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Titel Safer Shopping
Bild: Colourbox.com

S@fer Shoppen

Bummeln bequem vom Sofa aus: Die Deutschen kaufen jedes Jahr mehr im Internet. Nur beim Bezahlen werden viele Surfer noch nervös. So zahlen Sie sicher.

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nline-Shopping wird bei den Deutschen von Jahr zu Jahr beliebter: Fast 53 Milliarden Euro haben die Verbraucher 2017 nach Schätzungen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) online für Waren ausgegeben. Hinzu kommen weitere 15 Milliarden Euro für digitale Güter und Dienstleistungen wie Reise- und Ticketbuchungen. Das sind insgesamt zwei Milliarden mehr als noch 2015. Auch 2018 geht die Tendenz wieder deutlich nach oben.

Siegel garantiert, dass der Shop vertrauenswürdig ist

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Füße hoch gelegt und losgeshoppt: Der Einkaufsbummel im Internet wird immer beliebter. Bild: colourbox.com

Anders als an der Ladenkasse, wo traditionell Ware gegen Geld getauscht wird, gibt es beim Internethandel kein direktes Tauschgeschäft: Entweder muss der Kunde zunächst das Geld zum Händler befördern und erhält dann seine Ware, oder aber der Verkäufer verschickt seine Güter und bekommt erst später sein Geld. Ob ein Internetshop vertrauenswürdig ist, lässt sich auf den ersten Blick oft nicht erkennen. Ein gutes Zeichen ist das Siegel “Trusted Shops”, an dem nach eigenen Angaben mehr als 25.000 Online-Händler teilnehmen, die sich in mehr als 100 Einzelkriterien zu Sicherheit und Datenschutz prüfen lassen.

Klicken und kaufen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Checkliste für den Einkauf im Web erstellt.

Außerdem bietet das Zertifikat einen Käuferschutz – eine Art Versicherung, sein Geld zurückzubekommen, falls es mit der Bestellung schiefläuft. Über eine zuverlässige Bestell- und Zahlungsabwicklung wacht auch das „s@fer-shopping-Siegel“, das der TÜV Süd entwickelt hat. Die sicherste Variante beim Online-Shopping ist für den Kunden jedoch der Kauf auf Rechnung, den auch Verbraucherschützer uneingeschränkt empfehlen. „Dem Kunden bleibt damit die Möglichkeit, die Ware nach Erhalt zu prüfen und erst dann zu bezahlen“, erklärt Markus Feck, Bankenjurist der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Rechnungen und Online-Bezahldienste bevorzugt

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Fast 21 Prozent der Online-Shopper zahlen mit Kreditkarte. Bild: colourbox.com

Von der Möglichkeit der Vorkasse raten Verbraucherschützer hingegen eher ab, vor allem, wenn es sich um Shops handelt, die dem Käufer unbekannt sind. Nicht zuletzt deshalb ist der Kauf auf Rechnung mittlerweile zum beliebtesten Zahlungsmittel bei Internetgeschäften geworden. Auf Platz Zwei folgen Online-Bezahldienste wie PayPal. Hier bieten die deutschen Banken und Sparkassen den eigenen Bezahl-Service paydirekt an, der einfach zu bedienen ist und hohe Sicherheitsstandards garantiert.

Von Banken und Sparkassen entwickelt: „paydirekt“

Anders als bei herkömmlichen Online-Bezahllösungen aus den USA läuft das Verfahren nicht über einen Drittanbieter. „paydirekt“ ist als Zusatzfunktion direkt in das Online-Banking der Berliner Sparkasse integriert. Privatkunden müssen das System lediglich einmal in ihrem Account freischalten und können das Bezahlverfahren anschließend bei angeschlossenen Händlern per Benutzernamen und Passwort nutzen. Mehr dazu im Artikel Die Online-Bezahllösung mit Zahlungsgarantie.

Auf Platz Drei der beliebten Zahl-Methoden landet das Lastschrift-Verfahren („Bankeinzug“) und schließlich auf Platz Vier die Kreditkarte. Um Missbrauch vorzubeugen, haben VISA und MasterCard ihre Systeme weiterentwickelt, zum Beispiel mit dem Bezahlen per SMS-TAN bei teilnehmenden Händlern. Hier erhält der Kreditkartenkunde bei jedem Bezahlvorgang ähnlich wie beim normalen Online-Banking eine zusätzliche TAN per SMS auf sein Handy, die ausschließlich für den einen Einkauf gültig ist.

Um bei jedem Online-Einkauf wirklich sicher zu gehen, empfiehlt Bankenjurist Markus Feck, sich bei jedem Online-Einkauf davon zu überzeugen, dass man auf einer sicheren Verbindung im Internet surft. Erkennbar ist dies an dem kleinen Schloss am Browser und dem Zeilenbeginn „https“. „Ein absolut sicheres System gibt es nicht“, sagt Feck: „Aber bisher tun sich keine riesigen Sicherheitslücken bei den Bezahldiensten auf.“

Mobile Shopping hat sich fast verdoppelt

Beim Online-Shopping erfreut sich auch das Smartphone wachsender Beliebtheit. Die Zahl der Smartphone-Shopper habe sich binnen zwei Jahren fast verdoppelt, informiert der Branchenverband BITKOM in seiner Studie. Einkäufe via Laptop oder Desktop-PC seien dagegen rückläufig. Vor allem über benutzerfreundliche Apps kaufen Verbraucher gerne und immer öfter ein. So zum Beispiel Zug- oder Flugtickets sowie Konzertkarten und Spontankäufe. Alles bequem mit Online-Bezahldiensten oder Kreditkartendaten bezahlbar.

Aber ist „Mobile Shopping“ auch sicher? Generell lässt sich feststellen, dass Smartphones weniger anfällig für Hacker-Angriffe und Viren sind als Desktop-PCs. So berichtet Spiegel Online, dass eine Sicherheitslücke alleine oftmals nicht ausreiche, um das Handy mit Schadsoftware zu identifizieren. Darauf verlassen sollten sich Smartphone-Nutzer nicht und besser folgende Tipps beherzigen:

  • Updates immer umgehend installieren und nicht vor sich herschieben. Diese beseitigen Software-Fehler und schließen Lücken.
  • Installieren Sie ausschließlich Apps und Spiele aus vertrauenswürdigen Quellen.
  • Neue Apps vor dem Download immer genauestens in den Shops auf Seriösität und Bewertungen überprüfen.
  • Vorsicht in öffentlichen WLANs, wie am Bahnhof, im Café oder am Flughafen: Nutzen Sie diese nicht, um Internetseiten zu besuchen, wo Sie sensible Passwörter oder Zahldaten wie für Ihre Kreditkarte eingeben müssen.

Die Berliner Sparkasse veröffentlicht auf Ihrer Internetseite regelmäßig aktuelle Tipps zur Sicherheit im Internet.

Banking und shoppen im Internet

Weitere Artikel rund um Sicherheit und Service beim Online-Banking und Shoppen im Internet finden Sie hier auf unserer Übersichtsseite.

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