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Biergärten
Bild: iStock
Sommer-Tipps

Biergärten in Berlin

Nicht nur, dass vielerorts Bürgersteige zu Freiluftkneipen umfunktioniert werden und manche Straßen komplett zu Biergartenmeilen mutieren: Auch an klassischen Biergärten mangelt es der Hauptstadt nicht. Lust auf ein Open-Air-Bier? Berliner Akzente.de hat sich umgesehen – unsere Auswahl.

1. Brauhaus Südstern: Direkt an der Quelle

Brauhaus Suedstern Biergarten
Brauhaus Südstern Bild: promo

Die stark befahrene Straße direkt vorm Brauhaus muss den Biergartenfreund nicht jucken, kann er doch ungestört in diesem Berliner Biergarten hinterm Haus mit rund 140 Plätzen und Aussicht aufs Grüne seine Freizeit genießen. “Heller Stern”, “Dunkler Stern” und “Sternweiße” sorgen gerade bei hohen Temperaturen für die nötige Kühlung der Kehle. Dass dem Wirt der Gerstensaft einmal ausgeht, muss der Kunde nicht fürchten, sichern doch drei im Gastraum aufgestellte Braukessel den Nachschub. Mit Leberkäse, Nürnberger Rostbratwurst, Schnitzel und Flammkuchen setzt die Gastronomie auf die typischen Biergartenklassiker. Auch Wissensdurstige kommen hier auf ihre Kosten: Regelmäßig bietet das Brauhaus Kurse an, bei denen das kleine Einmaleins der Braukunst vermittelt wird. Außerdem ist jeden Sonntag Familientag, zu dem Braten und vegetarische Gerichte besonders günstig angeboten werden.

Adresse: Hasenheide 69
Öffnungszeiten: montags bis samstags ab 14 Uhr, sonn- und feiertags ab 12 Uhr, www.brauhaus-suedstern.de

2. Clou Corner Biergarten: In der Einflugschneise

Parkdecks, auf denen Autos parken, sind fast schon ein Auslaufmodell. Berlins erster Biergarten in luftiger Höhe ist schon über zehn Jahre alt. Der besondere Reiz von “Clou Corner’s Biergarten”: Während die kühle Molle dafür sorgt, dass das Bierbäuchlein vielleicht auf lange Sicht noch ein wenig runder wird, sorgt ein viel dickerer Bauch jede Minute von neuem für Aufmerksamkeit – der eines Flugzeuges im Landeanflug auf den Flughafen Tegel. Denn in Clou Corner’s Biergarten auf dem Dach des Einkaufszentrums “Der Clou” am Kurt-Schumacher-Platz sind die Jets fast zum Greifen nah. Für Freunde der Fliegerei war das Parkdeck deswegen schon immer so etwas wie ein mystischer Ort, kann man von hier aus doch fast dem Piloten in die Augen schauen. Aber jetzt macht es ohne Zweifel noch viel mehr Spaß, dem Flugzeuglenker ein “Flieger, grüß mir die Sonne” zuzurufen – mit einem Bierchen oder Cocktail in der Hand.

Adresse: Kurt-Schumacher-Platz 1
Öffnungszeiten: montags bis freitags von ca. 11 Uhr bis 21 Uhr, samstags von ca. 11 Uhr bis 22 Uhr (jeden Samstag: Sommerparty von 18 Uhr bis 22 Uhr)
www.facebook.de/cloucorner

3. Tomasa: Wie im Süden

Die Ziegen wackeln auf Stupsnasenweite – nur von Gittern getrennt – an den Gästen im Innenhof vorbei. Auf den Tisch reihen sich Datteln mit Speck, Schafskäse, Oliven oder Kartoffeln mit Salzkruste. Vom Nebentisch wehen italienische Wortfetzen herüber, Kinder spielen ohne Kontrollrufe besorgter Eltern Verstecken zwischen den Terrassensäulen. Der Wasserfall des Viktoriaparks plätschert in Wurfweite – von wegen man muss in den Flieger steigen, um in den Süden zu gelangen.

