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Titel Zahl 474
Bild: Shutterstock
Zahl des Monats

474

von 100.000 Beschäftigten waren durchschnittlich zwischen März und Mai 2020 aufgrund einer Covid-19-Diagnose krank geschrieben. Manche Berufsgruppen sind dabei häufiger betroffen als andere.

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urchschnittlich waren 474 von 100.000 Beschäftigten von März bis Mai 2020 wegen einer Covid-19-Erkrankung arbeitsunfähig gemeldet. Das ergab eine aktuelle Analyse von Versichertendaten der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK).

Risiko hängt von der Berufsgruppe ab

Die Zahl erscheint jedoch gering, betrachtet man die erkrankten Beschäftigten innerhalb des Gesundheitswesens. Die Berufe, die mit der Altenpflege zu tun haben, führen mit 1.283 diagnostizierten Covid-19-Erkrankungen die Spitze der Berufsgruppen mit dem höchsten Risiko an. Dicht gefolgt von 1.237 Fällen in Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege und 1.207 medizinischen Fachangestellten. Diese Berufsgruppen wurden ohne Spezialisierung ausgewertet. Es zeichnet sich ein klar abzugrenzendes Risiko für diejenigen Berufsgruppen ab, die sich in der ersten Reihe der Corona-Front bewegen. Außerdem waren überdurchschnittlich viele Pflegekräfte auf eine Behandlung im Krankenhaus angewiesen.

Grund: unzureichende Vorbereitung auf Pandemie

Am wenigsten betroffen sind Berufe in der Hochschullehre und -forschung. Rund 23 Prozent des Durchschnittswertes machen gerade einmal 110 Arbeitsunfähige aus dieser Berufsgruppe aus.
Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik und Berichterstatterin für Infektionsschutz der Bundesregierung, nannte gegenüber dem Handelsblatt als Grund für die hohen Zahlen im Gesundheitswesen eine unzureichende Vorbereitung auf eine Pandemie seitens der Kliniken, Einrichtungen der Alten- und Langzeitpflege sowie der ambulanten Pflege.

Mehr über die Studie erfahren Sie hier >>

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