Titel Craft-bier
Bild: Pfefferbräu (Promo)
Gastro-Tipps

Wir trafen uns in einem Craft-Beer-Garten

Mit Handwerk und Hopfen die Frühlingssonne genießen: Die fünf schönsten Orte für Craft-Beer-Genuss und das Entdecken junger Brauereien in Berlin.

1) Kreuzberg: Brlo-Brwhouse

Brlo-brwhouse
Bild: Promo

Die Brauerei mit dem unaussprechlichen Namen „BRLO” – man sagt „Berlo” – nennt sich nach dem slawischen Ursprung der Hauptstadt. Seit Jahresanfang heißt es „My place to beer” am Gleisdreieck, wo Brauerei und Restaurant unter einem ungewöhnlichen Dach vereint sind: Für die Gastronomie-Burg aus 38 Schiffscontainern zeichnet das Berliner Architektenteam GRAFT verantwortlich, bekannt für experimentierfreudige Entwürfe und Freundschaft mit Hollywoodstar Brad Pitt. Neben den „Stammbieren” Helles, Pale Ale, Porter, German IPA und Berliner Weiße fließen aus den 20 Zapfhähnen auch Saisonkreationen sowie wechselnde internationale und lokale Biersorten. 350 Plätze bietet der schicke Biergarten inmitten eines kleinen Hopfengartens. Der Berliner Koch Ben Pommer sorgt mit dem gemüsebasierten Menü zum selbst zusammenstellen für innovative Ideen auf dem Teller.

Am U-Bahnhof Gleisdreieck, Kreuzberg, www.brlo-brwhouse.de

2) Wedding: Eschenbräu

Eschenbraeu
Bild: Promo

Auf den neumodischen Namen Craft Beer will Martin Eschenbrenner verzichten. Als er 2001 mit dem Brauen geschmacksintensiver Biere begann, war hierzulande von dem aus Amerika stammenden Begriff noch nicht die Rede. „Craft Beer ist keine Biersorte, sondern eine andere, genussorientierte Herangehensweise an das Bierbrauen. Und das zählt. Wie man es ausdrückt, ist zweitrangig”, heißt es auch beim Verein der privaten Brauereien. Es geht um Geschmacksvielfalt und genau die bietet die freundliche Privatbrauerei „Eschenbräu” im Wedding.
Mit Liebe und Leidenschaft werden unfiltrierte Biere wie Alt Berliner Dunkel, Roter Wedding, Black Mamba, Kohlenpeter oder Weddinator aus acht Malzsorten, zwölf Hopfensorten und vier Hefestämmen zusammengebraut. Urig und gemütlich ist der Biergarten für bis zu 200 Gäste unter einer riesigen Eiche. Zu essen gibt’s beispielsweise Laugenbrezeln oder Flammkuchen. Es dürfen aber auch Picknickkörbe mitgebracht werden.

Triftstraße 67, Wedding, Tel.: 0162/493 19 15, www.eschenbraeu.de

3) Mitte: Brauhaus am Alex

Brauhaus Am Alex
Bild: Promo

Premiere feiert in diesem Frühjahr auch der riesige Biergarten (500 Plätze) des „Brauhaus am Alex”, das Oli Lemke, einer der Veteranen der Berliner Craft-Beer-Szene 2004 übernommen hat. Wobei es sich, laut Lemke, passend zum stylischen Ambiente des Hauses mehr um eine moderne Erlebniswelt auf zwei Etagen handelt als um einen Biergarten im bayrischen Stil. Diesen betreibt Lemke ja auch bereits in der „Tiergartenquelle” mit klassischem Holzmobiliar und SB-Hütte.
Angefangen hatte die Geschichte von Berlins erster Craft-Beer-Brauerei 1999 in den S-Bahn-Bögen am Hackeschen Markt. Hier wird auch heute noch gebraut und draußen gibt es 200 Plätze, wo man acht Sorten vom malzig-nussigen Bohemian Pilsener bis zum fruchtigen 030 Pale Ale zischen kann.

Karl-Liebknecht-Str. 13, Mitte, Tel.: (030) 730 87 89 89, www.lemke.berlin

4) Mariendorf: Stone Brewing

Stonebrew
Bild: Stefan Haehnel

Von Burger bis Bratwurst bietet das „Stone Brewing World Bistro & Gardens” einen Querschnitt durch die Küchen dieser Welt. Rund 65, zum Teil hochprozentige Biere (keine Flaschen, nur Dosen oder vom Fass) stehen auf der Karte, die die Geschmacksknospen eingeschworener Pilstrinker extrem herausfordern. Die bekanntesten Stone Brews sind IPA und das starke Arrogant Bastard Ale. Das Gelände eines ehemaligen Gaswerks liegt abseits der Szene-Trampelpfade im tiefsten Mariendorf. Die Company von Greg Koch aus San Diego (zehntgrößte Craft-Brauerei der USA) hat das 115 Jahre alte Backsteingebäude spektakulär für mehrere Millionen umgebaut. Platz zum Sonnen und Chillen finden bis zu 300 Gäste in der 5.000 Quadratmeter großen Gartenanlage mit noch zarten Bäumen, Blumenbeeten, Grasflächen, kleinen Pflastersteinwegen, Findlingen und schicken Sitzmöglichkeiten.

Im Marienpark 23, Mariendorf, Tel.: (030) 21 23 43-100, www.stonebrewing.eu

5) Prenzlauer Berg: Pfefferbräu

Pfefferbraeu Biergarten
Bild: Pfefferbräu (Promo)

Service oder Selbstbedienung? Der Biergarten mit 200 Plätzen bietet beides. In der historischen Kulisse des Pfefferbergs sitzt man wie auf einem Gutshof und vom Straßenlärm entfernt. Der Klassiker, das original Pfefferbräu, wird von Braumeister Thorsten Schoppe nur aus Hopfen, Malz und Wasser ohne Wärmebehandlung und Filtration hergestellt. Das Helle hat fruchtige Aromen, das Dunkle schmeckt leicht süßlich. Auf der Speisekarte findet sich Bodenständiges wie hausgemachtes Treberbrot mit Gänseschmalz und Angesagtes wie Süßkartoffelfritten – alles zu moderaten Preisen. In der alten Restaurations- und Schankhalle Pfefferberg von 1893 wurde ab 1921 nicht mehr gebraut. Das Gebäude war eine Ruine, die die heutigen Betreiber 2011 denkmalgerecht zu einem Schmuckstück machten.

Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg, Tel.: (030) 47 37 73 62 40, www.pfefferbraeu.de

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