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Titel Sing Along Probe
Bild: Christoph Schieder
Sing-Along-Projekt

Berlin buntgemischt

Zu Besuch in der Grundschule an der Peckwisch im Märkischen Viertel in Reinickendorf: Eine 5. Klasse probt mit großem Spaß für das Sing-along-Konzert in der Komischen Oper Berlin.

„Wo wohnt der Papagei?“ – „Auf dem Gummibaum natürlich!“ Die Frage ihrer Lehrerin Kerstin Winz können alle der 24 Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse in der Grundschule an der Peckwisch sofort beantworten. Denn der bunte Vogel aus dem lustigen Papageienlied ist längst vertraut und lieb gewonnen. Es ist die letzte Schulstunde für heute, an diesem Mittwoch im März im ebenerdigen Klassenzimmer in Reinickendorf.

Sing Along 29
Bild: Christoph Schieder

Der langgestreckte Schulbau aus den 50er Jahren liegt idyllisch zwischen Einfamilienhäusern, direkt dahinter erheben sich die Wohnblöcke des Märkischen Viertels. So vielfältig wie dessen Bewohnerinnen und Bewohner sind auch die Wurzeln der 13 Jungen und 11 Mädchen, die nun begeistert in den lautmalerischen Refrain des Papageienlieds einstimmen: „En-ke, den-ke, min-ki, a bumms do-se din-ki, a-ba, da-ba, sa-ra-gu-ai, a-ha! Si-ne, mi-ne, bi-ni, a e-la-ga-da mi-ni, a-ba da-ba sa-ra gu-ai!“

Lieder für Mitsing-Spaß aus der Komischen Oper Berlin

Die Kinder mit Eltern aus acht verschiedenen Ländern haben zwar verschiedene Muttersprachen, doch jetzt in dieser Stunde, in der ihre Klassenlehrerin mit Gitarre die Lieder aus dem Notenheft anstimmt, ist Musik die sprichwörtlich universelle Sprache. Die Auswahl der lustigen Stücke stammt aus der Musiktheaterpädagogik der Komischen Oper Berlin.

Die Klasse probt, genau wie 700 weitere Reinickendorfer Grundschüler, für das große gemeinsame Sing-along-Konzert, das im Juni im großen Saal des Opernhauses an der Behrenstraße in Mitte stattfinden wird. Zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern, Ensemblemitgliedern der Oper und mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Sparkasse werden rund 1.200 Teilnehmer auch das Pagageienlied anstimmen.

Impressionen von der Sing-Along-Probe

  • Sing-along-Gruppenbild

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

  • Sing Along, Komische Oper, Probe

    Foto: Christoph Schieder

Bild

Initiative für ein vielfältiges Berlin

Die gemeinsame Initiative von Hauptstadtsparkasse und Komischer Oper Berlin bringt in dieser Musikstunde vor allem jede Menge Gemeinschaftsgefühl und Spaß. Beim Aufwärmen am Anfang hatten die Kinder zunächst zu Mozarts Alla Turca wild im Raum getanzt, je nach Ansage von Lehrerin Kerstin Winz entweder auf einem Bein, mit Klatschen, als Bauchtanz oder über imaginäre Reißzwecken balancierend.

Beim fröhlichen Singen achtet die Lehrerin nun auf den richtigen Einsatz, schwierige Stellen werden wiederholt. Und auch die Haltung auf dem Stuhl ist ihr wichtig: „Gerade sitzen und Beine auf den Boden“, ermahnt sie den zappeligen Ali.

Die Kinder lieben die bunten Lieder

Dann ist „Das Lied vom Anderssein“ an der Reihe. Es steht beispielhaft für das große Ziel des Sing-along: Die Vielfalt Berlins in den Fokus rücken. Die Klasse, die vielfältiger kaum sein könnte, singt nun leidenschaftlich zunächst vom „Land der Blaukarierten“, in dem „Rotgefleckte“ diskriminiert werden. Die letzte Strophe führt dann ins fröhliche Land der „Buntgemischten“, in dem alle Farben herzlich willkommen sind.

Nach der ausgelassenen Stunde, in der wirklich alle Kinder voll bei der Sache waren, schwärmt die zehnjährige Victoria, wie gut ihr der Musikunterricht bei Frau Winz gefällt: „Manchmal singen wir Scherzlieder, manchmal singen wir aber auch Lieder von berühmten Leuten wie Sebastian Bach oder Stücke aus ,Peer Gynt‘“. Der elfjährige Florian ergänzt: „Zuhause höre ich mit meiner Mutter vor allem Schlager, aber die Lieder hier gefallen mir auch sehr gut“.

Und wie ist die Vorfreude auf den Ausflug in die Komische Oper? „Ja, das wird ein tolles Abenteuer“, ist sich Florian sicher. Für ihn ist es eine zweite Chance: „Ich war zwar schon mal in der Oper, aber das war ein komisches Stück, da bin ich gleich wieder raus.“

Formate: video/youtube

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