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Titel Torschreiber
Bild: Colourbox
Stiftung Brandenburger Tor

Stipendium für Schritsteller im Exil

Galal Alahmadi erhält als zweiter Autor das Stipendium als „Torschreiber am Pariser Platz“ von der Stiftung Brandenburger Tor und der Allianz Kulturstiftung.

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um zweiten Mal vergeben die Stiftung Brandenburger Tor – die Kulturstiftung der Berliner Sparkasse – und die Alianz Kulturstiftung 2019 ihr gemeinsames Stipendium “Torschreiber am Pariser Platz”. Der diesjährige Preisträger ist der jemenitischen Autor Galal Alahmadi.

Stipendium zum Schreiben eines Romans

Galal Alahmadi, der 1987 in Saudi-Arabien geboren wurde, lebt seit 2016 mit seiner Familie im Exil in Deutschland.

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Torschreiber Galal Alahmadi Bild: Mathias Bothor / Secession Verlag

Er arbeitete als Journalist und Redakteur für verschiedene arabische Zeitungen und Magazine. Heute ist er vor allem als Schriftsteller tätig und veröffentlichte bisher vier Gedichtbände auf Arabisch. Bis 2016 war er Literaturstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und erhielt im August 2017 den renommierten Mohammed-Afifi-Matar-Preis in Kairo. Im Rahmen des Stipendiums arbeitet Galal Alahmadi an seinem ersten Roman: „Das von mir geplante Werk ist kein Buch über die Finsternis, sondern über das Leben in ihr. Für mich ist die Finsternis keine Zeit oder Farbe, sondern ein Ort, der sich in der Zeit erstreckt, als wäre er aus Fleisch und Blut.“

Rasha Habbal – erste Stipendiatin in 2018

2018 erhielt die syrische Lyrikerin Rasha Habbal als erste Autorin das Stipendium “Torschreiber am Pariser Platz”. Rasha Habbal wurde 1982 in Hama, Syrien geboren und lebt seit 2015 in Trier. Sie schreibt auf Arabisch und ist vor allem als Lyrikerin bekannt. Erschienen ist von ihr, unter anderem 2014, ein Gedichtband auf Arabisch mit dem Titel „Wenig von dir… Viel vom Salz“. Derzeit arbeitet sie an einem nach Ansicht der Jury vielversprechenden Roman über die Lebensbedingungen im Exil in Deutschland.

Stipendium „Torschreiber am Pariser Platz“

Das Stipendium, das die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor in Verbindung mit dem Literarischen Colloquium vergeben, fördert Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Exil in Deutschland leben, weil sie in ihren Heimatländern bedroht oder verfolgt wurden. Das Stipendium ist auf 12.000 Euro dotiert und ermöglicht dem Gewählten sich ganz auf seine literarische Arbeit zu konzentrieren. Außerdem erhält der Stipendiat für zwei Monate einen Aufenthalt im Literarischen Colloquium Berlin (LCB).

Mit dem Programm wollen die drei Kooperationspartner auch an das Schicksal der verfolgten deutschen Autorinnen und Autoren in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern, die in anderen Ländern Zuflucht fanden. Ihr Schicksal und Werk sind nicht vergessen. Heute soll Berlin ein Ort der Zuflucht und Sicherheit sein. Hierfür setzt das Stipendium Torschreiber am Pariser Platz ein Zeichen.

www.stiftungbrandenburgertor.de

Die Stiftung Brandenburger Tor ist die Kulturstiftung der Berliner Sparkasse. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Ein Haus der Kultur“.

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