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Flohmaerkte
Bild: shutterstock
Flohmärkte

Der Check: Die schönsten Flohmärkte der Stadt

Wo Kreativfans schönes Design finden, Sammler kostbare Raritäten ergattern und sogar Spätaufsteher noch ein Schnäppchen machen: Berliner Akzente stellt die schönsten Flohmärkte der Stadt vor. Welche Märkte sich für welche Zielgruppe eignen, welche ein absolutes „Muss“ sind – und welche ganz neu.

1) Die „Flowmärkte“

Flowmarkt Kreuzboerg
Flowmarkt Kreuzboerg: Hier gibt’s Kreatives und kleine Leckereien, die unsere beiden spontanen Foto-Models hier genießen. Bild: Katrin Starke

Für Hipster und Junggebliebene

Hier warten vor allem die Ergebnisse kreativen Schaffens auf Kundschaft: Selbst gestrickte Kleider, gefilzte Hüte, kunstvoll verzierte Postkarten mit verfremdeten Schnappschüssen – gerne von sich selbst. Auf den Flohmärkten „Kreuzboerg“ und „Nowkölln“ tummeln sich daher eher die jungen, anglophilen Kreativen aus Kreuzberg und dem angesagten Kreuzkölln. Ironisch haben sie den Flohmarkt daher in „Flowmarkt“ umbenannt.

Hipster mit Nerdbrille prägen ebenso das Bild wie Studies mit Öko-Einschlag und Schlabberpulli. Man trifft sich, man plaudert, man gönnt sich Bruschetta oder ein Schälchen der vegetarischen Suppe und kauft ganz nebenbei noch dieses bunte Tuch, das so gut zum Leinenkleid passt. Zum hohen Gemütlichkeitsfaktor trägt zudem die tolle Lage beider Märkte bei – der Kreuzberger Markt zwischen grünen Bäumen und umgeben von den Gemüse-Kisten-Beeten der Prinzessinnengärten; der Neuköllner Markt am Ufer des Landwehrkanals.

Angebot : 3 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor : 4 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote : 3 von 5 Sternen
Wir finden: Hoher Wohlfühlfaktor, Flohmarkt neu interpretiert

Kreuzboerg Flowmarkt: Prinzenstraße 35 (in den Prinzessinnengärten, U-Bahnhof Moritzplatz), Berlin-Kreuzberg, jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 10 bis 17.30 Uhr.
Nowkölln: Maybachufer 31 (zwischen Friedel- und Pannierstraße, U-Bahnhof Schönleinstraße), jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 10 bis 17.30 Uhr. An beiden Märkten ist es nicht leicht, freie Parklücken zu finden.

www.kreuzboerg.de
www.nowkoelln.de

Seinen Namen erhielt der Floh­markt angeblich im Spät­mittel­alter durch die Kleider­gaben von Adligen. Weil diese an das gemeine Volk über­gingen und dort weiter­gereicht wurden, wechselte auch der ein oder andere Floh den Besitzer. (Quelle: Wikipedia )

2) Soloh Market

Soloh Market Fabian Und Diego
Soloh Market: Die Verkäufer Fabian und Diego loben das Unfertige des Marktes. Bild: Katrin Starke

Für Fans von neuem Design

Die Kreativszene dominiert auch den relativ neuen Soloh Market – auf dieser und jener Seite der Stände. Zwischen Ledertaschen aus Manufakturen, ausgefallenen Grobstrick-Kleidern, zarten Aloe-Vera-Pflänzchen und handgemachtem Schmuck und Design aus Kreativ- und Upcycling-Werkstätten fühlen sich auch Fabian Rueda und Diego Sposito wohl. Zwar stammen der Ingenieur und der Musiker beide aus Venezuela, kennen gelernt haben sie sich aber vor zehn Jahren in Berlin.

