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Zahl des Monats: 712 Euro Spannbreite bei Ausbildungsvergütung im 1. Lehrjahr
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Zahl des Monats

712

Euro beträgt die Spannbreite in der monatlichen Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr je nach Branche und Region. Sie reicht von monatlich 325 Euro im Friseurhandwerk in Brandenburg bis zu 1037 Euro in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg.

Dies geht aus einer aktuellen Auswertung von 20 ausgewählten Tarifbranchen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zum Ausbildungsjahr 2019 hervor.

Immerhin: „In der großen Mehrzahl der Tarifbranchen liegen die Vergütungen für Auszubildende bereits heute deutlich oberhalb der geplanten Mindestausbildungsvergütung, die nach dem Willen der Bundesregierung ab 2020 bei 515 Euro liegen soll“, so Studienleiter Prof. Dr. Thorsten Schulten.

Mit 900 bis knapp über 1.000 Euro pro Monat stehen derzeit Ausbildungsstarter im Bank- und Versicherungsgewerbe, im öffentlichen Dienst, in der chemischen Industrie oder in der Metall- und Elektroindustrie überdurchschnittlich gut da. Schlusslichter mit teils weit unter monatlichen 600 Euro sind Lehrlinge im Bäcker- und Friseurhandwerk sowie die Floristik in Ostdeutschland.

Die Vergütungen unterscheiden sich dabei nicht nur nach Branchen, sondern es gibt auch deutliche regionale Unterschiede. So werden im dritten Ausbildungsjahr beim Bauhauptgewerbe im Tarifgebiet West 1.475 Euro pro Monat gezahlt, im Tarifgebiet Ost hingegen nur 1.190 Euro, im Kfz-Handwerk im Baden-Württemberg 984 Euro, in Thüringen 750 Euro.

Die ganze Auswertung des WSI (Die ganze Auswertung des WSI)

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