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Titel Schauspielschulen
Bild: Shutterstock
Kreative Berufe

Berliner Schauspielschulen: Hier werden Bühnenträume wahr

Berlin ist einer der wichtigsten Filmstandorte in Deutschland und Europa und damit auch ein attraktiver Ausbildungsort für künftige Schauspieler und Schauspielerinnen. Wir haben die besten und bekanntesten Berliner Schauspielschulen zusammengefasst – mit Lehrinhalten, den namhaften Absolventen und Absolventinnen und Informationen zur Bewerbung.

1. Berliner Schule für Schauspiel

Die Berliner Schule für Schauspiel (bsfs) wurde 1992 gegründet. Sie hat drei Schwerpunkte in der Ausbildung: Unterrichtsstunden im Fach Schauspiel und in den technischen Fächern, fächerübergreifende Projekte wie Sprecherziehung, Musik, Tanz, Bewegung und Inszenierungen auf der Bühne und in Kooperation mit anderen Theatern. Dozenten aus der Schauspielsektion der HfS „Ernst Busch“ vermitteln ihre Expertise, schauspielerische Darstellungstechniken vor der Kamera und Fertigkeiten für das Synchron- und Mikrofonsprechen.

Der Unterricht gliedert sich nach methodischen Schwerpunkten, umfasst mindestens 22 Unterrichtsstunden in den technischen Fächern und führt am Ende zu einem anerkannten Berufsabschluss. Neben dem schauspielerischen Handwerk vermittelt die Schule eine eigene poetisch-realistische Methode basierend auf den Theaterkonzepten Max Reinhardts, Stanislawskis und Bertolt Brecht.

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2. Die Etage – Schule für die darstellenden und bildenden Künste e.V.

Die Berliner Schauspielschule Etage ist vor allem als Artistikschule bekannt. Sie bildet in Artistik/Akrobatik, zeitgenössischer Tanz, Schauspiel, Malen/Zeichnen/Bühnen- und Kostümbild, Physical Theatre & Pantomime aber auch Musical aus. Diese Interdisziplinarität ist die Besonderheit der Etage. Seit über 30 Jahren werden hier neben Artisten, Tänzern & Co auch Schauspieler in einer dreijährigen Ausbildung auf den Beruf des Schauspieles vorbereitet. Ziel ist es, dass die AbsolventInnen sowohl im Stadt- und Staatstheaterbetrieb als auch in der freien Szene und bei Film und Fernsehen arbeiten können.

Die Schule setzt einen Schwerpunkt in der Körpersprache, denn der Körper ist das Instrument des Schauspielers. Im Sommer veranstaltet die Schule Orientierungstage, die sich an Interessierte richtet. Einmal im Monat findet im Theater der Etage „Blau“ eine offene Bühne statt, in der eigene Produktionen von Schülern gezeigt werden.

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3. ETI Schauspielschule Berlin

Die staatlich anerkannte private ETI Schauspielschule Berlin des Europäischen Theaterinstituts e.V. wurde 1997 gegründet. Die dreijährige Vollausbildung am ETI zum staatlich anerkannten Schauspieler beinhaltet neben den Fächern Schauspiel, Schauspiel vor der Kamera und Musik alle relevanten Bewegungs-, Stimm- und Theoriefächer für Theater, Film und Fernsehen. So gehören neben dem eigentlichen Schauspieltraining auch Fechten, Bühnenkampf oder Akrobatik zum Lehrinhalt, ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Musikausrichtung. Pro Jahrgang gibt es zwei Klassen mit je 8 bis 14 Schülern. Die Schule legt Wert auf europäische und internationale Orientierung. Das heißt, es gibt ein internationales Dozententeam und europaweite Kooperationen mit anderen Schauspielschulen.

„Für die Aufnahme an der Schule sind Liebe zum Theater, Fantasie, Neugier und Belastbarkeit einige der wichtigsten Kriterien“, weiß Schauspiellehrerin Marlies Ludwig vom ETI. Kulturelle und soziale Bildung spielen in der Ausbildung eine genauso große Rolle wie die methodisch und handwerklichen Fähigkeiten. Auf der eigenen Bühne finden regelmäßig öffentliche Aufführungen statt. An jedem ersten Donnerstag im Monat gibt es offene Unterrichtseinheiten für Interessenten. An diesen Tagen können potentielle Bewerber und Bewerberinnen kostenlos am Unterricht teilnehmen.