Was sie verbindet? Ihre Leidenschaft für scharfe Saucen und Chutneys. Die stellen sie – natürlich ohne Konservierungsstoffe – inzwischen selbst her. Und bieten sie auf dem Soloh Market an, „weil der noch neu ist und noch Platz für neue Händler hat“, sagt Fabian. Die heißeste ihrer scharfsinnigen Kreationen? Der „Killer Skorpion“, der schafft es trotz mildernder Karotten und Honig bis ganz nach oben auf der Schärfeskala: mit 10 von 10 möglichen Punkten.

Mit kreativem Streetfood locken auch die diversen Essensstände. Die Palette reicht von Zucchini-Spaghetti über Schokoladensenf bis zur veganen Grützwurst oder Bergkäse-Raclette. Nicht von ungefähr übrigens, dass der Standort des Marktes auf den Flyern, mit denen für den jüngsten Spross der Berliner Flohmarktfamilie geworben wird, in Form eines Fahrradschlauchflickens eingezeichnet ist: Am äußersten Ende des Marktes befindet sich ein Fahrradreparaturservice – auf Spendenbasis. Der Kunde zahlt, was ihm die Reparatur wert ist.

Angebot: 3 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor: 4 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote: 3 von 5 Sternen
Wir finden: Ein schöner Geheimtipp, da noch relativ unbekannt.

Lohmühlenstraße Ecke Jordanstraße (zwischen Schlesischem Busch und Görlitzer Park), Berlin-Treptow, jeden Sonntag von 12 bis 18 Uhr, erreichbar mit Bus 194
Infos über Facebook – SOLOHmarket

3) Antik- und Buchmarkt

Buch und Antikmarkt
Buch und Antikmarkt am Bodemuseum: Hier finden Berliner Raritäten und echte Schnäppchen. Bild: Katrin Starke

Als Ursprungsländer des Floh­marktes bzw. Trödel­marktes gelten: Frank­reich und Belgien. Einen der ältesten Floh­märkte gibt es seit 1873 am „Place du Jeu de Balle“ in Brüssel. Quelle: Planet Wissen .

Für Liebhaber besonderer Schätze

Hans-Jörn Knobloch kennt sich aus in der Flohmarktszene. Als der 43-jährige Ingenieur vor 15 Jahren nach Berlin zog, bekam er zum Einzug von seinem Nachbarn einen Bildband mit alten Berliner Stadtansichten geschenkt – kein neues Buch, sondern eines mit abgestoßenen Ecken, mit einem Fettfleck auf einer Ansicht des Berliner Doms. „Die Initialzündung“, sagt Knobloch heute im Rückblick. „Inzwischen habe ich mindestens 30 Berlin-Bände.“

Die meisten davon hat er beim Stöbern in den Bananenkartons auf dem Antik- und Buchmarkt am Bodemuseum gefunden. Für manche hat er „richtig Geld bezahlt“, andere dagegen waren echte Schnäppchen. Mehr als 60 Händler bieten seit nunmehr 23 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zur Museumsinsel ihre Waren an. Nicht nur bibliophile Raritäten. Auch Schallplatten, DVDs, Schmuck oder Hüte. Und Nostalgie-Blechschilder, auf denen Autotypen und Biersorten angepriesen werden, die es längst nicht mehr gibt. Die Motive einfach aufgedruckt oder richtig eingestanzt? Alles da, nur eine Frage des Preises.

Angebot : 3 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor : 3 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote : 4 von 5 Sternen
Wir finden: Hier finden Sie wahre Raritäten bei Büchern und Musik-Werken.

Am Kupfergraben, Berlin-Mitte, jeden Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr, erreichbar über S- und U-Bahnhof Friedrichstraße
www.antik-buchmarkt.de

4) Kunstmarkt am Zeughaus

Kunstmarkt am Zeughaus
Kunstmarkt am Zeughaus: Die Rostockerin Anja Levien kommt jedes Mal, wenn sie in der Hauptstadt ist. Bild: Katrin Starke

Für Liebhaber von Berlin-Kunst

Magnetische Schlüsselbretter, an denen die Schließwerkzeuge einfach haften bleiben. Gläserne Flaschenuntersetzer mit Berlin-Motiven. Sonnenbrillen mit Holzfassung, Kugelschreiber aus heimischen Hölzern. Berlins Kreative nutzen gern den Kunstmarkt im Schatten des Deutschen Historischen Museums, um auf ihre Arbeiten aufmerksam zu machen.

