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Weichert
Bild: Barbara Dietl
Weltspartag 2020

„Sparen über einen längeren Zeitraum schafft auch kleine Vermögen“

Ende Oktober ist Weltspartag. Im Interview erklärt Dirk Weichert, Geldanlage-Experte bei der Berliner Sparkasse, warum es wichtig ist, für Kinder zu sparen – auch wenn nur kleine Beträge möglich sind.

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eld auf das Sparbuch legen? Fondssparen oder doch lieber die gesparten Euros in ein altmodisches Sparschwein stecken? Welche die richtige Strategie ist, um für sein Kind Geld anzusparen, ist für Eltern nicht leicht zu beantworten. Zum Weltspartag gibt Wertpapier-Experte Dirk Weichert wertvolle Spar-Tipps. Denn, die gute Nachricht: Schon kleine Summen helfen beim Sparen. So können später die Wünsche des Kindes mit dem richtigen Finanzpolster unterstützt werden.

Was ist eine gute Strategie, um zu sparen?

Das kommt immer darauf an, wie lange gespart werden soll. Möchte ich für einen Urlaub im kommenden Jahr oder ein neues Fahrrad sparen, dann wähle ich, trotz minimaler Zinsen, ein Sparkonto. Möchte ich länger sparen und so etwas Geld für die erste Wohnung oder ein Studium anlegen, dann empfehle ich Aktien-Fondssparpläne. Damit kann man über einen längeren Zeitraum vom wirtschaftlichen Wachstum profitieren. Da können auch super gut nachhaltige Aspekte, wie Klimaschutz und Ökologie berücksichtigt werden. Du sparst für die eigene Zukunft und unterstützt Unternehmen, die für eine nachhaltige Zukunft stehen.

Kindern ein Stück Zukunft schenken

Die Berliner Sparkasse bietet Eltern und Großeltern verschiedene Möglichkeiten, für eine gesicherte Zukunft der Kinder und Enkelkinder vorzusorgen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag: Kindern ein Stück Zukunft schenken >>

Lohnt es sich, auch kleine Beträge zu sparen?

Ja! Ab 25 € kann in Fonds gespart werden. Und je früher man damit beginnt, regelmäßig zu sparen, desto besser. Sparen über einen längeren Zeitraum schafft auch kleine Vermögen.

Haben Sie einen Tipp, wofür Familien und Kinder am besten sparen können?

Das ist natürlich sehr individuell. Eltern und Großeltern beginnen sehr häufig bereits mit der Geburt des Kindes zu sparen. Für die erste Wohnung, für ein Studium, für einen längeren Auslandsaufenthalt. Als ich im Winter in Australien war, habe ich einige junge Leute getroffen, die nach dem Abitur und vor dem Studium erstmal ein halbes Jahr Australien erkundet haben. Dafür benötigt man schon ein finanzielles Polster.

Wie können Eltern für Kinder am besten sparen?

Es gibt drei entscheidende Kriterien. So früh wie möglich beginnen. Regelmäßig monatlich sparen. Durchhalten. Den Rest klären die Eltern am besten in einem Beratungsgespräch bei der Berliner Sparkasse.

Haben Sie einen Tipp, wie Eltern ihre Kinder vom Sparen überzeugen können?

Wer spart, kann sich Wünsche erfüllen. Je älter man wird, desto größer und teurer werden oft auch die Wünsche. Mit 18 Jahren möchte man gerne einen Führerschein machen, später eine eigene Wohnung einrichten. Das alles kostet viel Geld. Wer frühzeitig anfängt zu sparen, kann sich das später leisten. Und wer sich mit dem eigenen Geld einen lang gehegten Wunsch erfüllt, freut sich darüber umso mehr.
Häufig übernehmen Eltern und Großeltern das Sparen bis zum 18. Geburtstag. Meine Mutter hatte übrigens eine recht coole Idee, wie sie ihre Enkel zum Sparen nach dem 18. Geburtstag motiviert hat. Sie hat dann den gleichen Betrag für die Enkel gespart, den diese selber aufgebracht haben. Der eine Enkel, zum Beispiel, spart seit seinem 18. Geburtstag selber 30 Euro und die Oma gibt nochmal 30 Euro dazu.

Sollten Kinder Teile ihres Taschengeldes sparen?

Es gibt so viele coole Dinge, die man mit dem Taschengeld machen kann. Da verstehe ich auch, wenn nichts zum Sparen übrig bleibt. Wenn die Kinder aber mal einen größeren Geldbetrag geschenkt bekommen, etwa zur Jugendweihe, Konfirmation oder zum Geburtstag, dann ist das doch eine gute Gelegenheit, etwas zurück zu legen.

Lesen Sie zum Thema Taschengeld auch unseren Ratgeber Wie viel Taschengeld ist genug? >>

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