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Titel Probe Sing Along
Bild: Christoph Schieder
Sing-Along-Projekt

Morgens gleich ein „Fest der Freude“

Zehn Tage vor dem großen Sing-Along-Konzert besuchte das Musiktheaterpädagogik-Team der Komischen Oper Berlin die beteiligten Grundschulen im Märkischen Viertel. „Berliner Akzente“ war bei einer der Proben mit dabei.

K

urz nach acht Uhr in der Grundschule an der Peckwisch im Märkischen Viertel: Gleich zu Beginn des Schultages strömen rund 300 Schülerinnen und Schüler in das Foyer. Die Kinder aus den 3.- 6. Klassen sitzen dichtgedrängt mit ihren Notenblättern auf dem Boden, einige sogar auf der Freitreppe in den ersten Stock.

Probe Sing Along 7
Bild: Christoph Schieder

Nach der Begrüßung durch eine Lehrerin sind nun alle Blicke gespannt auf Anne-Katrin Ostrop gerichtet. Die Musiktheaterpädagogin der Komischen Oper Berlin spricht die Grundschüler trotz Mikrofonverstärkung ganz leise an und bringt so gekonnt das letzte Gemurmel zum Verstummen.

„Guten Morgen, ich will euch vorstellen, mit wem ich heute aus unserem Opernhaus in Mitte zu euch in das Märkische Viertel gekommen bin“, begrüßt Ostrop die kleinen und erwartungsfrohen Sänger. Mit dabei ist Kollegin Lena Böhm, Opernsänger Philipp Meierhöfer und Pianist und Dirigent André Georgi, der als „Klavierspieler“ vorgestellt wird.

Zusammen sollen nun in der ersten Schulstunde acht der Lieder gesungen werden, die rund 900 Schülerinnen und Schüler aus vieri Grundschulen im Märkischen Viertel seit Wochen im Musikunterricht üben. Großes Ziel ist das gemeinsame Sing-Along-Konzert im goldenen Saal der Komischen Oper Berlin am 26. Juni, das das innovative Opernhaus und die Berliner Sparkasse gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

  • Probe Sing Along 1

    Christoph Schieder

  • Probe Sing Along 2

    Christoph Schieder

  • Probe Sing Along 5

    Christoph Schieder

  • Probe Sing Along 6

    Christoph Schieder

  • Probe Sing Along 1

    Christoph Schieder

  • Probe Sing Along 4

    Christoph Schieder

  • Probe Sing Along 8

    Christoph Schieder

  • Probe Sing Along Andre Georgi

    Christoph Schieder

Bild

An diesem Morgen wird sofort klar: Mit dem Projekt und der Liedauswahl hat das Opernteam die Kinder im Sturm erobert, natürlich auch Dank der begeisternden Unterstützung durch das engagierte Peckwisch-Kollegium.

Mehr über das Sing-Along-Projekt

Die Idee eines großen Sing-Along-Konzerts für rund 1.200 Teilnehmer ist aus einer gemeinsamen Initiative der Komischen Oper Berlin und der Berliner Sparkasse entstanden. Das experimentierfreudige Opernhaus kooperiert seit Oktober 2016 mit der Hauptstadtsparkasse. „Berliner Akzente“ hat das Sing-Along-Projekt seit dem Frühjahr begleitet. Lesen Sie dazu auch:

Welches Stück nun auch angestimmt wird: Die riesige und buntgemischte Schar ist hoch motiviert und textsicher. Sei es beim Auftakt mit dem Gute-Laune-Song „Wir feiern ein Fest der Freude“, den Anne-Katrin Ostrop mit vollem Körpereinsatz dirigiert, oder beim 9-strophigen „Lauf, Jäger, Lauf“, bei dem Basssänger Philipp Meierhöfer eine Strophe höchst theatralisch vorträgt. „Ein Opernsänger ist ja auch Schauspieler“, erfahren die Kinder dazu von Ostrop. Pianist Georgi, groß gewachsen am winzigen Schul-Keyboard, unterstützt virtuos und fröhlich die Melodienvielfalt.

Philipp Meierhoefer
Bild: Christoph Schieder

Auch beim Kanon „Die Sonne geht auf“, bei dem der Saal in zwei Gruppen abwechselnd laut und leise intoniert, oder beim englischsprachigen „Singing all together“ ist der Peckwisch-Chor mit Feuer und Flamme dabei. Sogar ein Stück aus der kommenden Spielzeit der Komischen Oper gehört heute morgen zu den Favoriten. Lauthals stimmen die Grundschüler „Wenn ich einmal reich wäre“ aus „Anatevka“ an. Das Musical ist eine von zwei großen Jubiläumsproduktionen, mit denen das Opernhaus an der Behrensstraße ab Herbst seinen 70. Geburtstag feiert.

Sing-Along-Probe: Lauf, Jäger, lauf!

Formate: video/youtube

Sing-Along-Probe: Everybody is Singing a Song

Formate: video/youtube

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