Seit Frühling 2008 hat die dritte Tomasa-Filiale Berlins ihre Türen in der 1892/93 erbauten mittlerweile top-sanierten Villa Kreuzberg geöffnet. Ein Geheimtipp ist das Kreuberger Tomasa längst nicht mehr – wer einen freien Platz ergattern möchte, muss Glück haben. Denn nicht nur Freunde, die Lust auf Bier und einen Plausch haben, treffen sich hier, sondern gleich ganze Hochzeitsgesellschaften, darf im Tomasa doch nach einem Deal mit dem Standesamt auch geheiratet werden. Und weil Liebe durch den Magen geht, kann gleich noch ein Kochkurs im Lokal gebucht werden.

Adresse: Kreuzbergstraße 62
Öffnungszeiten: sonntags bis mittwochs von 9 bis 0 Uhr, donnerstags bis sonnabends von 9 bis 1 Uhr
www.tomasa.de

4. Der Freischwimmer: Am Wasser gebaut

Freischwimmer Biergarten
Freischwimmer Bild: promo

Das Wasserrestaurant Freischwimmer am Landwehrkanal ist in einem Anfang der 1930-er Jahre erbauten Bootsverleih mit Bootsreparatur-Werkstatt zuhause. Zu Mauerzeiten befanden sich Schrebergärten auf dem Areal des heutigen Biergartens und Restaurants, seit 1998 hat der Freischwimmer seine Pforten am Ufer des Flutgrabens direkt im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Treptow und Kreuzberg geöffnet. Neben rund 80 Plätzen im Restaurant bietet der mit seinen verschiedenen An- und Aufbauten nahezu 100 Meter lange Freischwimmer etwa 300 Outdoor-Sitzplätze. Es lohnt sich, an den mit Fackeln beleuchteten Tischen vorbei bis zum äußersten Ende des Areals zu laufen: Dort dümpelt ein hölzerner Ponton im Wasser. Sich in Liegestühlen herumlümmelnd, genießen die Gäste Bier und Cocktails auf schwankenden Planken. Wer sich aus diesen allerdings ohne allzu heftiges Schwanken wieder erheben möchte, sollte auf einen Mai Tai verzichten. Dieses eh schon hochprozentige Gemisch gerät den Freischwimmer-Mixern – wie auch so manch anderer Cocktail – oftmals besonders kräftig. Warme wie kalte Speisen – Suppe, Flammkuchen, Schweinekarree bis hin zu Kleinigkeiten wie Krabbensalat oder Kuchen – finden sich auf der Speisekarte. Spätaufsteher können sonntags bis 15 Uhr brunchen.

Adresse: Vor dem Schlesischen Tor 2a
Öffnungszeiten: montags bis freitags ab 12 Uhr, samstags und sonntags ab 10 Uhr Zugang direkt neben der ältesten Berliner Tankstelle
www.freischwimmer-berlin.com

5. Der Mauersegler: Biergarten urban

Mauersegler Biergarten
Mauersegler Bild: Mauersegler

Direkt am ehemaligen Grenzstreifen, dort, wo die Eberswalder zur Bernauer Straße wird, liegt nicht nur der Mauerpark. Da hat auch der Berliner Biergarten Mauersegler sein Quartier. “Park Kultur” hat er sich auf die Flügel geschrieben. Doch die meisten Besucher denken vorrangig an Flüssiges und dann erst an Kultur, wenn sie dem Mauersegler einen Besuch abstatten. Denn so ein Tag im Mauerpark mit Frisbeescheibe und Volleyball macht ganz schön durstig. Neben frisch Gezapftem verfügt der Self-Service-Biergarten über ein üppiges Angebot an Flaschenbieren, zudem gibt’s Alkoholfreies von bunt bis gesund und eine gut sortierte Cocktailbar. Es muss auch niemand Hunger leiden, der sich zuvor bei Sport und Spiel im Park verausgabt hat: Neben BBQ vom Holzkohlegrill und Frittiertem gibt es Salate und wechselnde Tagesuppen. Zuckermäuler können auf Muffins und Gebäck zurückgreifen. Immer wieder sonntags lässt es sich beim Mauersegler vom “Einkaufsstress” auf dem direkt benachbarten Trödelmarkt entspannen – mit Livemusik am Nachmittag oder beim Chatten im Internet, denn auch dieser Biergarten bietet inzwischen W-LAN.

