Titel Riester Test
Bild: Christoph Schieder
Staatliche Förderung

Rente mit Zulage

In nur fünf Minuten wissen, was der Staat zur privaten Altersvorsorge dazugibt. Mit dem Riester-Förderrechner der Berliner Sparkasse erfahren Sie, wie hoch Ihre staatliche Förderung ist. Ob Single oder vierköpfige Familie: Vom “Riestern” kann (fast) jeder profitieren.

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iemlich unsexy”, dachte sich die 25-jährige Anna aus Friedrichshain jedes Mal, wenn ihr Freunde erzählten, dass sie nun monatlich etwas für ihre Altersvorsorge beiseitelegen. “Ich verdiene zum ersten Mal mein eigenes Geld und will endlich das Leben genießen”, war immer Annas Ausrede. Doch irgendwie kann sie sich dem Thema nicht entziehen.

Hohe Zulagen vom Staat

Dann hörte Anna von der Riester-Rente und davon, dass der Staat attraktive Zulagen zahlt. “Zulagen sind immer gut”, dachte sich Anna und machte in ihrem FinanzCenter der Berliner Sparkasse den Riester-Test.

Nur fünf Minuten wusste sie, wie hoch ihre individuelle Riester-Förderung tatsächlich ist. Alles, was Annas Kundenberaterin dafür wissen musste, waren Annas Alter, ihr Bruttoeinkommen des Vorjahres und der Familienstand.

Wer kann "riestern"?

Zulagenberechtigt sind alle, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten sowie Beamte. Jährlich können vier Prozent des Brutto-Vorjahreseinkommens (max. 2.100 Euro) in einen Riestervertrag eingezahlt werden. Der Staat fördert die Altersvorsorge mit Zulagen. Außerdem prüft das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuererklärung, ob ein Sonderausgabenabzug möglich ist.

Maximale Förderung für vier Prozent vom Gehalt

Anna ist Single und arbeitet als Beamtin im gehobenen Dienst. Im Vorjahr verdiente sie 30.000 Euro brutto. Um die maximale Förderung zu nutzen, müsste Anna davon vier Prozent, also 1.200 Euro im Jahr, in ihre Riester-Rente einzahlen. Der Staat fördert Annas Riestervertrag mit einer Grundzulage von 154 Euro pro Jahr, so dass sie tatsächlich nur 1.046 Euro pro Jahr in den Riestervertrag einzahlen müsste, also monatlich 87 Euro. Das sollte eigentlich machbar sein, schlussfolgert Anna.

Eigentlich ist es sogar noch weniger, denn Beiträge zur Riester-Rente können bei der jährlichen Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Anna profitiert dabei von einer Steuerersparnis in Höhe von rund 221 Euro jährlich, und ihr tatsächlicher Beitrag zur Riester-Rente reduziert sich damit auf 825 Euro im Jahr. Das entspricht einer Förderquote von 31 Prozent.

Frau Kind
Riester-Zulage für Allein­er­zie­hende mit Kind (geboren nach 2008): 454 Euro pro Jahr. Bild: colourbox.com

"Riestern" lohnt sich mit Kindern

Auch für Familien und Alleinerziehende ist “Riestern” sehr zu empfehlen. Susanne ist 30 Jahre alt, allein erziehende Mutter einer fünfjährigen Tochter und mitten in einer neuen Ausbildung. Im Jahr verdient sie 25.000 Euro brutto. Bislang war sie sicher: “Davon kann ich kaum etwas sparen.” Sie macht den Riester-Test im Internet: Insgesamt müsste Susanne 1.000 Euro in den Riester-Vertrag einzahlen. Dafür bekommt sie neben der Grundzulage von 154 Euro außerdem eine Kinderzulage von 300 Euro. Susannes Eigenbeitrag beträgt also nur noch 546 Euro im Jahr. Konkret bedeutet das: 45,50 Euro im Monat. Ihre persönliche Förderquote liegt damit bei 45,4 Prozent.

Bei Thomas und Iris ist die Förderquote noch höher. Thomas ist 40 Jahre alt und Einzelhandelskaufmann und verheiratet. Seine Frau und er haben zwei Kinder, den achtjährigen Lukas und die vierjährige Fiona. Zurzeit arbeitet nur Thomas, seine Frau kümmert sich um die Kinder. Im Jahr verdient Thomas 40.000 Euro brutto. Um die maximale Förderung zu nutzen, würde das für Thomas einen Riester-Beitrag von 1.600 Euro im Jahr bedeuten. Da Iris zurzeit über kein eigenes Einkommen verfügt, kann sie sich ihre staatliche Förderung über einen Zulagenvertrag sichern, bei dem lediglich ein Mindesteigenbeitrag von 60 Euro im Jahr eingezahlt werden muss.

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Kinderzulage für Familien

Der Staat beteiligt sich außer mit der Grundzulage in Höhe von insgesamt 308 Euro mit einer Kinderzulage von 185 Euro für Lukas. Für Fiona, die nach dem 1.Januar 2008 geboren ist, gibt es sogar 300 Euro. Der jährliche Eigenbeitrag beträgt für die junge Familie nur noch 867 Euro, also 72,25 Euro im Monat. “Das ist machbar”, meint Thomas. Die Förderquote von 47,77 Prozent findet er überzeugend genug, um mit dem “Riestern” anzufangen.

Steuervorteil bei Doppelverdienern

Riestern lohnt sich aber nicht nur für Familien oder Geringverdiener. Simon ist leitender Angestellter und verdient 52.500 Euro brutto. Seine Frau Sabine hat sich kürzlich selbstständig gemacht, mit einem Jahresumsatz von 25.000 Euro. Obwohl Sabine nicht zum förderfähigen Personenkreis zählt, kann sie bei ihrem Mann über einen Zulagenvertrag “mitriestern”. Mit nur 60 Euro Beitrag im Jahr erhält sie die volle Zulage von 154 Euro. Simon zahlt im Jahr 2.100 Euro, um die volle Förderung zu erhalten. Zusätzlich zur Grundzulage erhält das Doppelverdiener-Ehepaar eine stattliche Steuerersparnis von 454 Euro. Insgesamt entspricht das einer Förderquote von 35 Prozent.

Bonus für Berufsstarter

Frühes “Riestern” lohnt sich: Wer förderberechtigt ist und zu Beginn des ersten Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält vom Staat bei Abschluss eines Riester-Vertrages einen Bonus von bis zu 200 Euro. Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag ‘Bonus für Berufsstarter’

Von der Riester-Rente kann nahezu jeder profitieren, egal ob Gut- oder Geringverdiener, Single, Alleinerziehender oder Großfamilie. “Die Riester-Rente begünstigt Familien mit Kindern, aber auch Singles, die gut verdienen”, sagt Heiko Wahlsdorf von der Berliner Sparkasse.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Berliner Sparkasse

Ob sich das “Riestern” auch für Sie lohnt, erfahren Sie bei Ihrer Berliner Sparkasse.

Mehr zum Thema Altersvorsorge lesen Sie in unserem Vorsorge-Spezial.

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