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4. Filmschauspielschule Berlin

Die staatlich genehmigte und geförderte Filmschauspielschule Berlin ist die erste deutsche Schauspielschule mit einer spezialisierten Schauspielausbildung sowohl für Theater- als auch Filmschauspiel.

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Heute: Showreeldreh.

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Auch wenn beide Richtungen gemeinsame Grundlagen erfordern, hat jeder Bereich seine eigenen Herausforderungen und auf diese konzentriert sich die Filmschauspielschule. Die jeweiligen Ausbildungen auf der Bühne und vor der Kamera verschließen dabei aber nicht den Weg in den anderen Bereich. Die Ausbildung umfasst die klassischen Schwerpunkte Körper, Stimme, Schauspiel, Theorie und Praxis und dauert 3,5 Jahre.

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5. Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

Sie gehört zu den bekanntesten Schauspielschulen in Berlin: Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (HfS). In ihrer heutigen Form entstand sie im Jahr 1951 als Staatliche Schauspielschule Berlin. Sie ging aus der privaten Schauspielschule des Deutschen Theaters hervor, deren Geschichte bis ins Jahr 1905 zurückreicht. In der DDR wurde die Schule in eine staatliche Fachschule umgewandelt, 1981 erhielt sie den Rang einer Hochschule und den Namen „Ernst Busch“. Im August 2018 bezog sie ihren Neubau in Berlin-Mitte. Hier finden alle Abteilungen der Hochschule (Schauspiel, Regie, Dramaturgie, Zeitgenössische Puppenspielkunst, Spiel und Objekt, Choreographie) Platz. Außerdem gibt es zwei Studiobühnen, einen offen gestalteten Requisiten- und Kostümfundus sowie eine moderne Bibliothek.

Die Schule legt großen Wert auf die Ausbildung der individuellen Persönlichkeit eines jeden Studenten. Innerhalb des vierjährigen Studiengangs kommen die Studierenden mit möglichst unterschiedlichen Lehrkräften in Kontakt. Dazu gehören nicht nur die Lehrenden an der Schule, sondern auch Schauspieler oder Regisseure, die als Gastdozenten an die Schule kommen.

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6. Michael Tschechow Studio Berlin

Die 1984 gegründete private Schauspielschule MTSB richtet sich bei ihrer dreijährigen Ausbildung schwerpunktmäßig nach der Methode von Michael Tschechow.

Der Schauspieler Michael Tschechow entwickelte seine methodischen Ansätze zunächst am Moskauer Künstlertheater. Ihm ging es um die Frage: Wie erlangt der Künstler den Zustand der schöpferischen Inspiration? Gibt es Wege, diese bewusst herbeizuführen und methodisch zu schulen? Er selbst fasste seine Methode mit drei Worten zusammen: Konzentration, Imagination, Verkörperung. Die Themenschwerpunkte an der Schule sind die Arbeit am Instrument, also Körper und Stimme, die Arbeit an der künstlerischen Fantasie, an der künstlerischen Individualität und die Entwicklung persönlicher Arbeitstechniken. Neben der dreijährigen Ausbildung gibt es auch eine berufsbegleitende Schauspielausbildung und das neunmonatige Tschechow-Studienjahr.

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7. Fritz-Kirchhoff-Schauspielschule „Der Kreis“

Die Schauspielschule „DER KREIS“ ist eine der ältesten staatlich anerkannten, privaten Schauspielschulen in Berlin. Sie wurde 1945 vom Theater- und Filmregisseur Fritz Kirchhoff gegründet.