Adresse: Bernauer Straße 63
Öffnungszeiten: von 14 bis 2 Uhr (Mai bis Oktober)
www.mauersegler-berlin.de

6. CapRivi: Direkt an der Spree

Caprivi Biergarten
CapRivi Bild: promo

Das CapRivi macht gleich in seinem Untertitel auf seine Besonderheit aufmerksam – das “Spreecafé” ist schließlich Charlottenburgs einziger Biergarten direkt an der Spree. Wer hier ein kühles Blondes genießt, kann nicht nur den Passagieren auf den Fahrgastschiffen zuwinken, sondern bei Lust und Laune selbst ganz spontan zum Kurztrip über die Spree aufbrechen: Das CapRivi befindet sich nämlich direkt an der Anlegestelle Caprivibrücke. Dass die meisten Gäste die Schiffe aber einfach weiterzuckeln lassen und lieber noch eine Molle bestellen, liegt an der lockeren und entspannten Atmosphäre, die im CapRivi durch das Angebot von frischem Eis aus dem Hause “Eis Michel” abgerundet wird. So stellt man sich klassischer Weise einen Biergarten vor.

Adresse: Am Spreebord / Ecke Sömmeringstraße
Öffnungszeiten: montags bis freitags ab 12 Uhr, samstags, sonntags und feiertags ab 10 Uhr
www.caprivi-berlin.com

7. Der Pfefferberg: Brauen in der Stadt

Näher an die Wurzeln des Biergenusses kann der Kenner dem Schaumkronentrunk nicht kommen als im Pfefferberg, befindet sich der Biergarten doch auf echtem Brauereiboden. Um 1841 gründete hier im Prenzlauer Berg der Namensgeber Joseph Pfeffer seine Produktionsstätte, in der er Wasser, Malz und Hopfen gären ließ, bis 1921 die Quelle eingestellt wurde. Seitdem diente der Pfefferberg so manchen Zwischennutzungen.

Lange Zeit mussten Gäste dabei zusehen, wie der Putz von den Wänden blättert – nun, nach jahrelanger, gründlicher Sanierung, wurde der Biergarten auf dem Pfefferberg pünktlich zu seinem 170. Jubliäum in neuem Glanz wiedereröffnet. Dabei kehrte dank der hauseigene Bergbrauerei “Pfefferbräu” auch die jahrhundertealte Handwerkskunst des Brauens wieder zurück auf den Pfefferberg. Und wer hier mal ein wenig länger verweilen möchte, der kann sich im modern-eingerichteten Hostel “Pfefferbett” niederlassen. Dabei ist es nicht zuletzt der an manchen Stellen noch immer aufblitzende morbide Charme, der Szenegänger, die längst nach Friedrichshain weiter gezogen sind, hier zu Konzerten und Festivals auftauchen lässt. Wer im Sommergarten sein Bierchen trinkt, hat die Wahl zwischen etwas geschützterer Lage – ohne Aussicht – oder einem Platz direkt oberhalb der Schönhauser Allee – mit Aussicht auf die rege befahrene Straße, dafür aber entsprechend laut.

Adresse: Schönhauser Allee 176
Öffnungszeiten: dienstags bis donnerstags 16 bis 24 Uhr, freitags und samstags 16 bis 1 Uhr, sonntags 16 bis 23 Uhr
www.restaurant-pfefferberg.de

8. Prater: Biergarten mit Tradition

Prater Biergarten
Prater Bild: promo

Nicht nur die dicken Kastanien sind es, der Prater ist es auch: alt und groß. Schon 1837 soll es an der Kastanienallee 7 einen Bierausschank gegeben haben. Doch so ganz sicher ist man sich da nicht. Ganz sicher überliefert ist aber, dass 1852 die Familie Kalbo das Etablissement erwarb und es zur Vergnügungsgaststätte ausbaute. Nach einer wechselvollen Geschichte ist der Prater heute wieder, was er ganz am Anfang einmal war: ein Biergarten – und der älteste Berlins dazu. Rund 600 Besucher finden auf den Biergarnituren unter den Schatten spendenden Bäumen Platz. Kiezbewohner zieht es ebenso hier hin wie Touristen. Das Speiseangebot ist einfach, aber hinreichend. Denn die klassische Bratwurst, deftige Kartoffelsuppe, eine Portion Nudelsalat oder eine Gewürzgurke schmecken doch immer wieder. Dazu munden das Prater Pils oder das Prater Schwarzbier vom Fass ebenso wie ein bayerisches Weißbier.

Adresse: Kastanienallee 7-9
Öffnungszeiten: täglich ab 12 Uhr (von April bis September)
www.pratergarten.de

9. Golgatha: Biergarten für Nachtschwärmer

Das Golgatha ist eine Biergarten-Institution. Jeder Student, der aus dem Rest der Republik nach Berlin zieht, erfährt über kurz oder lang von der Existenz dieses fast schon legendären Biergartens. Und gerade weil das Golgatha so bekannt ist, traut sich der Berlin-Neuling natürlich nicht zu fragen, wo es sich denn genau befindet – und läuft lieber eine Runde durch den Viktoriapark, bis er schließlich, immer der Musik folgend, sein Ziel erreicht. Die offizielle Adresse, Dudenstraße 48, ist eher verwirrend als hilfreich. Dabei ist’s eigentlich ganz einfach, diesen gemütlichen Biergarten mit Liegestühlen, Hollywood-Schaukeln, Strandkörben und Biergarnituren zu finden: Von der Katzbachstraße in Höhe Monumentenstraße ab in den Park, dann erster Abzweig rechts. Wer auch im Biergarten das Arbeiten nicht lassen kann: Das Golgatha verfügt über W-LAN, kostenlos nutzbar – damit die Hausarbeit noch rechtzeitig zur Durchsicht beim Kommilitonen ankommt. Doch nicht nur Studenten bevölkern die rund 500 Plätze des Golgatha, sondern alle, die es sich leisten können, am “Morgen danach” auszuschlafen. Denn das Golgatha schließt gerne erst dann, wenn die Vögel schon längst wieder begonnen haben zu zwitschern. Bei frischem Bier vom Fass oder einer Pina Colada kann man regelmäßig vom DJ aufgelegter Musik lauschen – und seinen Hunger klassisch bei Grillwürstchen und Kartoffelsalat stillen.

Adresse: Im Viktoriapark
Öffnungszeiten: täglich ab 9 Uhr bis open end (April bis September, von Oktober bis März wetterabhängige Öffnungszeiten)
www.golgatha-berlin.de

10. Luise: Der Biergarten für Studierende

Luise Biergarten
Luise Bild: promo

Studenten der Freien Universität lernen ihre Hörsäle und Seminarräumen vermutlich zeitgleich mit der Luise kennen. Im Sommer findet so manches Seminar in dem rustikalen Bierlokal seine Fortsetzung, wird der in der Vorlesung gehörte Wissensstoff in der Diskussion mit den Kommilitonen verarbeitet. Auch die ein oder andere wissenschaftliche Arbeit hat ihre Wurzeln in der Luise oder ist gar vollständig dort in den Laptop getippt worden. Die Küche ist einfach, trifft aber den Geschmack (und auch den Geldbeutel) der studentischen Klientel. Aber auch Familien und Geschäftsleute schätzen beim Biss in Pizza, Baguette oder vegetarisches Gericht das gemütliche Plätzchen. Wer sich zum üppigen, sonntäglichen Brunch von 10 bis 14 Uhr für 16,90 Euro in die Luise aufmacht, sollte sich wegen der großen Nachfrage auf jeden Fall zuvor telefonisch einen Platz sichern.

Adresse: Königin-Luise-Straße 40-42
Öffnungszeiten: montags bis samstags ab 9 Uhr, sonntags ab 10 Uhr
www.luise-dahlem.de

