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Titel Spitzmaulnashorn
Christina Pries, Referentin für gesellschaftliches Engagement und Sponsoring der Berliner Sparkasse, mit Maburi. Bild: Zoo Berlin
Engagement

Verschmustes Schwergewicht

Anlässlich des Weltnashorntages am 22. September erinnert die Berliner Sparkasse an ihre Patenschaft für das Spitzmaulnashorn Maburi aus dem Zoo Berlin. Seit 2004 begeistert Maburi die Besucher – und gilt als Hoffnungsträger für die aussterbende Tierart.

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ehr schreckhaft sei die Nashorn-Dame, warnt die Pressestelle des Berliner Zoos. Vor neuem Sand oder herunterhängenden Ästen würde Maburi durchaus das Weite suchen. Gleichzeitig sei sie sehr verschmust. Für die Berliner Sparkasse zeigte sich Maburi aber von ihrer vorbildlichen Seite und posierte gern für ein Foto. Mit einer Patenschaft unterstützt Berlins ältestes Geldinstitut das Artenschutzprogramm einer besonders bedrohten Untergruppe der Spitzmaulnashörner in Afrika.

Stark vom Aussterben bedroht

Nashorn-urkunde
Feierlich beurkundet: die Patenschaft für Maburi.

Verschmust und schreckhaft – zwei ungewöhnliche Eigenschaften für ein Spitzmaul-Nashorn, das bis zu 50 Stundenkilometer schnell wird, bis zu 1,4 Tonnen auf die Waage bringt und keine natürlichen Feinde hat. Bis auf den Menschen. Und genau hier liegt das Problem: denn Nashörner sind durch Wilderei stark vom Aussterben bedroht. Schätzungsweise 5.000 Tiere leben noch in freier Wildbahn in Afrika schätzt der Zoo Berlin.

Vor allem in China und Vietnam gilt ihr Horn als Gesundbrunnen und sexuelles Potenzmittel – obwohl es genau wie die menschlichen Haare und Fingernägel lediglich aus Keratin besteht. Ein Irrglaube folglich.

Maburi aus Magdeburg

Die Nashörner Maisha und Maburi im Berliner Zoo
Tochter und Mutter: Die Spitzmaulnashörner Maisha (li.) und Maburi (re.) leben zusammen im Zoo Berlin. Bild: Zoo Berlin

Maburi selbst ist vor Wilderern in Berlin sicher. Ihr Name leitet sich von „Magdeburgerin“ ab, denn im Zoo Magdeburg ist sie am 3. August 2002 geboren worden. Mittlerweile hat die Nashorndame selbst drei Kinder. Kigoma und Hodari leben inzwischen in anderen Zoos. Nesthäkchen Maisha kam am 22. September 2018 zur Welt und lebt noch bei ihre Mutter im Berliner Zoo. Seit 2010 wird der 22. September auch als Welt-Nashorn-Tag begangen. Maisha bedeutet „Leben“ und kommt aus der ostafrikanischen Sprache Suaheli. Sie ist wie ihre Mutter Botschafterin für das Leben der vielen vom Aussterben bedrohten Nashörner weltweit.

Spietzmaulnashorn Maisha im Berliner Zoo
Maisha wurde am Weltnashorntag, den 22. September 2018 im Zoo Berlin geboren. Bild: Zoo Berlin

Es ist nicht leicht, Tiere in Gefangenschaft zu züchten. Nicht alle Arten wollen sich in engen Gehegen paaren. Bei manchen Tierarten wie Pandabären versuchen dies Zoos mit großen Mühen. Bei Nashörnern gehört die Züchtung in Zoos zur Rettungsstrategie als wichtige Säule dazu. Der Zoo Berlin ist dabei besonders erfolgreich und gilt nach eigenen Angaben sogar als einer der erfolgreichsten Halter und Züchter von Östlichen Spitzmaulnashörnern in Europa. Bereits 18 Spitzmaulnashörner sind in Berlin geboren worden, verkündet man stolz.

Milliardengeschäft mit Hornpulver

Doch nicht nur in Zoos setzen Tierparks alles dran, das große Säugetier vor dem Aussterben zu bewahren – auch Aufklärungsarbeit in China und Vietnam ist ein wichtiger Bestandteil der Rettungsstrategie. Hier werden die Vietnamesen und Chinesen aufgeklärt, dass die Hörner von Wilderern keinesfalls etwas für mehr Gesundheit oder sexuelle Potenz bringen.

Dennoch bleibt das Geschäft mit Hörnern weltweit nicht nur ein Millionen-, sondern ein Milliardengeschäft. Die Wilderer werden durch bessere Technik leider immer erfolgreicher. Von manchen Nashornarten, wie dem Sumatra-Nashorn gibt es lediglich nur noch 179 Tiere auf Sumatra, Borneo und in Myanmar. Mehr als 95 Prozent des Bestandes gelten inzwischen als ausgerottet.

Spitzmaulnashörner im Porträt:

  • leben in Ost- und Südafrika
  • sind Veganer: Blätter, Zweige und Sträucher sind ihre Nahrung
  • werden bis zu 1,60m groß – das Horn kann sogar 1m lang sein und ist deshalb eine beliebte Jagdtrophäe
  • hören prima und gelten als lebende Abhörstation. Dafür sind Nashörner extrem kurzsichtig

Weitere Infos: https://www.zoo-berlin.de/zoo-tiere/details/spitzmaulnashorn

Aussterben vor laufender Kamera

Ein „Aussterben vor laufender Kamera“, wie der Zoo Berlin kritisiert. Es sei traurig, dass ein so imposantes Tier innerhalb von so kurzer Zeit von der Erdoberfläche zu verschwinden droht.

Spitzmaulnashorn Maburi
Wegen des Horns vom Aussterben bedroht: Wilderer machen daraus ein Pulver, das in Asien als Wundermittel gilt. Bild: Zoo Berlin

Eine Lösung sind so genannte Wildparks, die derzeit vielerorts entstehen. Weit umzäunte Parks, die mit festen Zaunanlagen Nashörner drin- und Wilderer raushalten. Ranger patrouillieren, damit keine Nashörner gejagt werden. Sogar Hundestaffeln sind in den mehrere hundert Quadratkilometer umfassenden Parks im Einsatz. Aus einem solchen Reservat in Südafrika kam auch Maburis Vater „Madiba“.

Maburi selbst dürfte den Zoobesuchern in Berlin noch lange erhalten bleiben. Jetzt ist sie 17 Jahre alt. Das ist für Nashörner ein nahezu jugendliches Alter: Spitzmaulnashörner können bis zu 50 Jahre alt werden.

Familien-Tageskarten für den Zoo Berlin zu gewinnen

Anlässlich des Welt-Nashorn-Tages am 22. September verlost die Berliner Sparkasse 3 Familien-Tageskarten für einen Besuch im Zoo Berlin. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Maburi“ an berliner.akzente@berliner-sparkasse.de. Einsendeschluss ist der 22. September 2020. Es gelten die Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele in unserem Onlinemagazin.