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Titel Nachhaltige Geldanlage
Bild: Shutterstock
Nachhaltige Geldanlagen

Ersparnisse anlegen für eine bessere Welt

Wer sich um die Zukunft unseres Planeten sorgt, will auch mit seinen Rücklagen keinen Schaden in der Welt anrichten. Bei der Berliner Sparkasse gibt es Geldanlagen, bei denen nicht nur die Wachstumschancen, sondern auch Umweltschutz, Menschenrechte und gute Unternehmensführung im Fokus stehen.

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ir haben uns die Erde von unseren Kindern geliehen: Diese 150 Jahre alte Indianerweisheit ist heute nicht nur wegen des drohenden Klimawandels aktueller denn je. Trotzdem verbrauchen wir jeden Tag viel mehr Ressourcen, als unser Planet eigentlich hergibt, und hinterlassen kommenden Generationen eine ausgelaugte Welt.

Geld, das wir für später zurücklegen, kann etwas verändern

Schon die nächste Generation will das nicht mehr hinnehmen: Jeden Freitag beweisen das hunderttausende junger Menschen, die in ihrem Engagement für Klimaschutz der 17-jährigen Greta Thunberg folgen.

Nachhaltig Wachsen
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iele von uns versuchen inzwischen, ihren negativen Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren oder sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Sei es durch einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, durch den Kauf fairer Produkte, durch den Verzicht auf Autofahrten oder durch Energiesparen im Haushalt. Was viele dabei nicht bedenken: Nicht nur das Geld, das wir ausgeben, sondern auch das Geld, das wir für später zurücklegen, kann etwas verändern. Wer einen Teil seiner Ersparnisse an den Börsen anlegt, muss ja nicht in Unternehmen investieren, denen der Zustand unserer Erde egal zu sein scheint.

Was Nachhaltigkeit bei Aktien bedeutet

Obwohl der Begriff „Nachhaltigkeit“ seit 1915 im Duden verzeichnet ist, versteht jeder etwas anderes darunter. Eine Definition: Das Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als künftig wieder bereitgestellt werden kann.
Aber längst wird Nachhaltigkeit viel breiter begriffen als Ressourcenschonung und damit Umwelt- und Klimaschutz. In der „Agenda 2030“, die vor fünf Jahren alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedeten, stehen fünf Schlüsselbegriffe im Zentrum: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Nicht nur die Natur, auch die Gesellschaften sollen sich hier nachhaltig entwickeln – und das betrifft auch Soziales und die Wirtschaft.
Diese drei Kernbereiche der Nachhaltigkeit werden bei der Bewertung von Unternehmen oft mit ESG abgekürzt: Environmental, Social and Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Nach welchen Kriterien diese Punkte dann bewertet werden, bleibt jedem selbst überlassen.

Wie man die besten nachhaltigen Unternehmen findet

Bei der Geldanlage an den Börsen arbeitet die Berliner Sparkasse unter anderem eng mit der DekaBank, dem Wertpapierhaus aller deutschen Sparkassen, zusammen. Diese hat einen ebenso strengen wie transparenten Auswahlprozess entwickelt, in dem die chancenreichsten Wertpapiere von den besten nachhaltigen Unternehmen ermittelt werden.

Erklaerung Esc

Unternehmen werden zunächst nach Ausschlusskriterien wie Umweltsünden, Verstößen gegen Menschenrechte oder kontroversen Produkten (Waffen, Atomkraft etc.) gefiltert. Anschließend erfolgt die Bewertung der verbleibenden Aktien und Anleihen nach 180 ESG-Kriterien in Sachen Ökologie, Soziales und Unternehmensführung. Nur die besten nachhaltigen Unternehmen werden dann von den Deka-Wertpapierexperten zu ihren Wachstumschancen bewertet.

Wie sich die Anlagestrategie nachhaltig ändert

Bislang waren Geldanlagen zumeist auf das „Magische Dreieck“ ausgerichtet. Damit strukturieren Anlageexperten das Vermögen ihrer Kunden nach deren Anforderungen an Liquidität, Sicherheit und Renditechancen. Bei nachhaltigen Geldanlagen wird das Vermögen darüber hinaus verantwortungsvoll investiert – um nachhaltig zu wachsen.

Nachhaltige Fondslösungen

Die Berliner Sparkasse bietet nachhaltige Renten- und Aktienfonds auch für Privatanleger. Informationen und Beratungstermine in allen BeratungsCentern und Online:

www.berliner-sparkasse.de/nachhaltig

Lesen Sie hier aktuell über den Fonds Deka Portfolio Nachhaltigkeit Globale Aktien >>

Nachhaltig anlegen in vier Schritten

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    Berliner Sparkasse

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    Wie durch objektive Filter und eigene Nachforschungen nachhaltige Aktien ermittelt werden. Berliner Sparkasse

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    Wie durch objektive Filter und eigene Nachforschungen nachhaltige Aktien ermittelt werden. Berliner Sparkasse

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    Wie durch objektive Filter und eigene Nachforschungen nachhaltige Aktien ermittelt werden. Berliner Sparkasse

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Interview: „Nachhaltige Firmen sind oft rentabler“

Wertpapierexperte Jens Himburg leitet das Anlagemanagement im Private Banking der Berliner Sparkasse. Wir sprachen mit ihm über den nachhaltigen Trend bei der Geldanlage.

