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Vermögen

10 Tipps: So machen Sie 2019 mehr aus Ihrem Geld

Unsere Checkliste: Wie Sie Ihre Ausgaben im Blick behalten, wo Sie sparen können, Ihre Verträge optimieren – und: Wie Sie Ihr Erspartes geschickt vermehren.

Ausgaben kennen und optimieren

Mit dem Sparen verhält es sich umgekehrt zum Abnehmen: Es muss schlicht mehr reinkommen als raus geht. Dann bleibt auch Geld zum Sparen übrig. Wer ein fixes Gehalt hat, kann an der Einnahmen-Seite leider wenig schrauben – doch auf der Ausgaben-Seite kann man viel bewirken. Der allerwichtigste Tipp:

1) Schreiben Sie sich Ihre Ausgaben auf. Am besten über einen Zeitraum von drei Monaten.

Haushalten und Diät haben noch mehr gemeinsam: Man braucht viel Disziplin – und vernünftige Ziele. Ein solches sind besagte drei Monate. In dieser Zeit bekommen Sie einen guten Überblick, wie viel Geld monatlich zum Beispiel für Essen, Drogerie-Artikel, Abos, Freizeitausgaben und, und, und von Ihrem Konto wirklich abgeht. Schnell sehen Sie auch, welche große Summe einige Kleinbeträge im Monat ausmachen.

Online-budget-planer

Bewährt hat sich hier das Führen eines Haushaltsbuches. Beim Beratungsdienst Geld und Haushalt der Sparkassen gibt es das Haushaltsbuch ganz klassisch oder als kostenfreie Onlineplaner. Besonders praktisch ist die Finanzchecker-App, die direkt von der Internetseite aufs Smartphone geladen werden kann. So haben Sie Ihr Haushaltsbuch immer dabei.

Wenn Sie die drei Monate geschafft haben, können Sie vergleichen und sehen, wofür Sie am meisten Geld ausgeben. Unser Tipp:

2) Vergleichen Sie Ihre Ausgaben mit dem, was andere ausgeben. Wo lauern Ausgabenfallen? Wo könnten Sie folglich einsparen?

Der Beratungsdienst Geld und Haushalt der Sparkassen hat auf seiner Internetseite verschiedene Referenzbudgets veröffentlicht. Diese basieren auf den Daten des Statistischen Bundesamtes und wurden mit Wissenschaftlern der Deutschen Gesellschaft für Haushaltswirtschaft für 120 verschiedene Haushaltstypen entwickelt: www.referenzbudgets.de.

Lesen Sie mehr zum Beratungsdienst Geld und Haushalt der Sparkassen in unserem Artikel Richtig haushalten.

Nachhaltiger konsumieren

Wer bei seiner Ausgabenübersicht feststellt, viel zu viel Geld für Lebensmittel auszugeben oder fürs Essen auswärts, kann hier ordentlich sparen. Denn viele Verbraucher wissen nicht (oder wollen es nicht wissen), wie viel Geld eigentlich der morgendliche Coffee-to-go oder das werktägliche Essengehen in der Gesamtsumme ausmachen. Wir empfehlen daher:

3) Sparen Sie bei Ihren größten Ausgabeposten ein. Gehen Sie zum Beispiel weniger auswärts essen, trinken Sie Ihren Kaffee zu Hause oder auf der Arbeit, wo er weniger kostet.

Haushaltsexperten raten auch dazu, sich die Ausgaben bei bestimmten Posten – zum Beispiel fürs Shoppen von Kleidung – selbst zu reglementieren. Der konkrete Tipp:

4) Legen Sie sich für bestimmte „Sünden“ einen monatlichen Fix-Betrag zur Seite. Das geht zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto.

Unser Tipp: Sie sparen auf diese Weise auch für einen größeren Posten, wenn Sie das Geld monatlich per Dauerauftrag von Ihrem Girokonto auf das Tagesgeldkonto überweisen.

Stromanbieter wechseln und überflüssige Abos kündigen

Stromanbieter bieten oft attraktive Neukundenrabatte, die am Ende des Jahres gutgeschrieben werden. Bis zu 300 Euro im Jahr lassen sich unterm Strich sparen. Vergleichsplattformen geben hier einen guten Überblick und machen einen Wechsel (auch jährlich) einfach.

