Titel Wintertag
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Winter in Berlin

Fünf Ideen für den perfekten Wintertag

Von wegen grau und matschig: Auch in der kalten Jahreszeit steckt Berlin voller Schönheit, Inspiration und Überraschung. Wir haben fünf Ideen für Sie.

1) Schlittern im Eisstadion Neukölln

Schlittschuhe
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In der Südostecke des Tempelhofer Feldes liegt das Eisstadion Neukölln im weitläufigen Werner-Seelenbinder-Sportpark. Die Anlage aus den 50er-Jahren wurde zwar aufwendig saniert, hat aber nichts von ihrem heimeligen Retro-Charme verloren. Auf der rund 2.500 Quadratmeter großen Publikumsbahn tummelt sich die ganze Vielfalt Berlins bei ausgelassenen Runden unter freiem Himmel. Vormittags wird die etwas kleinere Wettkampfbahn oft für Senioren über 60 Jahre geöffnet. Natürlich ist auch ein Schlittschuhverleih angeschlossen.

Werner-Seelenbinder-Sportpark, Oderstraße 182, Neukölln, Tel.: 62 80 44 03
Tägl. 9–13 Uhr, 15–18 Uhr, 19–21:30 Uhr, Saison bis 11.3.

2) Abtauchen im Stadtbad Oderberger

Oderberger Bad
Bild: Martin Nicholas Kunz

Über 30 Jahre blieb das Becken des historischen Stadtbads trocken. Doch dann fand sich 2012 mit der GLS-Sprachschule ein leidenschaftlicher Investor, der die 1902 eröffnete Volksbadeanstalt atemberaubend schön sanierte.

Trotz Hotelbetrieb ist die alte Schwimmhalle regelmäßig für alle Berliner zugänglich. Auch das feine Restaurant Oderberger im ehemaligen Heizkraftwerk des Bades und die gemütliche Kaminbar sind ideale Rückzugsorte für unwirtliche Winterabende.

Hotel Oderberger, Oderberger Str. 57, Prenzlauer Berg, Tel.: 81 82 80 76 76, www.hotel-oderberger.berlin
Das Bad ist an rund fünf Tagen in der Woche geöffnet, Infos im Internet und am Telefon. Eintritt: 6/4 Euro (Bad), 19/15 Euro (Bad und Sauna).

3) Chillen in der My June Bar

My June Bar
Bild: Promo

Eine stilvolle Kaminbar erinnert natürlich eher an ein Wohnzimmer als an einen Gastronomiebetrieb. Das hat sich auch der neue Betreiber der etablierten Cocktail-Location im Kollwitzkiez zu Herzen genommen. Im Schein des flackernden Feuers wird deshalb größter Wert auf Gemütlichkeit gelegt. Dazu gehört natürlich auch die entspannte Beratung bei der Auswahl der unzähligen Kreationen an der Bar.

Sredzkistraße 65, Prenzlauer Berg, Tel.: 030/22 46 80 55
www.my-june-bar.de
Mi.–So. ab 19 Uhr

4) Träumen im Pianosalon Christophori

Pianosalon
Bild: Beate Wätzel

Kaum einer, der zum ersten Mal die unscheinbare Motorenhalle der ehemaligen BVG-Zentralwerkstatt im Wedding betritt, erwartet einen derart magischen Ort. Der Berliner Arzt und Klassikfan Christoph Schreiber hat hier seine Werkstatt für alte Klaviere, sein Lager für nostalgische Liebhaberstücke und einen mehr oder weniger improvisierten Konzertsaal mit genau 199 Stühlen eingerichtet.

Die hochklassigen Kammerkonzerte in sehr persönlicher und liebevoller Salonatmosphäre sind gerade auch beim jungen Publikum sehr begehrt. Reserviert wird über die Website, meist wird statt eines Eintrittspreises am Ende des Abends um Spenden gebeten.

Uferstr. 8 (Uferhallen), Wedding
www.konzertfluegel.com

5) Durchatmen auf dem jüdischen Friedhof Weißensee

Juedischer Friedhof
Bild: Gert Baumbach

Die 42 Hektar große Anlage von 1880 ist einer der größten und schönsten jüdischen Friedhöfe Europas. Auf ihm spiegelt sich in eindrucksvoller Weise die Blüte der Jüdischen Gemeinde im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie ihr durch die Naziherrschaft gewaltsam vollzogener Niedergang. Insbesondere bei Schnee sorgen der alte Baumbestand, die unzähligen historischen Grabsteine und das eindrucksvolle Gebäude-Ensemble im Stil italienischer Neorenaissance für eine verwunschene Kulisse.

Herbert-Baum-Straße 45, Weißensee
jewish-cemetery-weissensee.org
Mo.–Do. 7:30–16 Uhr, Fr. 7:30–14:30 Uhr, So. 8–16 Uhr, Sabbat (Samstag) geschlossen

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