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Umfrage

Ich bin ein Berliner

Wie sehr identifizieren sich Berliner mit ihrer Stadt? Wie viele engagieren sich für ihren Kiez? Wie sollen noch mehr Menschen Platz finden und hier leben? Diese Fragen hat die Berliner Sparkasse 1.000 Berlinern gestellt. Die Überraschung: 40 Prozent sind für mehr Hochhäuser. Und jeder zehnte Berliner kann sich sogar vorstellen, seine Wohnung zu teilen.

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ier von fünf Berlinern identifzieren sich mit ihrem Kiez. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Berliner Sparkasse unter Berlinern. Demnach ist die Identifikation im Stadtteil Steglitz-Zehlendorf am höchsten – gefolgt von Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg. Am wenigsten identifzieren sich die Spandauer und Treptow-Köpenicker mit ihrem Kiez.

Identifikation 2
Bild: Berliner Sparkasse

Das hat auch Auswirkungen auf die Frage, inwiefern sich die Berliner um ihren Kiez kümmern und sich hier engagieren: zum Beispiel Straßenfeste organisieren, Müll sammeln oder Beete an Bürgersteigen anlegen. Immerhin 26 Prozent der Friedrichshainer und Kreuzberger engagieren sich für ihren Kiez, gefolgt von den Bewohnern in Mitte (24 Prozent) und Neukölln (23 Prozent).

Engagement
Bild: Berliner Sparkasse

Wo soll neuer Wohnraum herkommen?

Berlin braucht dringend neuen Wohnraum. Aber wo soll dieser herkommen? 55 Prozent der befragten Berliner meinen: Baulücken schließen! 53 Prozent plädieren dafür, Dachgeschosse auszubauen. Und 40 Prozent können sich gar vorstellen, neue Hochhäuser zu bauen.

Wohnraum
Bild: Berliner Sparkasse

Sogar Wohnungen zu teilen ist für jeden zehnten Berliner denkbar. Und 29 Prozent sind dafür, künftig kleinere Wohnungen zu bauen. Dabei betrachten vor allem ältere Berliner die „Gentrifizierung“, sprich Veränderung ihrer Stadtteile, skeptisch. Besonders die 50-59-Jährigen fürchten sich vor dieser Entwicklung. Bei den über 60-Jährigen nimmt dies aber wiederum interessanterweise ab.

Gentrifizierung
Bild: Berliner Sparkasse

Alt werden möchten in Berlin indes viele: besonders die in Tempelhof-Schöneberg. Hier wollen 83 Prozent auch im Alter in Berlin wohnen bleiben. Im quirligen Mitte sieht das schon wieder anders aus: Hier können sich nur 69 Prozent vorstellen, auch noch im hohen Alter in dem Kiez zu leben. Ob es am Verkehrslärm liegt? Oder an den Sirenen und Nachtschwärmern? Das kann nur vermutet werden.

Alt In Berlin
Bild: Berliner Sparkasse

Quelle: Berliner Sparkasse, repräsentative Online-Umfrage der Berliner Wohnbevölkerung (n=1.000)

Die Zukunft Berlins

Die Ergebnisse sind Teil einer Studie der Berliner Sparkasse anlässlich ihres 200-jährigen Jubiläums. Das Umfrageinstitut Statista GmbH befragt dafür repräsentativ jeweils rund 1.000 Berlinerinnen und Berliner zu Zukunftsthemen der Hauptstadt.

Lesen Sie auch, was Berlinerinnen und Berliner zum Thema “Mobiliät in Berlin” denken.

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