In der dreijährigen Berufsausbildung werden die Grundlagen in den Fächern Szenenarbeit, Rollenstudium, Atmen, Fechten, Kinomichi und Feldenkrais, Singen, Theater- und Literaturgeschichte, Sprechen, Bewegen, Kamera-Acting und Meisner-Training vermittelt. Großen Wert legt die Schule auf praxisorientierte Aktivität. So findet zum Beispiel jedes Semester ein öffentlicher Abend statt, um das Gelernte der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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8. Starter, die Berliner Schauspielschule für Film und Fernsehen

Starter, die Berliner Schauspielschule für Film und Fernsehen, wurde 2006 gegründet. In der Ausbildung, die zwei Jahre plus einen Probemonat dauert, werden Körper, Seele, Stimme, Herz und Kopf gleichermaßen beansprucht. „Wir bei Starter arbeiten nicht nach einer bestimmten Methode, sondern erforschen gemeinsam das Menschsein. Dabei lernen die SchülerInnen unterschiedliche Herangehensweisen an Figuren, Situationen, das Spiel mit der Kamera kennen und entwickeln daraus ihr eigenes, individuelles Handwerkszeug“, fasst Schulleiterin Christine Knauff zusammen. Der Unterricht findet jahrgangs-, altersübergreifend und zeitweise in englischer Sprache statt. Die Stundenpläne entstehen von Woche zu Woche neu, um Spontaneität Raum zu geben, die im Beruf des Schauspieles dringend benötigt wird. Kostenloses Probetraining, Unterrichtseinblicke und Beratung rund um den Beruf und die Ausbildung eines Schauspielers werden ebenfalls angeboten.

„BewerberInnen sollten neugierig sein, sich voll auf die ihnen gestellten Aufgaben einlassen können, ein tiefes und unbedingtes Interesse am Spiel haben, aber auch immer bereit sein, sich konstruktiv und kritisch mit sich selbst, den anderen und der Arbeit auseinander zu setzen,“ gibt die Schulleitern den Interessenten mit auf den Weg. Wichtig findet Christine Knauff auch, dass sich Interessenten mehrere Schulen anschauen, um den Ort zu finden, an dem sie sich am meisten entwickeln können. „Viele BewerberInnen denken, sie müssten sich anbieten und dann nur hoffen, aufgenommen zu werden. Sich der eigenen Entscheidungsfreiheit bewusst zu werden, ist gerade für SchauspielerInnen, die freiberuflich sehr davon abhängen, ob und dass sie engagiert werden, sehr wichtig.“

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9. Transform Schauspielschule

Die TRANSform Schauspielschule wurde 2002 in Berlin gegründet und ist staatlich anerkannt. Die Schule arbeitet eng mit der 2004 eröffneten Teatr Studio am Salzufer, einer deutsch-polnische Bühne, zusammen. Die Ausbildung lebt von der Kooperation und dem Austausch mit bekannten europäischen Theatern und Theaterhochschulen. Die 3,5-jährige Schauspielausbildung legt größten Wert auf theaterpraktischer Erfahrung und basiert ebenfalls auf den methodischen Grundlagen von Stanislawski, Tschechow und Brecht als auch auf den Anregungen des Welttheaters. Auf der eigenen Bühne bekommen die Schauspielstudenten Praxiserfahrung. Das Hauptstudium endet mit der Diplominszenierung eines Stückes, das auf der Studiobühne des Teatr Studio am Salzufer gespielt wird und je nach Möglichkeiten auf anderen Bühnen in Deutschland und im Ausland aufgeführt wird.

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10. Universität der Künste Berlin

An der Universität der Künste in Berlin gibt es das ganze Spektrum der Künste: Das Lehrangebot der Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst sowie des Zentralinstituts für Weiterbildung/ Berlin Career College umfasst über 70 Studiengänge. Das Studium der darstellenden Kunst ist auf zeitgenössische Theaterpraktiken angelegt.

Udk Der Gruene Kakadu
Ensembleprojekt des 3. Jahrgangs Schauspiel “DER GRÜNE KAKADU”. (v.l.n.r.) Luc Schneider, Maral Keshavarz, Philipp Keßel. Bild: Daniel Nartschick

So wird in den acht Semestern Regelstudienzeit nicht nur das Theaterhandwerk gelernt, sondern eine Art Laborcharakter geschaffen. Die Vermittlung von Handwerk im Grundstudium ist laut der UdK auch eine „ergebnisoffene Versuchsanordnung“. Damit können die Studierenden die ganze Bandbreite ihrer individuellen Ausdrucksmöglichkeiten erkennen und nutzen. Die Schwerpunkte der Ausbildung sind Experimentierfreude, Interdisziplinarität und Eigenverantwortung.

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