11. Zollpackhof: Packende Aussicht

Ein bisschen teurer ist es schon, einen exklusiven Blick auf das Zentrum der Macht werfen zu dürfen. Sei’s drum: Allein schon das Kanzleramt selbst – von einigen Berlinern respektlos als Kanzler-Waschmaschine bezeichnet – ist für Touristen ein nicht alltäglicher Anblick. Mit etwas Glück kann man vom Biergarten des Zollpackhofes aus Kanzlerin Angela Merkel fast in die Augen schauen, wenn sie in ihrer Limousine über die Brücke vom Amt zum Hubschrauberlandeplatz auf der anderen Seite der Spree chauffiert wird, um von dort aus zu politischen Geschäften abzuheben. Selbst wenn sich zum Winken kein Anlass bietet: Der Zollpackhof ist der ideale Ausgangspunkt zu einer Sightseeing-Tour, und auch das historisch bewegte Gelände selbst ist quasi schon eine Station der Rundreise. Schließlich war es kein Geringerer als Kurfürst Friedrich Wilhelm, der 1685 den Grundstein für den Zollpackhof legte. Nicht ganz so alt ist die Rosskastanie inmitten des Biergartens. Doch mit ihren rund 135 Lenzen ist sie mächtig genug, um ca. 100 Gästen Schatten zu spenden.

Adresse: Elisabeth-Abegg-Straße 1
Öffnungszeiten: täglich ab 11 Uhr
www.zollpackhof.de

12. Loretta am Wannsee: Für Wasserfreunde

Loretta am Wannsee Biergarten
Loretta am Wannsee Bild: promo

Ebenso wie die Luise ist auch Loretta ein Klassiker im Berliner Südwesten – und mit 1200 Sitzplätzen einer der größten Berliner Biergärten dazu. Hier kann man einen herrlichen Blick über den Wannsee genießen, kann Seglern oder Ruderern bei ihrem Wassersport zuschauen und sich dazu von der Sonne bräunen lassen. Und wer selbst das Ruder in die Hand nimmt und sich dabei auf dem Wasser einen Bärenhunger holt, bekommt diesen bei Loretta mit deftigen und sommerlichen Speisen gestillt. Bei diesen handelt es sich neben Rostbratwürsten und Salaten vor allem um bayerische Spezialitäten – zu denen natürlich nur ein kühles Blondes so richtig gut schmeckt. Das alles zu einem Preis, der es auch Gästen mit nicht so prallgefülltem Geldbeutel erlaubt, nach dem Essen noch ein zweites Bierchen zu bestellen. Die Gefahr, dass dann der Nachwuchs quengelt, ist gering: Schließlich verfügt Loretta über einen eigenen Spielplatz. Und Tischtennis spielen kann man auch.

Loretta am Wannsee, Kronprinzessinnenweg 260, geöffnet täglich ab 11 Uhr bis open end; www.loretta-berlin.de

Café am Neuen See: Bunt gemischt

Cafe Am Neuen See Biergarten
Cafe am neuen See Bild: promo

Inmitten der pulsierenden Hauptstadt ist das Café am See der Ort schlechthin für ein erholsames Päuschen. Hier treffen sich gut situierte Schlipsträger, die ihre Dienstbesprechung kurzerhand an den angehmsten Ort in der Nähe ihres Büros oder ihrer Kanzlei verlegt haben, ebenso wie vom Besichtigungsprogramm erschöpfte Touristen oder Romantiker, die von hier aus zu einer kleinen Bootstour mit der oder dem Liebsten aufbrechen wollen. Wenn auch mehr als 1000 Plätze zur Verfügung stehen: Bei gutem Wetter ist es nicht leicht, einen davon mit Blick auf See und Kastanien zu ergattern – kein Wunder, wo sonst kann man direkt am See sein Feierabendbierchen vom Fass, Leberkäse und Brez’n genießen und dabei noch so viel mitkriegen vom hauptstädtischen Treiben.

Café am Neuen See, Lichtensteinallee 2, geöffnet montags bis freitags ab 11 Uhr, samstags und sonntags ab 10 Uhr; www.cafeamneuensee.de