Die Sorge um die Zukunft unseres Planeten macht Nachhaltigkeit zu einem Mega-Trend. Auch die Geldanlage sollte keinen Schaden in der Welt anrichten. Beobachten Sie eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen?

Jens Himburg
Jens Himburg Bild: Jung-Wolff

Wir beobachten tatsächlich in den letzten Jahren ein zunehmendes Interesse an nachhaltigen Kriterien, wie Klimaschutz, der Einhaltung von Sozialstandards und Verhaltensregeln in der Unternehmensführung, auch bei der Vermögensanlage. Mit der zunehmenden Medienwahrnehmung der „Fridays for Future“-Bewegung sehen wir jetzt eine deutliche Dynamisierung. Das zeigt auch die Entwicklung der nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland. Diese erreichten am Ende des vergangenen Jahres einen Rekordwert von über 210 Milliarden Euro.

Für den Verbraucher ist es schwer zu durchschauen, welche Unternehmen tatsächlich „die Guten“ sind. Sind die Deka-Auswahlkriterien transparent und nachvollziehbar?

Als Kriterien haben sich die 17 Ziele der Vereinten Nationen durchgesetzt, auf deren Basis Nachhaltigkeitsfilter entwickelt wurden, die dann von Investmenthäusern wie der DekaBank in den Portfolien umgesetzt werden. So bleiben von 3.500 Unternehmen nach so einem Selektionsprozess teilweise nur noch 200 Unternehmen für die Investition übrig. Für den Verbraucher ist dies aktuell noch sehr unübersichtlich.

Warum gibt es für nachhaltige Aktien nicht ein Siegel wie für Bio-Lebensmittel?

Das wäre natürlich wünschenswert. Aufgrund der großen Subjektivität des Themas wird es aber sicher sehr schwerfallen, sich auf einen Standard zu einigen. Es ist aber im Gespräch, Anlagen in einer dreistufigen Logik einzuordnen. Diese könnte dann als erste Orientierung dienen.

Viele Firmen mit nachhaltigen Produkten und verantwortungsvollem Management stammen aus Zukunftsbranchen. Ist bei diesen nicht grundsätzlich ein größeres Wachstum zu erwarten als bei den Klassikern in vielen Fonds?

Das kann man nicht pauschalisieren. Das größere Wachstum in Zukunftsbranchen resultiert oft nicht aus Nachhaltigkeit, sondern aus dem Geschäftsmodell. Diverse Studien zeigen, dass es unabhängig von Branchen einen positiven Zusammenhang zwischen der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien und der Rentabilität gibt. Entsprechend zusammengestellte Vermögensanlagen erzielen sogar eine bessere Wertentwicklung. Gründe dafür sind beispielsweise Kostenersparnisse durch den schonenden Einsatz von Ressourcen oder die Verringerung von Unternehmensrisiken durch die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards.

Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich nicht aus

Können Sie ein paar Beispiele für sowohl nachhaltige als auch renditestarke Geschäftsmodelle nennen?

Das Geschäft des französischen Zug- und Straßenbahn-Produzenten Alstom ist ein gutes Beispiel: Da die Bevölkerung in vielen Ländern wächst und Transport für ein Viertel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist, wird jetzt in klima­schonende Infrastruktur investiert. Der Alstom-Umsatz wird so laut Analysten 2020 um rund 10 Prozent steigen. Oder auch Micro­soft: Alle kennen Windows und Office, aber der Konzern ist nach Amazon auch der zweitgrößte Cloud-Anbieter. Microsoft betreibt riesige Rechenzentren, bei denen Unternehmen Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware mieten können. Diese Zentralisierung von Rechenkapazität ermöglicht einen effizienteren Betrieb, Microsoft setzt zudem voll auf klimaneutralen Ökostrom. Dieses „Intelligent Cloud“-Segment ist heute schon für rund ein Drittel des Microsoft-Umsatzes verantwortlich und wächst um rund 30 Prozent pro Jahr.

Auch Anleihen und Renten können nachhaltig sein. Wie kann man sich das vorstellen?

Auch hier gelten die ESG-Kriterien: So werden beispielsweise Anleihen von Staaten ausgeschlossen, die die Todesstrafe nicht komplett abgeschafft haben, Militärausgaben von mehr als 3 Prozent aufweisen oder die Religionsfreiheit einschränken.

Welche Rolle wird Nachhaltigkeit in Zukunft bei der Geldanlage spielen?

Die Bedeutung von nachhaltigen Geldanlagen wird wegen des öffentlichen Interesses in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Zudem werden im kommenden Jahr die Banken gesetzlich verpflichtet, die Frage nach einem nachhaltigen Angebot in die Beratung aufzunehmen. Aber auch die Unternehmen werden sich noch stärker als bisher auf Nachhaltigkeitsaspekte fokussieren, um vom Wettbewerb nicht abgehängt zu werden. Mit der Attraktivität der Firmen dürfte auch die Nachfrage ansteigen. Gute Aussichten für die Geldanlage, aber auch für die Welt, in der wir leben.

www.berliner-sparkasse.de/nachhaltig

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