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Titel Stiftung 692
Bild: Shutterstock
Stiftungsgründung

Vermögen sucht Aufgabe

Gute Bildungschancen für alle Kinder, Sprachförderung, die Erforschung von unheilbaren Krankheiten, Natur- und Tierschutz: Immer mehr Berlinerinnen und Berliner übernehmen Verantwortung und wollen etwas Gutes tun. Stiftungen stehen dabei ganz oben.

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or allem Menschen, die keine Erben haben, möchten ihr Vermögen auch nach dem Tod „weiterleben“ lassen. Sie suchen nach einer sinnvollen Aufgabe für ihr Geld“, sagt Bianca Richardt, Leiterin des Bereiches Stiftungen der Berliner Sparkasse. Allein in Berlin wurden im vergangenen Jahr 30 Stiftungen errichtet, inzwischen sind es 845 in der Hauptstadt.

Weder Erbschafts- noch Schenkungssteuer fallen an

Alter Mann Leeres Blatt
Wem vererbe ich mein Vermögen? Wenn keine Kinder da sind, kann eine Stiftung die Lösung sein. Bild: Shutterstock

Und soviel vorweg: Die Gründung einer Stiftung bietet gleich mehrere Vorteile. Wer keine Erben hat, kann selbst entscheiden, welchen guten Zweck er oder sie fördern möchten. Zudem fallen keine Erbschafts- und Schenkungssteuern an.

Voraussetzung dafür ist die Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung. In Berlin ist dies ab einem Stiftungskapital von rund 100.000 Euro möglich. Da eine Stiftung aber nur die Erträge ausschütten darf, die sie auch erwirtschaftet, lohnt sich die Errichtung erst bei einem größeren Vermögen. Kleinere Summen dagegen können einer bestehenden Stiftung zugestiftet werden. Auch hier kann der Stifter Einfluss auf die Verwendung nehmen. Die Berliner Sparkasse selbst bietet mit ihren drei Stiftungen „Stiftung Berliner Sparkasse von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin“, „Berliner Sparkassenstiftung Medizin“ und der „Stiftung Brandenburger Tor“ Möglichkeiten für unterschiedliche Stiftungszwecke.

Für die Zukunft Ihres Vermögens

Wenn es darum geht, die im Leben erarbeiteten Werte vermögens­schonend weiter­zugeben, muss frühzeitig eine effiziente Strategie erarbeitet werden. Das Private Banking der Berliner Sparkasse agiert hier besonders voraus­schauend mit einem erfahrenen Nachlass- und Stiftungs­management, stets in Kooperation mit externen Partnern.

Früh den richtigen Zeitpunkt klären

Doch was ist nun bei der Gründung einer eigenen Stiftung zu tun? Zunächst ist der richtige Zeitpunkt zu klären. Soll die Stiftung schon zu Lebzeiten errichtet werden oder erst im Todesfall? Im ersten Fall muss sich der Stifter bereits zu Lebzeiten von einem großen Teil seines Vermögens trennen. Der sogenannte Grundstock bildet das Startkapital einer Stiftung und darf nicht angetastet werden.

Bei einer Stiftung von Todes wegen hingegen kann zu Lebzeiten noch unbeschränkt über das gesamte Vermögen verfügt werden. Erst nach dem Tod geht das verbliebene Vermögen auf die Stiftung über. Durch ein handschriftliches oder notarielles Testament, oder auch durch einen Erbvertrag kann die Stiftung als Alleinerbin eingesetzt werden.

Pflichtteilsansprüche von Angehörigen bedenken

Dabei müssen die Vorschriften des Erbrechts unbedingt beachtet werden. „Wichtig ist zum Beispiel, eventuelle Pflichtteilsansprüche von Angehörigen genau zu prüfen, da diese auch durch die Gründung einer Stiftung nicht ausgeschlossen werden können“, rät Ines Fasting, Volljuristin im Stiftungsmanagement der Berliner Sparkasse. Weitere Überlegungen sind: Welchen Zweck soll die Stiftung erfüllen? Wer soll sie leiten? Eine fertige Stiftungssatzung ist zwar noch nicht nötig, aber den Namen, den Sitz, den Zweck, das einzubringende Vermögen sowie die Bildung des Vorstands muss der Stifter bereits im Testament festlegen.

In allen Stiftungsfragen ist eine gute, auch erbrechtliche Beratung, zwingend erforderlich. Es ist empfehlenswert, bereits im Testament einen erfahrenen Testamentsvollstrecker zu benennen. Dieser gewährleistet, dass der letzte Wille auch so umgesetzt wird, wie der Stifter es für sein Vermögen vorgesehen hat.

Stiftung Berliner Sparkasse

Die Stiftung Berliner Sparkasse – von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin hat das Ziel, das Gemeinwohl in Berlin zu fördern. Die Bildung und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen ist ihr dabei ein besonderes Anliegen. Die Stiftung steht ausdrücklich auch Zustiftungen Dritter offen. Berlinerinnen und Berliner sind eingeladen, dieses gesellschaftliche Engagement zu unterstützen.

Infos unter Telefon 869 74 76 50
www.berliner-sparkasse.de/stiftung

Die Berliner Sparkasse unterhält im Private Banking ein spezielles Nachlass- und Stiftungsmanagement. Ein erfahrenes Kompetenzteam aus Juristen und Vermögensberatern sichert Vermögen für die Zukunft und bietet professionelle Unterstützung bei allen Stiftungsfragen. Die Expertise geht von der Nachfolgeplanung bis hin zur Testamentsvollstreckung und umfasst auch Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen, stets in Kooperation mit externen Notaren, Rechtsanwälten und Steuerberatern. Bereits jede fünfte Berliner Stiftung verwaltet ihr Vermögen mit der Berliner Sparkasse.

Kompetenz für höchste Ansprüche

Im Private Banking der Berliner Sparkasse betreut Sie ein speziellen Kompetenzteam aus Juristen und Vermögensberatern in Abstimmung mit Ihrem Rechts- oder Steuerberater bei allen Fragen zum Nachlass- und Stiftungsmanagement.

www.berliner-sparkasse.de/privatebanking.

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