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Titel Urban Monk
Bild: Shutterstock [Montage]
Lebenshilfe

10 Tipps: Ganz Buddha in Berlin sein

Mehr Gelassenheit dank dem Urban-Monk-Prinzip: Mit diesen zehn Tipps bleiben Sie ganz Buddha im Berliner Alltag – und schweben über allen Dingen.

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eit nicht weniger als 15 Jahren steigt jedes Jahr die Zahl der stressbedingten Krankschreibungen, vermelden die deutschen Krankenkassen. Woran liegt es, dass offenbar immer mehr Menschen mit dem Stress in ihrem Alltag nicht zurechtkommen?

Vor allem Berlin kann als größte Stadt Deutschlands ganz schön anstrengend sein. Doch mit diesen Tricks aus dem fernen Osten – zum Beispiel aus dem Buch „Urban Monk“ von Pedram Shojai – können Berliner ihr Stress-Level nachhaltig senken. So wecken Sie Ihren „Urban Monk“ für die Metropole und werden ganz Buddha im Berliner Alltag.

1. Fünf Minuten Auszeit am Morgen

Schnell Aufstehen, Anziehen, Frühstücken – bei vielen Menschen gerät der werktägliche Morgen zum Wettlauf gegen die Uhr. Treten Sie doch mal bewusst für fünf Minuten aus diesem „Hamsterrad“ und verbringen diese Zeit bewusst mit etwas Ruhe für sich.

Frau Singt Im Badezimmer
Singen Sie morgens: Das steigert gleich die Laune. Bild: Shutterstock

Das kann zum Beispiel ein Lieblingslied sein, das Sie einschalten und zu dem Sie gern mitsingen oder sogar tanzen. Oder beginnen Sie den Tag mit einer morgendlichen Meditation. Apps bieten hier Interessierten einen niedrigschwelligen Einstieg. Fangen Sie mal mit ein, zwei Minuten an.

2. Private Termine wichtig nehmen

Wenn wir Stress im Beruf haben, leidet oft die Freizeit. Wir bleiben länger im Büro, verschieben das Treffen mit Freunden oder gehen nur kurz mit dem Hund um den Block.

Freunde
Auch Privates sollten Sie fest im Terminkalender einplanen. Bild: Shutterstock

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Freizeit nicht zu kurz kommt. Planen Sie private Termine genauso verbindlich ein wie die beruflichen. Fest geplante Termine halten wir eher ein als locker angedachte Aktivitäten.

3. Grün statt Schwarz

Der viele Kaffee im Büro ist in erster Linie eine Gewohnheit, die Sie ändern können. Trinken Sie nicht mehr als zwei Tassen Kaffee am Tag und diese nicht später als 14 Uhr.

Mann Trinkt Tee
Grün statt Schwarz: Grüner Tee ist ein Super Food, er beruhigt, fördert die Konzentration und ist gesund. Bild: Shutterstock

Danach steigen Sie um auf Tee. Wer grünen Tee trinkt, profitiert zudem von einigen Vorteilen: Grüntee beruhigt, steigert dabei die Konzentrationsfähigkeit und hat sehr gesunde Inhaltsstoffe für den ganzen Körper. Perfekt für einen produktiven Tag im Büro.

4. Kerzenschein statt Bildschirm-Flimmern

Im Laufe des Tages konsumieren wir zahlreiche Medien. Wir lesen online die neuesten Meldungen, scrollen durch unsere Facebook-Timeline, sind ständig erreichbar und sitzen abends vor dem Fernseher. Das Flimmern der Bildschirme und die Nachrichtenflut stressen aber Augen und Gedanken. Eine gute Möglichkeit für eine Entdigitalisierung ist es, feste Zeiten für Social Media einzuplanen. Deaktivieren Sie Push-Nachrichten und rufen Sie E-Mails nur einmal pro Stunde ab. Nachrichten können sie gezielt nach Themen abonnieren. So bekommen Sie nur die Meldungen, die relevant sind. Nach der Arbeit ist ein Abend bei Kerzenschein Balsam für die Seele. Unser Tipp: Entspannen Sie Ihre Augen und nehmen Sie mal wieder ein Buch in die Hand.

