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Hilfe für Patienten ohne Lobby
Bild: Shutterstock

Sparkassen-Stiftung Medizin

Die Sparkassenstiftung Medizin ist die älteste der drei Stiftungen der Berliner Sparkasse. Die medizinische Grundlagenforschung zu sichern und Wissenschaftlern eine solide Planbarkeit ihrer Projekte zu ermöglichen – das ist der Zweck der 1988 gegründeten Stiftung. Wir sprachen mit Ines Fasting, seit 2015 neuer Vorstand der Stiftung

Gab es einen konkreten Anlass für die Gründung der Stiftung?

Die Stiftung wurde zur 750-Jahr-Feier Berlins mit einem Kapitalstock von damals 5 Millionen DM errichtet. Damit sollte der Wissenschaftsstandort gestärkt werden. Schwerpunkte bildeten zunächst die hyperbare Sauerstoffmedizin und Projekte der Krebs- und Rheumaforschung.

Welche Erfolge konnte die Forschung erzielen?

Durch die präzise wissenschaftliche Arbeit wurde zum Beispiel ein natürlicher Wirkstoff entdeckt, der die Rückfallwahrscheinlichkeit bei Krebserkrankungen senkt.

Ines Fasting
Mit Forschung Leid lindern: Stiftungsvorstand Ines Fasting. Bild: Barbara Dietl

Seit letztem Jahr sind Sie nun neuer Vorstand. Welche Ziele haben Sie?

Mit der Zinswende und nachlassenden Erträgen wurde die Stiftung weniger aktiv. Das soll sich jetzt ändern. Auch setzen wir unseren Schwerpunkt verstärkt auf die Förderung von neuen Therapien von seltenen Erkrankungen. Es gibt Erkrankungen, die sind so selten, dass es keinen kommerziellen Markt für Medikamente gibt. Meist sind es unheilbare Gendefekte, die die Betroffenen von Geburt an unsagbar leiden lassen. Die umfassenden Einschränkungen erkrankter Kinder betreffen dann die ganze Familie. Im Durchschnitt dauert es vier Jahre, bis Eltern erfahren, unter welcher Krankheit ihr Kind leidet. So geht wertvolle Therapiezeit verloren. Ich habe diese Fokussierung vorgeschlagen und konnte unser Kuratorium, dem auch zwei Medizinprofessoren angehören, schnell überzeugen.

Wie können Sie die Forschung nach ersehnten Therapien unterstützen?

Wir haben bereits die Charité beim Aufbau eines Zentrums für seltene Erkrankungen unterstützt. Dort sollen die Kompetenzen für Betroffene gebündelt werden. Auch in Zukunft werden wir dieses Projekt und andere vielversprechende Ansätze begleiten. Als Gendeffekte sind diese Krankheiten derzeit meist nicht heilbar, es geht also oft um Therapien zur Leidensminderung.

Wie können Berliner Ihre Arbeit unterstützen?

Es wäre toll, wenn wir Spenden bekommen, um so unsere Ausschüttungen für aussichtsreiche Forschungsprojekte zu erhöhen. Die Stiftung hat äußerst niedrige Verwaltungskosten und kann so den Großteil der Erträge für den guten Zweck einsetzen. Das liegt daran, dass ich von der Berliner Sparkasse unentgeltlich als Vorstand der Stiftung zur Verfügung gestellt werde.

So können Sie spenden:

Sparkassenstiftung Medizin

Spenden-IBAN-Nummer:
DE93 1005 0000 0990 0247 09

www.berliner-sparkasse.de/stiftung

Mehr zu den Stiftungen der Berliner Sparkasse:
www.berliner-sparkasse.de/stiftung

Ist das Engagement in eine bestehende Stiftung eine Alternative für Menschen, die ihren Nachlass regeln wollen?

Dafür gibt es gute Argumente: Das Zustiften ist komplett von der Erbschaftssteuer befreit. Außerdem tut man langfristig Gutes, weil die Erträge aus dem gestifteten Vermögen auf Dauer für den Stiftungszweck eingesetzt werden müssen.

Sicher effizienter als eine eigene Stiftung.

Richtig, wenn man sich mit dem Stiftungszweck identifiziert, spart man den Aufbau eines eigenen Verwaltungsapparats.

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