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Titel Elke Lasker Schueler
Else Lasker-Schüler um 1920, Postkarte von Else Lasker-Schüler an ihren Mäzen Nicolaas Johannes Beversen. Bild: DLA Marbach
Ausstellung

Planet Motzstraße: Lebenszeichen aus Berlin

Die Stiftung Brandenburger Tor startet mit SateLIT eine neue Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe zum Wirkungsfeld der Literatur in ihrer ganzen Vielfalt. Gegenstand der ersten Ausgabe ist Else Lasker-Schüler und ihre “Lebenszeichen aus Berlin”.

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ie lässt sich die Wirkmächtigkeit von Büchern vermitteln? Welche Rolle können Literatur-Archive dabei spielen? Diesen und weiteren Fragen gehen das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) und die Stiftung Brandenburger Tor gemeinsam mit ihrem neuen Format SateLIT nach. Ausgangspunkt sind Fundstücke aus dem Marbacher Archiv. Der Name des Formats ist dabei Programm: Einem Satelliten gleich werden im Kosmos der Literatur die Archivmaterialien aus verschiedenen Perspektiven umkreist.

Motzstraße und Else Lasker-Schüler

Der erste SateLIT bewegt sich rund um den Planeten Motzstraße und eine seiner berühmtesten Anwohnerinnen: Else Lasker-Schüler. Gezeigt werden u.a. zum ersten Mal 64 Postkarten und Briefe, die Else Lasker-Schüler zwischen 1905 und 1931 an den Literaturkritiker und Mäzen Nicolaas Johannes Beversen geschrieben hat. Die meisten Briefe und Postkarten entstanden im Hotel Koschel in der Berliner Motzstraße, dem heutigen Hotel Sachsenhof. Hier lebte Else Lasker-Schüler nach dem Ende ihrer Ehe mit Herwath Walden. Wenn überhaupt irgendwo, dann fühlte sie sich hier zu Hause – inmitten des damals wohl experimentierfreudigsten Berliner Kiezes. Ein Ort, aus dem Else Lasker-Schüler einen maßgeblichen Beitrag zur Revolutionierung der Geschlechterbilder in eben dieser Zeit leistete.

Zu jeder Ausgabe des SateLIT werden jeweils zwei Persönlichkeiten der Kulturszene eingeladen, sich mit den Originalen zu beschäftigen und dies in verschiedenen Formaten mit der Öffentlichkeit zu teilen. Für “Planet Motzstraße. Else Lasker-Schülers Lebenszeichen aus Berlin” in der Stiftung Brandenburger Tor übernehmen den Part Thomas Sparr, Editor at Large im Suhrkamp Verlag AG, und die Schriftstellerin und Regisseurin Judith Kuckardt.

SateLIT 1: Planet Motzstraße. Else Lasker-Schülers Lebenszeichen aus Berlin

26. August bis 7. Oktober 2020
Stiftung Brandenburger Tor im Max Liebermann Haus, Berlin-Mitte
www.stiftungbrandenburgertor.de

Besuchen Sie auch die aktuelle Dokumentation “Liebermanns Welt & Making Of des Virtual-Reality-Erlebnisses Bei Liebermanns” >>

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