, um Menschen zu helfen, die in der Corona-Krise Lagerkoller kriegen, mit dieser Idee ging Johannes Richter an den Start. Dieser Themenvorschlag war einer von insgesamt über 3.000 Herausforderungen, darunter auch die Optimierung von Supermarkt-Lieferungen, die Versorgung von Krankenhäusern mit Atemschutzmasken oder Unterstützung bei der Ernte auf dem Land. Am späten Freitagabend konnte das Hacken beginnen. Johannes konnte 40 Teilnehmende von seiner Idee begeistern, sodass der 22-Jährige erstmal Abteilungen in seinem Team eingeführt hat: IT, Logoentwicklung, Storytelling, PR.

Dann die erste Team-Krise: Drei Programmierer waren nicht mehr erreichbar. Doch zum Glück konnte das Problem schnell gelöst werden. Einen Slack-Kanal weiter, unter „Suche Unterstützung“, fand Johannes Ersatz. Überhaupt Slack. Mit hunderten Kommunikationskanälen glich die Kommunikationssoftware sehr bald einer riesigen WhatsApp-Gruppe. „Die Teilnehmer haben in diesen Stunden das Internet zu dem gemacht, was es einmal war: ein Begegnungsort der besten und offensten Art“, sagt Helge Braun, der Chef des Bundeskanzleramts.

Am späten Sonntagabend, während andere Teilnehmende schon auf der virtuellen Abschluss-Party mit einem Kaltgetränk einander vor der Webcam zuprosteten, konnte auch die Website von Johannes Projekt online gehen. Unter stayinstaysane.org findet man Tipps und Ratschläge, wie man in Zeiten der Kontaktsperre nicht die Nerven verliert. Hunderte von weiteren Ideen wurden von den anderen Teilnehmenden in Form von kurzen Youtube-Clips ins Netz gestellt, wo sie nun von der Bundesregierung gesichtet werden. Man prüfe, so Helge Braun, bei jedem einzelnen Projekt, ob man es irgendwie unterstützen könne. Auch 2.000 Unternehmen hätten sich bereits im Kanzleramt gemeldet und weitere Unterstützung angekündigt. Es scheint, als ist das Ende des Hackathons erst der Anfang.

Übrigens: Ein Projekt, welches beim Hackathon entstanden ist, unterstützt auch die Berliner Sparkasse. Über das deutschlandweite Portal #gemeinsamdadurch können Unternehmen ganz einfach Gutscheine verkaufen und Endverbraucher diese einfach online erwerben und so den kleinen Laden um die Ecke in der Corona-Zeit wirtschaftlich unterstützen.

Hier geht es direkt zum Gutscheinportal der Sparkassen >>

Diese Themen könnten Sie auch interessieren