Newsletter abonnieren
Titel Umfrage Wohnen
Bild: Shutterstock
Umfrage

Raus aus der Innenstadt: So wollen die Berliner 2020 wohnen

Berliner wollen Neubau vor allem außerhalb des S-Bahn-Rings und sind beim Mietendeckel gespalten.

D

ie Berliner sind sich einig, dass in der Hauptstadt gebaut werden soll – das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Berliner Sparkasse. 37 Prozent befürworten eine weitere Bebauung innerhalb des S-Bahn-Rings, aber bereits jeder zweite Hauptstadt-Bewohner spricht sich für den Bau neuer Wohnungen außerhalb der Schienen aus. Und 13 Prozent halten es für sinnvoller, neue Bauvorhaben nach Brandenburg zu verlegen.

Nicht Jwd
Bild: Berliner Sparkasse

Mehr Mitsprache bei neuen Bauvorhaben

Zwei Drittel der Befragten wünschen sich mehr Mitsprache bei den Bauvorhaben in der Hauptstadt. Mit mehr als 80 Prozent Zustimmung ist diese Haltung bei den 18- bis 29-Jährigen besonders ausgeprägt.
Mehr als die Hälfte aller Befragten findet, neuer Wohnraum sollte durch Lückenschluss und den Ausbau von Dachgeschossen geschaffen werden. Etwas mehr als zwei Drittel sind zudem für Hochhäuser in der Hauptstadt. Weniger Zustimmung gibt es für das Bauen kleinerer Wohnungen oder das Teilen von Bestandsimmobilien.

Neuer Wohnraum
Bild: Berliner Sparkasse

82 Prozent der Berliner wohnen zur Miete

Nach wie vor ist Berlin weit über dem Durchschnitt eine Mieterstadt: 82 Prozent der Befragten wohnen zur Miete. Vier Prozent geben an, eine Eigentumswohnung zu vermieten. Mit Blick auf die Wirkung des vom Senat im vergangenen Jahr beschlossenen Mietendeckels sind die Berliner gespalten: 22 Prozent erwarten Vorteile durch den Mietendeckel, 36 Prozent rechnen nicht damit. 29 Prozent der Befragten haben zur Wirkung des Mietendeckels zumindest noch keine abschließende Meinung.

Meist Gemietet
Bild: Berliner Sparkasse

Einmal Berlin, immer Berlin

Die Berliner stehen zu ihrer Stadt: „Drei von vier Berlinern wollen in der Hauptstadt alt werden. Wer kann, sollte sich deshalb mit dem Thema Eigentum auseinandersetzen – wenn aus persönlicher Sicht die richtige Zeit dafür gekommen ist. Manche stellen ihre Überlegungen zu Umzug und Kauf in der aktuellen Krise natürlich erst einmal hinten an, andere nutzen das Daheimbleiben, um ihre Finanzierungen abzuschließen und sich die aktuell günstigen Zinsen zu sichern“, sagt Alexander Fest, Direktor für Private Kunden bei der Berliner Sparkasse. „Auf lange Sicht gilt: Die eigenen vier Wände zählen zu den sichersten Formen der Altersvorsorge. Und sie verschaffen im Gegensatz zum Mietermarkt finanzielle Planbarkeit und Sicherheit.“

Zuhause Alt Werden
Bild: Berliner Sparkasse

Mehr noch als die Stadt an sich lieben die Berliner ihren Kiez. 80 Prozent der Befragten identifizieren sich mit der eigenen Nachbarschaft. Besonders hoch sind die Werte in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick.

Einmal Berlin Immer Berlin
Bild: Berliner Sparkasse

Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage unter 1.000 Berlinerinnen und Berlinern, die das Umfrageinstitut info GmbH im Auftrag der Berliner Sparkasse im Februar 2020 durchgeführt hat.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren