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Titel Foodblogs
In Berlin gibt es 4650 Restaurants, rund 900 Kneipen und 190 Bars und Diskotheken, informiert der Tourismusverband Visit Berlin. Orientierungshilfe geben diese Food-Blogs. Bild: Shutterstock
Gastro-Tipps

Berlins schönste Food-Blogs

Berlin hat tausende Restaurants; da fällt die Wahl schwer. Einen Blick auf vielversprechende Neueröffnungen, leckere Klassiker und spannende Neuentdeckungen geben Food-Blogs, deren Macher sich für ihre Leser quer durch die Hauptstadt schlemmen. Wir stellen die schönsten Food-Blogs vor. Bon Appetit!

1. Allrounder: Berlin Foodstrories

Titel Foodblogger Per Meurling
Bild: Katja Gartz

Eine kleine Institution unter den Foodbloggern ist Per Meurling. 2012 hat er seinen Foodblog Berlin Food Stories gegründet, der mittlerweile zu den erfolgreichsten der Stadt gehört, fast 97.000 Follower hat er auf Instagram.
Im Blog des gebürtigen Schweden dreht sich alles um die Berliner Gastronomie von Essen, über Persönlichkeiten bis Trends, von Döner bis Michelin Stern.

Ein ausführliches Interview mit Per Meurling können Sie hier nachlesen >>

2. Deftig: sattundfroh

Wer statt des Stamm-Italieners mal nach neuen Lokalitäten sucht, wird hier fündig. Georg Weber stellt in seinem Blog sattundfroh.de verschiedene Berliner Gastronomien vor. Der gebürtige Österreicher hat zuvor weltweit im Tourismus gearbeitet. Jetzt isst, trinkt, schreibt und fotografiert er sich durch die Berliner Gastronomie, querbeet in allen Bezirken der Stadt. Mehr als 650 Lokale hat er bisher besprochen und abgelichtet.

Satt Und Froh

Der Blog präsentiert sich übersichtlich gestaltet. Leser können nach Bezirken oder nach unterschiedlichen Landesküchen suchen. Alle besuchten Lokale hat Weber zusätzlich auf einem Stadtplan festgehalten. Im Vordergrund steht der praktische Nutzen für den Leser. Die Texte sind kurz, exakt und geben die persönlichen Erfahrungen des Bloggers wieder.

Georgs Prinzip: In ähnlichen Lokalen immer ähnliche Gerichte bestellen, um optimal vergleichen zu können. Ist er unzufrieden, schreibt er nichts. Viel Wert legt er auf Fotos, um Stil und Atmosphäre darzustellen. Und sogar ein Newsletter wartet, mit den Top 5 Restaurants des Monats.

3. Vegetarisch: Krautkopf

Kochen und Essen gehören neben der Liebe zur Fotografie zu den größten Leidenschaften von Susann Probst und Yannic Schon. Seit 15 Jahren sind die beiden ein Paar, ernähren sich schon lange vegetarisch und mögen einfache und ausgewogene Gerichte aus frischen saisonalen Produkten. Mit ihrem Blog kraut-kopf.de, wollen sie ihre Bilder und Rezepte mit Gleichgesinnten teilen.

Kraut-kopf

Darüber hinaus organisieren die beiden auch private Dinner und Events. Die Stärke ihres Blogs: die persönliche und emotionale Bildsprache. Für ihre saisonale Gemüseküche stellen Susann und Yannic so viel wie möglich selber her, etwa Gewürzmischungen. Ihre Art zu kochen ist aroma- und abwechslungsreich und immer so, dass der Eigengeschmack der Produkte nicht überdeckt wird und die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Daher verzichten die Blogger auch auf weißen Zucker und greifen stattdessen zu alternativen Süßungsmitteln wie Reissirup. Der Blog soll Inspiration für alle sein, die sich mit fleischlosen, saisonalen und gesunden Gerichten ernähren wollen, die satt, aber auch happy machen.

