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Titel Zahl Rest Gehalt
Bild: Shutterstock
Zahl des Monats

17.650

So viel Geld behalten die Menschen in Holzminden jährlich von ihrem Einkommen übrig – nach Abzug aller Lebenshaltungskosten. Damit ist der niedersächsische Landkreis Spitzenreiter in Deutschland und liegt weit vor den Großstädten wie Berlin. Das ergab der neue Kostenreport 2020 der Stellenbörse Stepstone.

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er sich für einen neuen Job entscheidet, der schaut als erstes auf das Gehalt, denn dieses ist der häufigste Anreiz seinen Arbeitgeber zu wechseln. Dabei sollte man sich nicht nur von dieser Zahl beeindrucken lassen, sondern auch äußere Umstände mit berücksichtigen – etwa die Lebenshaltungskosten. Und die schwanken, je nach Landkreis oder Stadt in Deutschland gewaltig.

Holzminden: Hier hat man am meisten von seinem Gehalt

So zeigt der „Kostenreport – Leben und Gehalt im Fokus 2020“ der Jobbörse Stepstone, wo man in Deutschland am meisten von seinem Gehalt übrig hat. Im Landkreis Holzminden in Niedersachsen sind das im Schnitt 17.650 Euro. Auf dem zweiten Platz landet der Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Hier haben die Bürgerinnen und Bürger 16.760 Euro jährlich vom Gehalt über. Beim drittplatzierten Leverkusen aus Nordrheinwestfalen sind es 16.738 Euro.
Bei den großen deutschen Städten lebt es sich mit einem Gehaltspolster von 15.351 Euro am besten in Essen, mit 13.805 Euro in Wuppertal oder mit 13.395 Euro in Duisburg.

Großstadt und Speckgürtel: Hier bleibt weniger vom Einkommen übrig

Erwartungsgemäß rangieren die boomenden Großstädte wie Berlin, München und Hamburg unter den Top-3 der Städte, in denen am wenigsten vom Einkommen übrig bleibt. In der bayrischen Landeshauptstadt sind es nur 2.970 Euro, im zweitplatzierten Berlin 2.978 Euro und in Hamburg immerhin 4.095 Euro.
Bei den Landkreisen bleibt selbst bei den vorderen Plätzen nicht mal ein Polster übrig. Im brandenburgischen Dahme-Spreewald gehen die Menschen statistisch gesehen jedes Jahr 1.660 Euro ins Minus, auch in Ebersberg in Bayern heißt es, jedes Jahr draufzahlen, mit 556 Euro und ebenfalls in Bayern in Fürstenfeldbruck geht es mit 248 Euro jährlich ins Minus. Dafür genießen diese Kreise die Nähe zu einer Großstadt wie Berlin oder München.

Methodisches Vorgehen: So wurden die Kosten errechnet

Stepstone hat deshalb auf Basis der 128.000 Gehaltsdaten, die dem Stepstone Gehaltsreport 2020 zugrunde liegen, Durchschnittsgehälter für 395 Stadt- und Landkreise in Deutschland erhoben und hierzu die jeweiligen Lebenshaltungskosten vor Ort – bestehend aus Miete, Transport, Nahrungsmitteln und Freizeitaktivitäten – in Bezug gesetzt. Als Zahlenwerte legt Stepstone folgende Durchschnittswerte zugrunde: 40 Prozent werden für Miete ausgegeben, 15 Prozent für Nahrung, 10 Prozent für Freizeit und 5 Prozent für Mobilität. Nicht berücksichtigt wurden weitere Vermögen oder staatliche Leistungen sowie Ausgaben zur Vermögensbildung oder Kreditzinsen.

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