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Titel Schlechte Laune Im Job
Bild: Shutterstock
Positiv bleiben

Schlechte Laune bei der Arbeit: So heben Sie Ihre Stimmung

Es gibt Tage, da läuft im Job scheinbar alles schief egal ob im Büro oder im Homeoffice. Dabei lässt sich die „Schlechte-Laune-Spirale“ ganz einfach stoppen. Mit diesen Tipps gegen schlechte Laune bei der Arbeit.

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ie stehen morgens auf und die Laune ist im Keller. Die Gründe für schlechte Laune können vielfältig sein: schlechter, Schlaf, zu spät aufgestanden, Stress im Job oder privat. Aber es gibt ein paar Tipps, wie Sie ihre Laune, egal ob im Büro oder Homeoffice, in kurzer Zeit heben können und den ganzen Tag glücklich und positiv gestimmt Ihrer Arbeit nachgehen können.

1. Einen Separator setzen

Das englische Wort für „Unterbrecher“ meint, die Spirale negativer Gedanken mit einem klaren Schnitt bewusst zu unterbrechen. Läuft „alles scheiße“, ist nicht mal ein klarer Grund für die schlechte Laune auszumachen, halten Sie einen Moment inne und gönnen sich bewusst etwas Gutes. Hören Sie Ihr Lieblingslied (im Büro lieber über Kopfhörer, im Homeoffice gerne laut), kaufen Sie sich etwas Leckeres als zweites Frühstück fürs Büro oder schauen Sie kurz in Ihrem Lieblings-Café auf einen Coffee-to-go vorbei.

2. Schlechte Laune wegtanzen

Beim Tanzen traurig und frustriert zu bleiben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb: Warum nicht zum Lieblingslied lostanzen und mitsingen? Hände und Beine in die Luft, herumwirbeln und den ganzen Frust und negativen Gefühle einfach wegtanzen.

Tanzen Kollegen
Schlechte Laune wegtanzen. Das hilft tatsächlich. Bild: Shutterstock

Schon die Musik wirkt Wunder, in Kombination mit ausgelassener Bewegung hat die schlechte Laune keine Chance mehr. Vielleicht hat auch ein anderer Mensch in Ihrem Büro oder Umfeld gerade miese Laune, dann motivieren Sie Ihn doch einfach zum Mitmachen – das geht auch wunderbar über Videoanrufe.

3. Kopf durchlüften und Stimmung heben

Bereits der Gang an die frische Luft bewirkt Wunder. Wenn es nicht gerade regnet, können kühle Temperaturen den Frust wegpusten oder Sonnenstrahlen schnell das Gemüt erheitern. Hilft auch zwischendurch bei Wut im Büro oder am heimischen Schreibtisch. Entscheidend ist allerdings das Gehen, wie Forscher der Queen’s University Kingston in Kanada herausgefunden haben. Große Schritte und eine gute aufrechte Haltung heben die Stimmung am besten.

4. Optimistisch denken und sich ein gutes Gefühl geben

Versuchen Sie ganz bewusst, positiv zu denken. Mit ein paar einfachen Fragen können Sie Ihr positives Ich hervorlocken. Etwa: Worauf bin ich stolz? Wann war ich das letzte Mal besonders mutig? Wen liebe ich und wer liebt mich? Was mache ich besonders gerne, wenn ich gute Laune habe? Übrigens auch gute Fragen für einen kleinen Zettel morgens am Spiegel, um sich gleich zum Start in den Tag auf gute Gedanken zu bringen. Besonders im Homeoffice und der Selbst-Isolation in Corona-Zeiten wirken solche Mantren Wunder und machen Sie glücklich.

5. Lachen gegen schlechte Laune

Forscher, wie der französische Psychologe Robert Soussignan vom French National Centre for Scientific Research, haben festgestellt, dass beim Lächeln Glückshormone ausgeschüttet werden – egal, ob es sich um ein zufällig ausgelöstes oder bewusst gesteuertes Lächeln handelt. Also hoch mit den Mundwinkeln, um die miese Stimmung auszutricksen. Wer sich dazu auch noch sein „facial feedback“ in einem Spiegel holt, verstärkt die Wirkung.

