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Titel Zahl 16
Bild: Shutterstock
Familienfreundlichkeit

Zahl des Monats: 16

16 Prozent aller deutschen Unternehmen bieten familienfreundliche Maßnahmen an. Zum Vergleich: Noch 2002 waren es zehn Prozent. Wie Unternehmen frisch gebackene Mütter und Väter unterstützen können – und warum sich das sogar fürs Unternehmen selbst lohnt.

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etriebe in Deutschland machen Beschäftigen immer häufiger Angebote zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese erfreuliche Nachricht, vermeldet das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg. In einer ausführlichen Studie hat dieses der Familienfreundlichkeit in deutschen Firmen auf den Zahn gefühlt. Positives Ergebnis: 16 Prozent bieten mindestens eines der folgenden Angebote an:

  • Weiterbildungsmöglichkeiten in der Elternzeit
  • betriebliche Kinderbetreuungsangebote
  • Langzeitkonten zur Freistellung für Familienzeiten

Zum Vergleich: 2002 waren es noch lediglich 10 Prozent.

Vor allem die ersten beiden Angebote hätten sich in vielen Betrieben durchgesetzt, berichtet das IAB. Demgegenüber sind Langzeitkonten zur Freistellung für Familienzeiten und betriebliche Projekte zur Frauenförderung noch in der Seltenheit. Hier liege der Anteil der Betriebe bei jeweils nur 2 Prozent.

Allen voran die größeren Betriebe (mehr als 250 Mitarbeiter) haben die Zeichen der Zeit erkannt: Hier gibt es sogar bei 21 Prozent Maßnahmen zur Frauenförderung. Das lohnt sich auch für das Unternehmen selbst, wie das IAB resümiert: Die Studie habe gezeigt, dass Mütter nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechnung schenller zu Betrieben mit familienfreundlichen Maßnahmen zurückkehren als ohne. „Je mehr familienfreundliche Maßnahmen ein Betrieb aufweist, umso kürzer sind die Erwerbsunterbrechnungen der Mütter,“ so die Bilanz der Arbeitsmarkt-Forscher.

Die Studie ist im Internet abrufbar unter http://doku.iab.de/kurzber/2018/kb1818.pdf.

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