5) Besonders bei Strom und Gas können Sie jährlich mehrere hundert Euro im Jahr sparen, indem Sie die Anbieter regelmäßig vergleichen und wechseln.

Auch beim Handy- und Festnetzvertrag lohnt regelmäßig ein Vergleich. Experten wissen, dass man hier monatlich locker 20 Euro sparen kann, wenn man zum Beispiel von einem Vertrag auf einen Prepaid-Vertrag wechselt.

Stellen Sie als nächstes Ihre Ausgaben für Abos auf den Prüfstand. Was muss wirklich noch sein? Was ist vielleicht doppelt? Sind Sie zum Beispiel Abonnent von Netflix, Amazon Prime und SkyTicket gleichzeitig? Nutzen Sie Spotify und Apple Music parallel? Hier lassen sich nicht selten Euros sparen, die am Ende des Jahres sogar einen dreistelligen Betrag ergeben können.

6) Machen Sie eine Inventur bei Ihren Abos. Was ist doppelt, was ist veraltet?

Versicherungen regelmäßig überprüfen

Zwei von drei Befragten halten auch ihrer Versicherung lange die Treue, berichtet das Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS. „Das ist nicht immer gut, denn oftmals schlummern Policen mit nicht bedarfsgerechten Leistungen in den Aktenordnern”, gibt Michael Mücher, Versicherungsexperte der Berliner Sparkasse, zu bedenken.

Nicht selten kosten ältere Versicherungen dann mehr und bieten mitunter sogar weniger Leistungen als vergleichbare aktuelle Versicherungsangebote. Also unser Tipp:

7) Stellen Sie Versicherungen regelmäßig auf den Prüfstand: Welche benötigen Sie wirklich noch? Wo lohnt sich ein Wechsel in einen anderen Tarif?

Die Berliner Sparkasse bietet ihren Kunden einen regelmäßigen Versicherungs-Check, kostenlos in jeder Filiale. Altverträge können dort überprüft und für zeitgemäße Risiken angepasst werden. Auch bei Versicherungslücken oder einer zu geringen Deckungssumme kann sich der Wechsel in einen neuen Tarif oder zu einem anderen Anbieter lohnen.

Kredite zusammenfassen

Wenn Sie schon Inventur machen, dann richtig. Nicht selten gehen gleich mehrere Kreditraten monatlich vom Konto ab, weil Auto, Küche und Waschmaschine finanziert wurden. Die Berliner Sparkasse empfiehlt, auch bei Krediten zu überprüfen, ob ein alter Kredit nicht durch einen günstigeren Kredit abgelöst werden kann. Nicht selten lassen sich die einzelnen Raten mehrerer Kredite zu einer insgesamt niedrigeren Rate zusammenfassen. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Für Wünsche mehr Spielraum.

8) Überprüfen Sie vorhandene Kredite. Oft lässt sich die Rückzahlung mehrerer Kredite zu einer günstigeren Einzelrate zusammenfassen.

Mehr Rendite fürs Sparen

Generationen von Sparern haben ihre monatlichen Überschüsse sicher und lukrativ auf dem Sparbuch arbeiten lassen. Sicher ist dies immer noch, aber alles andere als gewinnbringend. Denn die Inflation ist höher als die Zinsen auf dem Sparkonto. Deshalb empfiehlt die Berliner Sparkasse:

9) Nutzen Sie für Ihr Sparziel auch die Chancen an den Wertpapiermärkten.

Eine Empfehlung, die übrigens auch unabhängige Finanzexperten teilen. Denn: Für die meisten Sparer ist dies derzeit die einzige Möglichkeit, aus Ersparnissen doch noch ein Vermögen aufzubauen.

Wer seine Aktiendepots zudem langfristig anlegt, mit regelmäßigen Sparraten befüllt und das Geld nicht gleich ein Jahr später wieder abheben möchte, fährt mit Wertpapieren auf lange Sicht (zehn Jahre plus) deutlich besser als mit fest angelegtem Geld. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Jetzt geht´s aufs Parkett

10) Denken Sie bei solchen Anlagen langfristig (zehn Jahre plus).

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