Lachen Kolleginnen
Bewusst lachen: Wer lächelt, ohne zufrieden zu sein, verbessert ebenfalls seine Stimmung. Bild: Shutterstock

6. Sport und Meditation helfen gegen innere Unruhe

Reagieren Sie sich nach der Arbeit ab. Egal, ob Joggen, Schwimmen oder Kraftsport – Sie kommen auf andere Gedanken und fühlen sich anschließend wohler. Um den Kopf frei zu kriegen, kann auch ein Yoga-Kurs mit angeleiteter Meditation helfen. Sie lernen, die Gedanken loszulassen und sich nur auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

7. Freunde treffen und die schlechte Laune vergessen

Die sollten versuchen, Sie mit guter Laune anzustecken. Ein Phänomen, das in der Wissenschaft „Chamäleon-Effekt“ genannt wird und besonders gut mit nahestehenden Personen funktioniert. Doch Achtung: Es geht auch andersherum. Schlechte Laune kann sich ebenfalls übertragen. Wenn Sie Ihre Freunde nicht persönlich treffen können, dann rufen Sie sie an oder nutzen Sie einen der vielen anderen Kommunikationskanäle.

8. Laden Sie Ihre schlechte Laune ab

Laden Sie den Frust bei Ihrem Partner, besten Freund oder verständnisvollen Kollegen* ab*. Untersuchungen des Psychologen Matthew Lieberman von der University of California in Los Angeles ergaben, dass das Gehirn stärker aktiviert wird, wenn Menschen Bedrückendes in ihrem Leben benennen und sich darüber mit anderen austauschen, als wenn sie über den Kummer nur grübeln.

Gespraech Freunde
Sich etwas gönnen, Freunde treffen: Auch dieses Ziel, auf das man hinarbeiten kann, verbessert gleich den Tag. Bild: Shutterstock

Im Gespräch lösen sich viele Probleme. Falls Sie mit niemandem über Ihre schlechte Laune sprechen möchten, können Sie die miese Stimmung auch mental abladen. Suchen Sie sich einen Platz auf dem Nachhause-Weg oder im heimischen Garten, der Ihre Seelenmüllabladestelle wird. Das kann eine Wiese, ein Brunnen oder eine Straßenecke sein. Wenn Sie an diesem Ort vorbeikommen, werfen Sie ganz bewusst die negativen Gedanken und Emotionen, den Stress und den Ärger ab und holen sich dort ihre gute Laune ab.

9. Tun Sie sich etwas Gutes an einem schlechten Tag

Es klingt so simpel und bewirkt doch manchmal Wunder. Sich selbst etwas Gutes tun, obwohl – oder gerade weil – alles doof ist. Ob Frustshoppen, Wellnessprogramm oder ein richtig gutes Mittagessen: Heute ist der Tag, an dem Sie sich etwas gönnen sollten, das Sie sich normalerweise vielleicht verkneifen. Das gibt Ihnen sofort ein gutes Gefühl und lässt positive Gedanken noch schneller zu.

10. Benennen Sie den Grund

Seien Sie letztlich ehrlich zu sich selbst. Warum haben Sie schlechte Laune? Gehen Sie dem Gefühl auf den Grund. Ist es wirklich der fehlgestartete Tag oder grundsätzlicher Frust am Job? Psychologen raten unbedingt dazu, die miese Stimmung wahr- und ernst zu nehmen. Formulieren Sie möglichst konkret, was Ihnen gerade fehlt oder warum es Ihnen nicht gut geht, denn das können nur Sie selbst. Sobald die schlechte Laune ein Etikett hat, fällt es leichter, sich konkrete Gegenstrategien zu überlegen.

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