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Titel Co-working
Bild: MindSpace

Die schönsten Co-Working-Spaces

Wie Berliner Kreative arbeiten. Die schönsten Co-Working-Spaces. Vom Start-up-Campus, über Wohnzimmer-Atmosphäre, gemeinsames Kochen und Kunst an den Wänden. So kreativ lässt es sich als Freelancer in der Hauptstadt arbeiten.

Mindspace: Wie Wohnen

Gemütliche Teppich-Läufer auf dem Boden, Lounge-Sessel zum Lümmeln, jede Menge Bilder, Wandmalereien internationaler Künstler und verschiedene Designobjekte, wie ausgefallene Lampen oder Fahrradhalterungen – so präsentiert sich seit April das Mindspace an der Friedrichstraße und damit an exklusiver Adresse.

Mindspace
Mit einem Klick starten Sie die Bilderstrecke mit weiteren Fotos und Statements von den Co-Workern. Bild: Promo

Auf zwei Etagen und rund 5.000 Quadratmetern Fläche können sich Start-ups und Freiberufler Büros sowie flexible Arbeitsplätze mieten. Das besondere Konzept: die stilvoll-kreative Einrichtung soll die Mieter zu eigener Kreativität inspirieren. Für Konferenzen gibt es Konferenzräume mit Bildschirmen, so ist auch eine Video-Konferenz mit Geschäftspartnern aus Übersee jederzeit möglich. Regelmäßige Veranstaltungen, Workshops, wie Kochkurse oder Java-Schulungen, und sogar eine eigene App sollen die Mitglieder auch untereinander vernetzen. Die App ist übrigens nicht auf Berlin beschränkt sondern verbindet auch die Arbeitenden an den Mindspace-Standorten Tel Aviv und Hamburg.

Mindspace Berlin
Friedrichstraße 68, Berlin-Mitte
http://mindspace.me/de/
Mietpreise ab 350 Euro/Monat

Factory: Campus für Start-ups

Große, lange Holztische, verglaste Wände und bekannte Firmen wie Soundcloud und Twitter als Nachbarn – das ist die Factory. Der Start-up Campus ist eines der größten Gebäude für Gründer, Firmen und Start-ups in der Hauptstadt.

Factory
Bild: Factory

Die Idee: Unternehmen, die noch am Anfang stehen, tauschen sich hier mit etablierten Firmen aus. Eine Vernetzung, die allen Factory-Mitgliedern nutzen soll.

Dafür nahmen die beiden Gründer Udo Schloemer und Simon Schäfer einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand, eine weitere Million kam von Google. Bis 2014 wurde das Gelände einer ehemaligen Brauerei nahe der Bernauer Straße aufwändig umgebaut. Heute arbeiten auf 16.000 Quadratmetern 90 Start-ups und 120 Freelancer. Im Erdgeschoss hat Tim Raue sein Restaurant Studio Tim Raue und serviert hier Feinschmecker-Menüs.

Factory-Mieter
Bild: Pauline Krebs

Montags können Co-Worker einen Brunch genießen, Freitagabends läutet ein Barbecue das Wochenende ein. Yoga-Kurse und IT-Seminare runden das Angebot ab. Jeden Mittwoch können Gründer in kurzen Pitches ihre Ideen vorstellen – und direkt Feedback und Anregungen erhalten.

Factory
Rheinsberger Straße 76/77, Berlin-Mitte
Preise: ab 50 Euro/Monat
www.factoryberlin.com

Blogfabrik: Content statt Miete

Die Blogfabrik ist Berlins einziger Co-Working-Space, in dem die Mitglieder ihre Arbeitsplätze nicht mit Geld bezahlen – sondern mit Content.

Blogfabrik
Bild: Pauline Krebs

Die 30 Mitglieder sind unter anderem Fashion-Blogger, Journalisten und Magazin-Macher, aber auch Fotografen, Regisseure, YouTuber und Instagramer haben sich in den hellen, stillvoll eingerichteten Räumen des alten Fabrik-Gebäudes in Kreuzberg vernetzt. Ein einmaliges Konzept, das funktioniert, weil das Team der Blogfabrik ausführlich prüft, ob ein neuer Bewerber in die Blogfabrik passt. Dafür macht dieser beim hauseigenen Magazin DailyBreadMag mit.