Schleusenkrug: Ein guter Treffpunkt

Schleusenkrug Biergarten
Schleusenkrug Bild: promo

Nur fünf Minuten vom Bahnhof Zoo entfernt, ist der Schleusenkrug der ideale Treffpunkt – egal, aus welcher Ecke Berlins diejenigen, die hier den Abend miteinander verbringen möchten, kommen. Bei der Anreise mit der Regionalbahn aus Richtung Friedrichstraße lässt sich sogar schon aus dem Zug heraus ein entsprechendes Plätzchen – sofern denn von den rund 500 überhaupt noch eines frei ist – in Augenschein nehmen, braust die Bahn doch in unmittelbarer Nähe oberhalb des Schleusenkruges vorbei. Neben dem Schienenverkehr spielt sich auch der Verkehr zu Wasser direkt vor dem seit 1954 zur Institution herangereiften Bierlokal ab. Denn wie der Name Schleusenkrug schon verrät: Die Schenke liegt an der Tiergartenschleuse des Landwehrkanals. In regelmäßigen Abständen werden die Passagiere auf den Fahrgastschiffen an den Biergartengästen vorbeigeschleust. Schon ein Grund, warum es dort nie langweilig wird. Und weil kaum ein Biergartenfreund an den knackigen Neulandwürstchen oder auch den Lamm-Rind-Würsten vorbei kommt, brutzelt der Grill meist zwischen 13 und 22 Uhr auf Hochtouren. Die bei Torte, Grillfleisch oder exotischen Gerichten angefutterten Kalorien können auf dem hauseigenen Bouleplatz gleich wieder abtrainiert werden – für die nächste Schlemmerrunde.

Schleusenkrug, Müller-Breslau-Straße, geöffnet täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr; www.schleusenkrug.de

Eschenbräu: Besonderes Bier

Was dem Zollpackhof die alte Kastanie, ist dem Eschenbräu die dicke Eiche. Die steht inmitten des gemütlichen Biergartens, in dem sich ganz besonderes Bier genießen lässt – Eschenbräu-Pils, Eschenbräu-Dunkel oder Eschenbräu-Weizen. Denn das Eschenbräu ist nicht nur ein Biergarten, sondern eine kleine, aber feine Brauerei. Vielfach sind es Studenten, die sich dort an lauen Sommerabenden zum Umtrunk nach dem Seminar treffen. Ungewöhnlich für den Wedding? Mitnichten, schließlich liegt die TU nicht weit entfernt. Und selbst Gesundheitsapostel dürften gegen das unfiltrierte, von Martin Eschenbrenner selbst gebraute Pils, Dunkel, Weizen und Saisonbier wie “Roter Wedding”, “Schwarze Molle” oder “Alter Schwede” nichts einzuwenden haben, sind diese doch viel vitaminhaltiger als die üblichen, filtrierten Hopfen- und Malztröpfchen.

Eschenbräu, Triftstraße 67, geöffnet täglich ab 15 Uhr www.eschenbraeu.de

Brachvogel: Mitten im Kiez

Brachvogel Biergarten
Brachvogel Bild: promo

Heute bleibt die Küche kalt, heut’ geh’n wir – zu Brachvogel. Das denken sich regelmäßig die Anwohner aus dem benachbarten Kiez und bevölkern schon zur Mittagszeit den Biergarten des Lokals. Die Auswahl an mediterranen Spezialitäten ist gut, die saisonalen und regionalen Speisen – ob der nur im Sommer angebotene Flammkuchen oder Pasta und Salat – sind schmackhaft, die Bedienung ist unkompliziert – eben so, wie man es sich wünscht. Kein Wunder, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, noch ein freies Plätzchen zu ergattern. Zumal auch das Ambiente ansprechend ist. Auf dem Landwehrkanal ziehen die Fahrgastschiffe vorbei, Hundebesitzer führen ihre Vierbeiner auf den Kieswegen entlang des Kanals aus, Vögel zwitschern in den rauschenden Pappeln – die Idylle des Stadtlebens. Gerade Familien haben den Brachvogel längst für sich entdeckt, denn während “U 10” auf dem Abenteuerspielplatz den neuesten Indianerstreifen nachspielen kann, können ältere Semester sich beim Schwingen der Minigolfschläger einmal wie Bernhard Langer ohne Basecap fühlen. Und wer schon ab mittags ein Bierchen heben will, kann als Grundlage auf den günstigen Business-Lunch bestellen.

