Titel Arbeitszeugnis
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Arbeitszeugnis

Zwischen den Zeilen lesen

Was verraten bisherige Arbeitgeber zwischen den Zeilen über Kandidaten? Vorsicht vor diesen Phrasen im Arbeitszeugnis.

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uerst die gute Nachricht: In den vergangenen Jahren sind die Noten in Arbeitszeugnissen durchschnittlich immer besser geworden, wie das Zeugnis-Portal www.arbeitszeugnis.de mit Verweis auf Studien mitteilt. Demnach würden 40 Prozent aller Zeugnisse auf der Schulnote Eins basieren.

Kein Wunder: Arbeitnehmer haben ein Recht auf ein wohlwollendes und wahres Arbeitszeugnis. Wie gut dies aber ausfällt und welche geheimen Codes letztlich doch andere Personaler vor dem Kandidaten oder der Kandidatin warnen, verraten wir hier.

Vor den folgenden Phrasen im Arbeitzeugnis seien Sie gewarnt. Aber auch hier eine zweite gute Nachricht: Oft sind Arbeitgeber von sich aus bereit, das Zeugnis noch mal zu ändern – insbesondere, wenn die Kündigung einvernehmlich und fair verlaufen ist. Dann „will der Chef seinem früheren Mitarbeiter keine Steine in den Weg legen“, schreibt das Wochenmagazin DIE ZEIT.

  1. Mit seinen Vorgesetzten ist er gut zurechtgekommen (= Ein Mitläufer und Ja-Sager, der sich gut verkaufen kann)
  2. Sie trat sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres Unternehmens engagiert für die Interessen der Arbeitnehmer ein (= Sie war gewerkschaftlich aktiv)
  3. Vorgesetzten und Kollegen war er durch seine aufrichtige und anständige Gesinnung ein angenehmer Mitarbeiter (= Ihm mangelt es an Tüchtigkeit)
  4. Sie war mit Interesse bei der Sache (= aber ohne Erfolg)
  5. Bei Kunden war er schnell beliebt (= Er machte viele Zugeständnisse, besitzt keine Verhandlungsstärke)
  6. Wir haben uns einvernehmlich getrennt (= Auf Initiative des Arbeitgebers erfolgte Eigenkündigung des Arbeitnehmers oder Abschluss eines Aufhebungsvertrages)

Mehr Geheimcodes finden Sie auf https://www.arbeitszeugnis.de/presse/geheimcodeliste.pdf

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