„Jedes Mal, wenn ich in Berlin bin, muss ich hier vorbeischauen“, sagt Anja Levien. Die 28-jährige Rostockerin hat sich gerade ein neues Schminktäschchen gekauft. Auch der Beutel mit dem Aufdruck der U-Bahnstation Alexanderplatz gefällt ihr. „Ist ein schickes Geburtstagsgeschenk.“

Sind es bei den Stofftaschen oder der Gebrauchsgrafik eher Touristen, die nach Mitbringseln suchen, scharen sich um die Gemälde eher Berliner. Viele sind Stammkunden, weiß Aussteller Harry Mentzel. Am Stand des Berliner Malers und Grafikers derzeit besonders gefragt: die Bilder der Komponisten-Instrumente. Mozarts Geige zum Beispiel hat Mentzel mit Acrylfarben auf die Kopien Mozartscher Notenblätter gemalt. Oder Beethovens Flügel. Bei ihm immer wieder nachgefragt: das mit Goldfarbe auf roten Untergrund gemalte Brandenburger Tor – als Relief auf Leinwand mit schwarzer Leiste. Sonntags ist es manchmal ganz schön rummelig auf dem Kunstmarkt, ein Besuch lohnt sich trotzdem.

Angebot : 4 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor : 3 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote : 4 von 5 Sternen
Wir finden : Guter Markt, um Kunst mit Berlin-Motiven oder anderes Kunstwerk zu kaufen.

Am Zeughaus 1-2, Berlin-Mitte, jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr, erreichbar mit Bus 100, 200, TXL Staatsoper oder Lustgarten
www.kunstmarkt-berlin.com

5) Flohmarkt am Arkonaplatz

Flohmarkt Arkonaplatz
Flohmarkt Arkonaplatz: Kleiner als der Mauerpark-Flohmarkt und besonders für Familien geeignet. Bild: Katrin Starke

Für junge Familien

Er habe mehr Buchstaben als das Buchstabenmuseum, sagt Gerhard Leidinger, der seinen Stand regelmäßig auf dem Flohmarkt am Arkonaplatz aufbaut. Mehr als 1.000 seien es allemal. Fast sein ganzes Leben habe er in Berlin verbracht, über seine Metallbaufirma gute Kontakte zu Abrissfirmen und Entsorgern geknüpft. Wenn irgendwo ein Schriftzug abgebaut wird, sei es bei einer Bankfiliale oder bei einem Warenhaus, erfährt es Leidinger sofort.

Lange Zeit hat er die Buchstaben im Lager seiner Firma gehortet. „Aber inzwischen wird es selbst da zu voll“, begründet der Sammler, warum er sich von manch liebgewonnenen A oder E oder Z verabschieden möchte. Zwischen 10 und 150 Euro muss berappen, wer sich für einen der Lettern interessiert. Preise, die für die Prenzlberger Familien, die das Gros der Besucher auf dem gemütlichen Markt mit dem hohen Stöberfaktor ausmachen, kein größeres Problem darstellen.

Ein Grund, warum auch Rabea Pusch hier gern die Kindersachen anbietet, aus denen ihre Kinder herausgewachsen sind. Hier müsse sie die meist noch absolut gut erhaltenen Latzhosen oder T-Shirts nicht zu Schleuderpreisen verramschen. Ihren Schnitt macht die 34-jährige Kostümbildnerin, die schon ein paar Mal ihren Stand auf dem Arkonaplatz aufgeschlagen hat, meist schon am Vormittag. „Nachmittags kommen eher die Touristen, die nach Kunstdrucken Ausschau halten.“ Mancher Flohmarkt-Hopper schwappe dann vom Mauerpark herüber. So halte sie es selbst auch oft, wenn sie als Besucherin über die Märkte bummle.

