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Titel Steinkautz Colfclub Seddiner See
Bild: Shutterstock
Artenvielfalt

Erfolgreiche "Nachwuchsarbeit" im Golf- und Countryclub Seddiner See

Nachhaltigkeit und Artenvielfalt werden beim Golf- und Countryclub Seddiner See groß geschrieben. Neben einer 36-Loch-Golfanlage tummeln sich auf dem Gelände allerlei Tiere und Pflanzen. Im Juli sind zwei junge Steinkäuze ausgewildert worden.

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erfekter kurzgemähter Rasen, Elektro-Golf-Carts und ein Tummelplatz für Schöne und Reiche – daran denken wohl die meisten, wenn sie von einem Golfclub hören. Dass ein Golfplatz aber weit mehr zu bieten hat, beweist der Golf- und Countryclub Seddiner See in Michendorf, südlich von Berlin.

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Bild: Colf- und Country Club Seddiner See

Steinkäuze am Golfplatz ansiedeln

Hier setzt man bei der Nachwuchssarbeit nicht nur auf rund 250 junge Golfspieler ab fünf Jahre, sondern in diesem Fall auf zwei junge Steinkäuze, die auf dem Gelände des Golfclubs geboren, in einer Steinkauz-Voliere aufgewachsen und im Juni 2019 in die Freiheit entlassen wurden. Das Elternpaar wurde direkt mit in die brandenburgische Wildnis geschickt.

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Bild: Colf- und Country Club Seddiner See

Seit 2015 ein erfolgreiches Projekt

An dem Steinkauz-Projekt ist der Golf- und Countryclub Seddiner See seit 2015 beteiligt. Dieses Projekt des Landschaftsförderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. hat das Ziel, die einst in der Region heimischen Steinkäuze wieder neu anzusiedeln.

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Bild: Colf- und Country Club Seddiner See

Das Projekt ist EU-gefördert und wurde 2018 – wie im Jahr zuvor der Golf- und Countryclub Seddiner See für seine erfolgreiche Arbeit zur Förderung der Artenvielfalt bei Fauna und Flora auf dem Golfplatz-Gelände – als „offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.
Dass das Projekt nicht nur kurzfristig von Nutzen ist, beweist die Begegnung mit einem 2017 ausgewilderten Steinkauz-Weibchen, dass im Zuge der Auswilderung, in einem speziell für Steinkäuze installierten Brutkasten auf dem Gelände entdeckt wurde.

Artenvielfalt in den letzten zehn Jahren gesteigert

Seit der Fertigstellung der Golfanlage im Jahr 1997 setzt die Geschäftsführung auf Umwelt- und Artenschutz auf dem 178 Hektar großen Gelände. Nur etwa ein Drittel der Fläche wird für den Spielbetrieb genutzt. Die restliche Fläche ist naturbelassen und wird nur einmal im Jahr im Herbst gemäht. Vor rund 12 Jahren wurde – quasi als Bestandsaufname – eine wissenschaftliche Studie zur Dokumentation der biologischen Vielfalt auf dem Golfplatzgelände erstellt. Eine neue Studie aus dem Jahr 2017 belegt, dass sich die biologische Vielfalt auf dem Gelände deutlich erhöht hat. Lebten 2007/2008 beispielsweise 56 Arten von Brutvögeln auf dem Areal, sind es heute 66. Die wissenschaftliche Arbeit rund um den Natur- und Artenschutz wird u.a. durch Spenden der Mitglieder und einem Beitrag des Deutschen Golf Verbandes finanziert.

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Bild: Colf- und Country Club Seddiner See

Weitere Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt

Im Rahmen des Umweltmanagments des Golf- und Countryclubs Seddiner See wurden und werden weitere Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise eine zweite Streuobstwiese mit rund 60 Bäumen, Blühstreifen auf den beiden Golfplätzen zur Verbesserung des Nahrungsangebotes für Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge mit einer Fläche von insgesamt ca. 2.500m², weitere 50 Vogel- und Fledermaus-Nistkästen und der Ausbau der clubeigenen Imkerei.

www.gccseddinersee.de

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