Natalie
Bild: Pauline Krebs

Die Mitglieder profitieren von der professionellen Ausstattung mit Foto-Studio, Schnitt-Computer und durchaus von den Kontakten zu externen Auftraggebern. Diese können wiederum zentral beim Management der Blogfabrik anfragen, wenn sie Freiberufler für ihre Projekte suchen. Das überzeugt Kunden wie Google, Duracell oder auch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst.

Blogfabrik
Oranienstraße 185
Bezahlung mit Content, Texter zum Beispiel zwei Artikel/Monat
www.blogfabrik.de

Agora: Kunst und Arbeit

Große Ölbilder an den Wänden, helle, lichtdurchflutete Räume und gemütliche Holztische zum Arbeiten – das ist die Agora in Neukölln.

Agora
Bild: Pauline Krebs

Ein „Arbeitskollektiv“, in dem Gemeinschaft groß geschrieben wird. Auf zwei Etagen sitzen 40 Blogger, Journalisten, Programmierer, Illustratoren und Designer vor ihren Laptops.

Die Gründer bieten mehr als „nur“ Arbeitsplätze an: Die Mittagspause verbringen viele der Co-Worker gemeinsam. Im Sommer im kleinen Garten vor der ehemaligen Textilfabrik. Im Herbst im hauseigenen Café, in dem selbstgekochte Gerichte auf den Tisch kommen.

Julia
Bild: Pauline Krebs

Zum Beispiel von Köchen, die sich mit einer Catering-Firma selbstständig gemacht haben, Kochbuch-Autoren oder einem Kollektiv, das sich mit der Verwertung von Essensresten beschäftigt.

Und dann gibt es noch „Agora Affect“ – ein Labor für gemeinschaftliche Kunst. Sieben Mal im Jahr kommen hier Künstler verschiedener Disziplinen für jeweils einen Monat zusammen und entwickeln gemeinsam Kunst – von der Video-Installation bis zur Tanz-Performance.

Agora
Mittelweg 50
Plätze ab 184 Euro/Monat
www.agoracollective.org

Enklave: einmalig flexibel

Die Räume der Enklave versprühen Do-it-yourself-Charme: Dort balanciert eine Steckerleiste zwischen zwei Kabeln, hier kommt eine unverputzte Wand zum Vorschein. Dennoch herrscht auf der ehemaligen Fabrik-Etage in einem Hinterhof nahe der Hermannstraße in Neukölln konzentriertes Arbeiten.

Enklave
Bild: Pauline Krebs

Filmregisseure arbeiten neben Übersetzern, Blogger teilen sich einen Schreibtisch mit Software-Entwicklern und Studenten, die an ihrer Masterarbeit sitzen. Insgesamt 115 Co-Worker arbeiten hier.

Eine entspannte Atmosphäre garantiert das strikte Farb-Raum-Konzept: Im blauen Raum darf gequatscht und telefoniert werden – im grünen Raum herrscht absolutes Rede-Verbot, damit niemand während seiner Arbeit gestört wird.

Chloe
Bild: Pauline Krebs

Was die Enklave einzigartig macht, ist aber nicht die entspannte Atmosphäre und der freundliche Umgang untereinander, sondern das flexible Bezahlkonzept: Pay as you work. Neben einer Grundgebühr bezahlen Co-Worker tatsächlich nur, wenn sie tatsächlich vor Ort sind. Nach oben gibt es aber einen Kostenstopp, sodass besonders Fleißige nicht abgestraft werden. Ein Konzept, das vielen Freiberuflern zuspielt: Wenn man viele Aufträge hat, kommt schließlich auch mehr Geld in die Kasse. Weitere Spaces dieser Art sind derzeit in Planung.

Enklave
Kiebitze Straße 98, Neukölln
Preise: 19,99 Euro/Monat 99 Cent pro Stunde (bis maximal insgesamt 249 Euro/Monat)
www.enklave.de

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