Angebot : 3 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor : 4 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote : 4 von 5 Sternen
Wir finden : Gemütlicher als der Mauerpark-Flohmarkt mit schönen Überraschungen

Arkonaplatz, Berlin-Mitte, jeden Sonntag von 10 bis 16 Uhr, erreichbar über S- und U-Bahnhof Eberswalder Straße, Tram M 10; Parkplätze in der Umgebung an Sonnentagen vorhanden – wenn die Anwohner mit ihren Autos Ausflüge ins Umland unternehmen)

www.troedelmarkt-arkonaplatz.de

6) Flohmarkt am Mauerpark

Flohmarkt Mauerpark
Der Mauerpark-Flohmarkt: Viele Touristen und Profi-Händler. So mancher könnte hier Stunden verbringen. Bild: Katrin Starke

Für Ganztagströdler

Bummelt sie als Besucherin über den Flohmarkt im Mauerpark, nimmt Rabea Pusch gern auch ihre Kinder mit. Die Gefahr, dass sich die beiden Drei- und Fünfjährigen langweilen könnten, besteht nicht: Mehrere Hüpfburgen garantieren hochfliegende Unterhaltung für den Nachwuchs.

Währenddessen kann sich die junge Mutter die aus alten Ölfässern gestalteten Möbelstücke aus dem Prenzlberger Upcycling-Store anschauen, der Projekte in Bangladesch unterstützt. Oder die Wärmekissen am Stand von Dori Tarabay, die bei Bauchschmerzen oder Verspannungen lindernd wirken. „Oder kühlend bei Kopfschmerzen, Prellungen oder Insektenstichen“, erläutert Dori.

Eigens wegen ihrer „Schmusigeräte“ kommen Besucher zum Mauerpark. Die meisten übrigens erst am Nachmittag. Vormittags bevölkern eher diejenigen die Szenerie, die nach klassischen Gebrauchtwaren Ausschau halten. Später dann schieben sich die jungen Familien auf der Suche nach veganer Seife durchs Gedränge. Und die Touris, denen ein T-Shirt mit Baukränen suggeriert, dass Berlin noch immer im Werden ist. Ihren Durst können sie mit einem Cocktail im „Mauersegler“ oder Bier im „Schönwetter“ stillen.

Angebot : 3 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor : 3 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote : 4 von 5 Sternen
Wir finden : Ideal auch für einen Spaziergang mit Freunden und Verwandten. Hier findet (fast) jeder was.

Bernauer Straße 63-64, Berlin-Prenzlauer Berg, jeden Sonntag von 8 bis 18 Uhr, (S- und U-Bahnhof Eberswalder Straße, Tram M 10; Parkplätze knapp)
www.mauerparkmarkt.de

7) Antikmarkt am Ostbahnhof

Antikmarkt Ostbahnhof
Antikmarkt Ostbahnhof: Wer alte Möbel, Accessoires und altes Geschirr mag, ist hier genau richtig. Bild: Katrin Starke

Auch durch die moderne Technik, wie Online-Verkaufs­platt­formen, ist der Floh­markt nicht aus­ge­storben: Hier kann man die Waren direkt begut­achten, in die Hand nehmen und mit Geschick runter­handeln. Gut jeder zehnte Deutsche soll regel­mäßiger Floh­markt-Gänger sein. Quelle: Gebraucht.de

Für Fans von altem Silber

Er ist nicht so groß wie der Flohmarkt am 17. Juni – und dennoch (oder gerade deswegen) lässt sich hier so manches Schnäppchen ergattern. Für die Zitronenpresse will Händler Bernd Wurzinger schließlich nur noch sechs Euro haben, die Mokkatasse mit Untertellerchen gibt er für fünf Euro ab, während sein Kollege Gerd Ingwersen (72) sich mit einer Kundin einigt, dass der Designergürtel aus Brasilien für 25 Euro den Besitzer wechselt.