5. Mehr Bewegung im Büro

Ein Tag im Büro bedeutet viel Sitzen und wenig Bewegung. Gegen das ständige Sitzen hilft das Arbeiten im Stehen. Viele Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit am Stehtisch zu arbeiten. Wer davon Gebrauch macht, wird die positive Veränderung rasch merken. Etwas Bewegung zwischendurch macht Sie ausgeglichener. In einem Qigong-Kurs können Sie hierfür Übungen lernen, die sich einfach im Büro umsetzen lassen.

6. Mehr Natur fühlen

Die Finger dreckig machen, im Garten arbeiten, Gemüse anbauen – nicht jeder hat in einer Großstadt wie Berlin einen eigenen Garten. Doch wer einen Balkon hat oder die Fensterbank nutzt, kann beim Gärtnern den Kopf freibekommen und nach einiger Zeit sein eigenes Gemüse oder Obst ernten und essen.

Balkon-gaertner
Handarbeit als Ausgleich zum Sitzen und Arbeiten mit dem Kopf. Bild: Shutterstock

Hier kommen gleich mehrere positive Aspekte zusammen: Körperliche Arbeit, die für Ausgleich zur Kopfarbeit sorgt, und das Gefühl etwas Gesundes aus dem eigenen Garten zu essen.

7. Entspannungs-Rituale finden

Haben Sie als Teenager Tagebuch geschrieben und es dann wieder aus den Augen verloren? Fangen Sie wieder damit an! Wer Tagebuch schreibt, hat ein Ritual zum Entspannen.

Tagebuch Schreiben
Wir hängen uns sehr an Negativem auf. Halten Sie auch die positiven Erlebnisse des Tages fest. Bild: Shutterstock

Sobald Sie das Buch am Abend zur Hand nehmen, kommen Sie zur Ruhe. Sie benennen ihre Sorgen, entlassen sie aus der Gedankenspirale und schreiben sie auf Papier. Ein Tagebuch ist eine gute Möglichkeit zur Selbstreflexion. Wo sind Ihre Probleme? Was wollen Sie ändern? Was macht Sie glücklich? All das lernen Sie beim Schreiben und Lesen Ihres Tagebuchs.

8. Mehr Sinn

Sie fühlen sich unausgeglichen, jeden Tag der gleiche Ablauf, wenig Freiraum und kein Platz für Kreativität? Wie wäre es mit einem Ehrenamt? Wer sich sozial engagiert, der bekommt Bestätigung und das Gefühl, etwas Gutes und Sinnvolles zu tun. Anderen helfen, hilft uns oft auch selbst.

9. Etwas Neues lernen

Das Gefühl in Alltag festzustecken löst Stress und Unwohlsein aus. Wer etwas Neues ausprobiert, gibt seinem Leben neuen Schwung.

Tanzen
Neues anfangen, aus der Routine ausbrechen: zum Beispiel, indem Sie einen Tanzkurs beginnen oder eine neue Sprache lernen. Bild: Shutterstock

Sie wollten schon immer einmal Tango tanzen? Dann melden Sie sich für einen Kurs an. Lernen Sie eine neue Sprache oder treffen Sie sich zum Fahrradschrauben in der offenen Werkstatt. Wenn Sie neue Aufgaben in Ihre Routine lassen, aktivieren Sie Ihre Gehirnzellen, machen neue Bekanntschaften und haben etwas, auf das Sie sich die ganze Woche freuen.

10. Jeden Tag ein wenig Furcht

Es klingt paradox: Jeden Tag etwas tun, wovor Sie sich fürchten, hilft, dass Sie sich besser fühlen. Wer täglich kleine Aufgaben bewältigt, hat jeden Tag einen Grund, stolz auf sich zu sein. Wir wachsen mit Aufgaben und Ihrer Bewältigung. Laden Sie den Kollegen auf ein Bier ein, auch auf die Gefahr hin, dass er ablehnt. Bestellen Sie im Urlaub beim Kellner in der Landessprache, auch wenn Sie vielleicht Fehler machen. Sprechen Sie Ihren Chef auf Probleme an, statt sie herunterzuschlucken. Nehmen Sie am Fußballturnier für einen guten Zweck teil, auch wenn Sie lange nicht mehr auf dem Feld standen oder laufen Sie beim Firmenlauf mit. All das wird ihren Alltag positiv bereichern.

Lektüre-Tipp:

Pedram Shojai: Urban Monk – Der buddhistische Wegweiser für einen glücklichen Alltag, Allegria-Verlag, 18 Euro

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