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Teaser Regionalleiter Weichert
Bild: Barbara Dietl
Experten-Interview

Corona-Krise verlängert Niedrigzinszeit

Die Corona-Krise verunsichert die Menschen weltweit. Doch wie wirkt sich die Pandemie auf das Vermögen der Anleger aus und wie sollten sich Sparer in der aktuellen Situation verhalten? Dirk Weichert, Wertpapierexperte der Berliner Sparkasse, beantwortet häufige Anlegerfragen.

Wie wird es an den Aktienmärkten weitergehen?

Dirk Weichert: Die Aktienmärkte haben bereits viel der konjunkturellen Erholung vorweggenommen, vielleicht zu viel. Auch konjunkturell kann es wieder zu Rückschlägen kommen. Daher werden die Märkte noch eine Weile lang sehr schwankungsanfällig bleiben.

Soll ich mit der Geldanlage erst einmal abwarten bis sich die Situation wieder ‚normalisiert‘ hat?

Ob die Kurse kurzfristig weiter fallen oder sich schnell erholen, ist nur schwierig vorherzusagen. Dennoch muss nicht abgewartet werden. Denn die Risiken von schwankenden Kursen können durch regelmäßiges Wertpapiersparen in breitgestreute Aktienfonds verringert werden. Wer regelmäßig und langfristig in Wertpapiere spart, muss sich über den richtigen Einstiegszeitpunkt keine Gedanken machen. Denn Anleger setzen so nicht alles auf eine Karte, sondern investieren Monat für Monat in den Markt. Fallen die Kurse weiter, erhält der Anleger mehr Fondsanteile für seine Sparrate. Steigen die Kurse, erhält der Anleger zwar eine geringere Menge an Fondsanteilen, gleichzeitig nimmt er jedoch an den wachsenden Kursen teil. Ein Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont, also von zehn Jahren und mehr, kann mit einem Fondssparplan von unterschiedlichen Marktphasen einen Nutzen ziehen.

Wie sieht es aktuell mit dem Kauf von Aktien aus. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür?

Deutliche Kursrückgänge von Aktien sind unter langfristigen Gesichtspunkten eine gute Gelegenheit, weitere Aktien hinzuzukaufen. So können Anleger von einem späteren Anstieg der Kurse profitieren. Die Gefahr besteht jedoch darin, zu früh zu kaufen. Kunden sollten daher geplant vorgehen und Stück für Stück in Wertpapiere investieren, zum Beispiel über einen Fondssparplan.

Stichwort Zinsen: Ist nach Corona alles anders?

Die Corona-Krise verlängert die Niedrigzinszeit sogar noch, denn international haben die Notenbanken das Zinsniveau weiter nach unten gesenkt. Ein Hoffen auf die Rückkehr von Zinsen ist in diesem Jahrzehnt damit unrealistisch. Die Zentralbanken stellen viel Geld bereit, von denen ein Teil wieder am Aktienmarkt landet. Für den langfristigen Anleger ist das Sparbuch keine Alternative. An Wertpapieren führt daher auch nach der Corona-Krise kein Weg vorbei. Wer regelmäßig etwas zurücklegen möchte, kann beispielsweise in einen Fondssparplan einzahlen. Als Einmalanlage können Zertifikate in Frage kommen.

Sie sprachen gerade Zertifikate an. Was verbirgt sich dahinter?

Zertifikate sind Wertpapiere, mit denen der Inhaber an der Wertentwicklung des Basiswerts (bspw. eine Aktie oder ein Index) partizipiert, der dem Zertifikat zugrunde liegt. Der Anleger kann mit Zertifikaten auf steigende, fallende oder seitwärts tendierende Kurse des Basiswerts setzen. Zertifikate können als Beimischung für mittel- bis langfristig orientierte Kundendepots in Frage kommen. Nähere Informationen finden Sie in unserem Artikel Zertifikate: Finanzwissen einfach erklärt >>.

Beraterhinweis für Anleger

Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de, erhalten. Die Wertpapierinformationen für Zertifikate sowie das gegebenenfalls verfügbare aktuelle Basisinformationsblatt erhalten Sie bei Ihrer Sparkasse oder von der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de.

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