Bild: Berliner Sparkasse
Geldanlage

Lohnt das Sparbuch noch?

Das rote Sparbuch ist die Mutter aller Sparformen. Doch die dauerhaft niedrigen Zinsen machen den treuen Begleiter immer unattraktiver. Welche Alternativen empfehlen sich in diesen Zeiten für Ihre Ersparnisse?

E

s war die Sparkasse zu Berlin, die die Einzahlungen ihrer Kunden 1818 erstmals in Quittungsbüchern festhielt. Daraus entstand der Klassiker für die Geldanlage: Bis heute erfreut sich das Sparbuch größter Beliebtheit. Weit über eine halbe Billion Euro, so hat die Deutsche Bundesbank errechnet, lagern auf den Sparbüchern der Republik.

Eine der sichersten Formen der Geldanlage

Das vertraute rote Büchlein ist dabei nicht nur der Favorit einer älteren Generation. Auch viele junge Menschen nutzen gerne das Sparbuch, das ihnen beispielsweise Eltern oder Großeltern zu Geburt, Einschulung oder Konfirmation angelegt haben.

Minizinsen beim Klassiker

Zur Titelgrafik (oben):
In die „Real­zins­falle“ geraten Sparer, wenn die Teuer­ungs­rate län­gere Zeit ober­halb der Zins­er­träge liegt. Aktuell bringt das Spar­buch 0,01 Pro­zent Zin­sen, die Infla­tions­rate liegt im Durch­schnitt, auch aufgrund des wieder angestiegenen Öl­prei­ses, deut­lich darüber. Quelle: Statistisches Bundesamt

Deshalb gilt: Besser das Sparbuch nur als ein Baustein im Anlagemix.

Das ist zunächst eine gute Idee: Kleine regelmäßige Beträge oder auch größere Geldgeschenke werden angespart, um beispielsweise den Führerschein oder die erste Wohnungseinrichtung finanzieren zu können. Das traditionsreiche Sparbuch ist eine der sichersten Formen der Geldanlage überhaupt und als Baustein der eigenen Absicherung sehr beliebt. Durch die gesetzliche Einlagensicherung ist es auch in turbulenten Zeiten garantiert bis 100.000 Euro geschützt.

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Rendite nur mit einer breiten Streuung

Doch leider gibt es für die Ersparnisse hier so gut wie keine Rendite mehr, im Endeffekt schrumpft ihr realer Wert sogar. Zwar herrscht derzeit nur eine niedrige Inflation, dennoch liegen die Preissteigerungs­raten meist über den durchschnittlichen Minizinsen, die nun schon seit längerem bei 0,1 Prozent und weniger verharren. Das angelegte Geld verliert so an realer Kaufkraft.

Als wirksames Mittel gegen die Inflation hilft heutzutage nur eine breite Streuung der Ersparnisse über unterschiedliche Anlageformen und Laufzeiten. Schließlich sind bei Renten, Anleihen, Aktien und Immobilien auf lange Sicht weitaus höhere Renditen möglich.

Kleinsparer sollten auch Mischfonds in Betracht ziehen

Doch gerade viele Kleinsparer scheuen alternative Anlagen und damit den Schritt zu einer höheren Rendite. Sie glauben oft, dass bei überschaubaren Sparbeträgen die Zinsen ohnehin nicht ins Gewicht fielen. Doch mit dieser Annahme liegen sie daneben.

Dazu ein Beispiel:

  • Wer monatlich 100 Euro mit einer Verzinsung von 0,1 Prozent anspart und dies zehn Jahre durchhält, hat am Ende ein Guthaben von 12.060,67 Euro , also gerade mal rund 60 Euro Zinsen .
  • Hätte das Geld hingegen 1 Prozent gebracht, wäre eine Sparsumme von 12.622,66 Euro zusammengekommen.

Unsicher müssen Aktien und Co. nicht zwangsläufig sein. Durch eine vernünftige Mischung der Produktklassen wird das Risiko von Kursschwankungen bestmöglich minimiert. Mit einem Klick auf die folgende Grafik erhalten Sie Informationen zu allen Anlageklassen.

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Die strukturierte Beratung bei der Berliner Sparkasse stellt sicher, dass bei jeder Anlageempfehlung die persönliche Risikobereitschaft immer im Einklang mit den Anlagezielen steht.

Beratungstermine in allen BeratungsCentern der Berliner Sparkasse und unter Telefon 030-869 869 69

Weiter Informationen zum Sparkassen-Finanzkonzept finden Sie auf der Website der Berliner Sparkasse.

Wie lege ich mein Geld an?

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