Die Preise auf dem Antikmarkt sind fair, feilschen ist in Maßen möglich. „Für uns muss es sich ja auch noch lohnen, hier zu stehen“, sagt Wurzinger. Das tut es offensichtlich, denn er und sein Kompagnon stellen seit 15 Jahren Silberbestecke und Kaffeekannen ebenso wie bunte Römer-Gläser mit Schliff am Ostbahnhof aus – obwohl sie in der Nähe von Hamburg ein Geschäft betreiben und dort auch warm und trocken ihren Nippes verkaufen können.

Was die beiden am Antikmarkt schätzen? Der Händlerstamm sei konstant, man verstehe sich gut untereinander. „Die Kunden sind angenehm.“ Frühaufsteher sind die allerdings nicht. Den größten Ansturm verbuchen die Händler meist zwischen 11 und 12 Uhr. „Anders als am Boxhagener Platz, wo ja eher Trödel gehandelt wird, gibt’s hier auch nachmittags immer noch schöne Stücke“, sagt Besucherin Pauline Kretzschmar (38).

Angebot : 3 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor : 2 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote : 4 von 5 Sternen
Wir finden : Hier ergattern selbst Spätaufsteher noch Schnäppchen.

Erich-Steinfurth-Straße 1, Berlin-Friedrichshain, jeden Sonntag von 9 bis 17 Uhr
http://oldthing.de/Berliner-Flohmarkt/Antikes-und-Sammeln/Grosser-Antikmarkt-Ostbahnhof

Und so gelingt das Schnäpp­chen-Jagen: Richtig Feilschen und einen Preis aushandeln (Quelle: wikihow).

8) Berliner Trödelmarkt in der Straße des 17. Juni

Flohmarkt Am 17 Juni
Trödelmarkt 17. Juni: Riesiges Angebot, vom Messing-Türgriff, über das Silber-Besteck bis zur Glasvitrine. Bild: Katrin Starke

Für Antik-Sucher

42 Jahre ist es her, seit Michael J. Wewerka die Genehmigung für seinen Flohmarkt in Händen hielt. Damit ist der Trödelmarkt in der Straße des 17. Juni – vorm Ernst-Reuter-Haus – der traditionsreichste Berliner Markt, denn etwas Vergleichbares gab es damals in der geteilten Stadt noch gar nicht. Längst zählt der „Flohmarkt-König“ zur Berliner Prominenz und so wundert es nicht, dass der eine oder andere Promi-Kollege auch schon mal auf dem Markt vorbeischaut, obwohl der Sammler, Galerist, Mäzen und Buchautor Wewerka jetzt, da er 78 Jahre alt ist, inzwischen nicht mehr ganz so oft im Gespräch mit einem seiner mehr als 200 Händler anzutreffen ist.

Das Angebot ist riesig und reicht von Messing-Türgriffen über Kleidung, Schuhe, Hüte bis zu teuren Teppichen, kostbaren Kronleuchtern, Gemälden bis hin zu edlen Vitrinen mit schmucken Intarsien. Weil der Markt in kaum einem Berliner Stadtführer fehlt, strömen nicht selten ganze Busladungen von Touristen an die Stände – eher zum Bummeln und Schauen. Wie sollten sie auch einen Schrank transportiert bekommen. Den kaufen eher Einheimische, die sich gezielt besondere Stücke aussuchen – die dann aber auch ihren Preis haben. Der Schnäppchenfaktor ist am 17. Juni eher gering.

Angebot : 5 von 5 Sternen
Wohlfühlfaktor : 3 von 5 Sternen
Schnäppchen- und Fundquote : 3 von 5 Sternen
Wir finden : Wer alte Schätze für die Wohnung sucht, kommt an diesem Markt nicht vorbei!

Straße des 17. Juni, Berlin-Tiergarten, jeden Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr

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