Brachvogel, Carl-Herz-Ufer 34, geöffnet täglich ab 9 Uhr (mit Frühstücksangebot!) bis open end, behindertengerecht; www.brachvogel-berlin.de

Villa Rixdorf: Mitten im Dorf

Villa Rixdorf Biergarten
Villa Rixdorf Bild: promo

Auch wenn man gemeinhin Neukölln eher mit Adjektiven wie gefährlich oder prollig umschreibt, so gibt gibt es auch noch einen Teil von Neukölln, der mit dem Begriff “dörflich” ganz trefflich charakterisiert ist: Rixdorf. Und ebenda, in der Gegend rund um den Richardplatz, befindet sich die Villa Rixdorf. Mit Stuck und Kronleuchtern an der Decke erinnert das Restaurant an längst vergangene Zeiten, als Rixdorf noch j.w.d. war. Vorm Haus lädt ein Weingarten zum Verweilen ein, hinterm Haus ein gemütlicher Biergarten. Auf rustikalen Holzbänken schmeckt hier nicht nur das Bier, sondern auch die Ein-Meter-Riesenpizza von Neukölln. Dabei schaut Marilyn Monroe (als gigantisches Gemälde) ebenso zu wie Paracelsus (als marmorne Büste), der vor einem mit Goldfischen gefüllten Badezuber platziert ist. Ein Kremser steht im überdachten Teil des Hofes, historische Emaille-Schilder an der Backsteinwand werben für Bier, Feuerversicherungen und Advokatendienste.

Villa Rixdorf, Richardplatz 6, geöffnet täglich 11 Uhr bis 1 Uhr; www.villa-rixdorf.com

Café Schönbrunn: Anziehend

Einige Beobachter der Berliner Biergartenszene behaupten: Was den Wessis der Schleusenkrug, ist den Ossis das Café Schönbrunn. Idyllisch im Volkspark Friedrichshain gelegen, hat es auf die Kiezbewohner aus Friedrichshain und dem benachbarten Prenzlberg, die größtenteils in den klassischen Mietskasernen ohne Balkon vor sich hin schwitzen, eine geradezu magische Anziehungskraft – und zwar unabhängig von gesellschaftlicher Schicht oder Lebensweise. WG-erfahrene Studenten schätzen die Kombination aus Café, Biergarten und Lounge ebenso wie klassische Kleinfamilien. Mittlerweile ist das Café Schönbrunn nicht mehr nur ein gemütlicher Treff bei Kaffee und Tee, sondern auch Magnet für Liebhaber der italienisch-mediterranen gehobenen Küche.

Café Schönbrunn, Am Schwanenteich im Volkspark Friedrichshain, geöffnet täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr, behindertengerecht; www.schoenbrunn.net

Insel der Jugend: Familienfreundlich

Insel Der Jugend Biergarten
Insel Berlin Bild: promo

Auf der Insel der Jugend können Sie Ihr Bier direkt am Wasser genießen: Zwischen Treptower Park und Plänterwald, gegenüber der Halbinsel Stralau gelegen, gibt es hier viel grün und seit 2010 auch wieder einen Betreiber für das Kulturhaus Insel Berlin. Der kulturALARM e.V. hat nicht nur das Innere des Gebäudes neu gestaltet, sondern auch den Inselgarten wieder zum Leben erweckt. Im Sommer ist er das Herzstück der Insel und bietet nicht nur einen gemütlichen Zwischenstopp beim Spaziergang durchs Grüne. Mit Kaffee und Kuchen, aber auch Bratwurst und Bier können Eltern sich hier an Natur und Aussicht erfreuen, während die Kleinen Platz und Möglichkeiten zum Spielen haben.

Für Aktive muss es dabei nicht beim Blick aufs Wasser bleiben: Beim angeschlossenen Verleih „Kanuliebe” können Besucher entscheiden, ob sie in handbemalten Kanus oder Tretboot-Klassikern aus den 50ern die Treptower Spree erkunden wollen.

Insel der Jugend: Sommergarten, Alt-Treptow 6, Montag bis Freitag wetterabhängig, geöffnet samstags, sonntags und feiertags ab 11h; www.inselberlin.de

Restaurant-Tipps für jeden Geschmack

Knapp vier Millionen Einwohner und fast ebenso viele Geschmäcker, verschiedene Kulturen und Küchen: Die Vielfalt unserer Stadt spiegelt sich auch im kulinarischen Angebot wieder, 4.500 Restaurants öffnen hier täglich. Wir haben schöne Lokale und leckere Speisen für unsere Leser herausgesucht – von regional bis international und von Hausmannskost bis exotisch. Außerdem: Die schönsten Frühstückslokale und besten Orte für Tee-Zeremonien.

Alle Gastro-Tipps von Berliner Akzente finden Sie hier.

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