4. Flüssig: eichiberlin

„Ich jogge nie, ich würde sonst meinen Martini verschütten“, sagt Peter Eichhorn. Ist klar, worum es in erster Linie geht: Der Schwerpunkt des Bloggers, der unter anderem als Autor und Stadtführer arbeitet, ist die Trinkkultur. Vor rund 10 Jahren, als das Bloggertum, vor allem zu Cocktails und anderen alkoholischen Getränken, noch in den Kinderschuhen steckte, hat er eichiberlin.com gegründet.

Eichiberlin

Eichhorn ist unabhängig und unbestechlich. Jeden Drink, jedes Essen bezahlt er aus eigener Tasche. Seine Empfehlungen überzeugen – weniger mit Fotos als vielmehr mit kurzweiliger Schreibe, kleinen Lästereien und Food-Geschichten, die mal anders erzählt werden als im klassischen Gourmet-Journalismus. Eichis Blog ist eben pure Leidenschaft, denn er ist „hungrig auf die Metropole“ und „durstig auf Berlin“.
Ob Bar, Restaurant oder Event – es geht immer um das Gesamtpaket, das heißt, neben der Kreativität zählen für Eichhorn auch Gastgeber-Qualitäten und Service, oft ja eine Schwachstelle der deutschen Gastronomie. Getränke genießen, wie gesagt, einen besonderen Stellenwert. Eichi zitiert in diesem Zusammenhang gerne Woody Allen: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Nach einer Weile braucht er einen Drink.“

5. Vegan: Zucker & Jagdwurst

Auch wenn der Name Zucker & Jagdwurst es anders vermuten lässt; bei Isabelle Friedrich und Julia Stephan ist alles vegan. Zum Beispiel Seitansteaks, Linsen-Bolognese oder „Eiersalat“.

Bloggerinnen Zucker Und Jagdwurst
Bild: Promo

Großen Wert legen die Blogger darauf, dass die Gerichte und Kuchen einfach nachzumachen sind. Beiden geht es um leckere Sachen und nicht um ein Dogma. Es werden zum Beispiel keine Kalorien gezählt und es darf auch frittiert werden. Hauptsache, es schmeckt.

Mittlerweile haben die beiden Bloggerinnen ihr Portfolio erweitert und haben einen eigenen Podcast, in dem sich alles um vegan Ernährung, Nachhaltigkeit und einfach die Freude am Essen und Kochen dreht.

Noch mehr Berliner Podcasts finden Sie hier >>

Zucker Und Jagdwurst

Isa hat sich übrigens bereits als „Frl. Zucker“ bei backvergnügen.de einen Namen als großartige Bäckerin gemacht. Die optisch sehr ansprechenden Rezepte sind nach verschiedenen Kategorien wie Basics, Suppen, Fingerfood, Brotzeit geordnet. Außerdem gibt es Serien wie „7 Tage 7 Rezepte“ zu Themen wie Picknick, Frühstück oder Weihnachten.

Witzig: die Rubrik „Kleine Feinde in der Küche“, in der aus drei „unliebsten“ Zutaten ein schmackhaftes Gericht bereitet wird. Den Blog mit appetitmachenden Fotos haben die beiden persönlich und locker geschrieben. Das große Ziel von Isa und Julia: Kassler und Camembert wirklich gut hinzubekommen. Als Leser ist jeder willkommen – ob Fleischesser, Vegetarier oder Veganer.

Restaurant-Tipps für jeden Geschmack

Knapp vier Millionen Einwohner und fast ebenso viele Geschmäcker, verschiedene Kulturen und Küchen: Die Vielfalt unserer Stadt spiegelt sich auch im kulinarischen Angebot wieder, 4.500 Restaurants öffnen hier täglich. Wir haben schöne Lokale und leckere Speisen für unsere Leser herausgesucht – von regional bis international und von Hausmannskost bis exotisch. Außerdem: Die schönsten Frühstückslokale und besten Orte für Tee-Zeremonien.

Alle Gastro-Tipps von Berliner Akzente finden Sie hier.

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