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Titel Alina-levshin
Bild: Nadja Klier

Alina Levshin: Zum Kinderbauernhof in den Görlitzer Park

Der „Berliner Akzent“ der Schauspielerin Alina Levshin ist die Gegend rund um den Görlitzer Park. Auch wenn sie mittlerweile in einer ruhigeren Ecke der Stadt wohnt, kehrt sie immer wieder gern in den Multi-Kulti-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zurück.

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ier genießt sie einen Bummel zwischen Wrangelkiez und Oberbaumbrücke. Begeistert war sie aber auch von Prag, wo sie kürzlich für die Krimireihe „Koller“ gedreht hat. Die aktuelle Folge ist im Dezember in der ARD zu sehen.

Alina Levshin: „Ich habe eine Zeitlang im Wrangelkiez in Kreuzberg gewohnt. In der Zeit habe ich entdeckt, wie viele schöne Flecken es dort gibt – weshalb ich auch immer wieder in der Gegend unterwegs bin. Dann spaziere ich durch den Görlitzer Park, besonders den Kinderbauernhof mag ich. Es ist schön, mitten in der Stadt auf Tiere zu treffen – umgeben von Grün.

Goerlitzer Park
Bild: Shutterstock

Ab und an kehre ich nach dem Besuch auf dem Bauernhof noch in der Lübbener Straße im „Kvartira 62“ ein, einer russischen Gastrobar im Stil der 20er-Jahre. Da gibt es sehr leckeres Essen und ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Lesungen und Konzerten. Sonntags kann man zusammen „Tatort“ schauen. Kvartira ist ja das russische Wort für Wohnzimmer und ich fühle mich dort auch sehr heimisch, es ist einfach ein netter geselliger Ort.

Manchmal bummele ich auch noch rüber bis nach Friedrichshain. Über die Warschauer Brücke, eines der Wahrzeichen Berlins und ein wirklich schöner Aussichtspunkt. Dann lasse ich meinen Blick über die Spree schweifen, das bringt gute Laune. Ich liebe Wasser. Deswegen finde ich es auch bedauerlich, dass Berlin nicht am Meer liegt. Aber das ist das einzige richtige Manko dieser Stadt. Und die Spree entschädigt für das fehlende Meer zumindest ein wenig.

Mittlerweile wohne ich zwar in einer sehr ruhigen Gegend. Denn durch die diversen Drehs bin ich viel unterwegs, habe viel Action um mich herum. Da brauche ich im Privaten einen ruhigen Rückzugsort. Aber ein Besuch in meinem alten Kiez gibt mir immer wieder viele Impulse. Überhaupt fühlt sich Berlin schon sehr nach Heimat an. Natürlich kann ich mir vorstellen, auch mal eine Zeit lang woanders zu leben. Aber ich bin mir sicher: Ich komme immer wieder gern nach Berlin zurück.“

Über Alina Levshin:

  • geboren am 10. September 1984 in Odessa in der Ukraine. Als Sechsjährige kam sie mit ihren Eltern nach Berlin. Sie wuchs in Neukölln auf und wohnt bis heute in Berlin. Sie bezeichnet sowohl Deutsch als auch Russisch als ihre Muttersprachen.
  • Erste Bühnenerfahrung sammelte sie zwischen 1991 und 2000 im Kinderensemble des Berliner Friedrichstadtpalastes.
  • Von 2006 bis 2010 studierte sie Schauspiel an der Konrad-Wolf-Hochschule in Potsdam. Parallel stand sie in Theaterproduktionen wie „Emilia Galotti“, „Der Widerspenstigen Zähmung“ oder „Lügengespinst“ auf der Bühne des Hans-Otto-Theaters in Potsdam. Zudem wirkte sie an Filmen und Hochschulinszenierungen mit.
  • Während der Ausbildung wurde sie auch für eine Rolle in der Fernsehserie „Rosa Roth“ engagiert.
  • Es folgten unter anderem Engagements für „Unsere Mütter, unsere Väter“, „Im Angesicht des Verbrechens“ und der Fernsehfilm „Davon willst du nichts wissen“.
  • Mit ihrem Image der Russin vom Dienst brach die Künstlerin in David F. Wnendts Film „Kriegerin“, in dem sie eine ostdeutsche Rechtsextremistin spielt. Für ihre Rolle als Skinhead-Mädchen bekam sie beim Deutschen Filmpreis die Goldene Lola in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“.
  • Von 2013 bis 2014 ermittelte sie für die Kriminalpolizei Erfurt im MDR-Tatort.
  • 2015 spielte sie im Sat.1-Thriller „Die Ungehorsame“ eine Anwältin, die herauszufinden versucht, warum eine junge Frau ihren Mann ermordet hat. Im selben Jahr begeisterte Alina Levshin auch in dem TV-Erfolg „Der Mann ohne Schatten“ und in der Hauptrolle des ZDF-Thrillers „Das Dorf der Mörder“.
  • Zuletzt war sie im Juni 2018 in der Houellebecq-Verfilmung „Unterwerfung“ von Regisseur Titus Selge in der ARD zu sehen.

Abgedreht hat Alina Levshin eine neue Folge der Krimiserie „Stralsund“. Und die Auftakt-Episode der neuen Prag-Krimireihe „Wasserleiche“ unter der Regie von Nicolai Rohde, die am 6. Dezember um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird.

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