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Titel Medizinstiftung
Bild: Charité
30 Jahre Sparkassenstiftung Medizin

Forschen, helfen, leben

Nach dem 200. Geburtstag der Berliner Sparkasse gibt es gleich noch ein Jubiläum. Die Berliner Sparkassenstiftung Medizin feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Was diese macht, welche Wirkung sie für unsere Stadt hat und warum nicht nur Menschen aus Berlin dadurch ein besseres Leben haben.

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eit ihrer Gründung vor 200 Jahren ist die Berliner Sparkasse eng mit der Stadt verbunden. Um diesen Gedanken weiterzutragen, gründete die Sparkasse der Stadt Berlin West anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins die Berliner Sparkassenstiftung Medizin. Damit ist sie die älteste der drei Stiftungen der Berliner Sparkasse. Das Anfangskapital betrug 1988 rund fünf Millionen D-Mark.

„Wir wollten etwas für die Stadt tun, für die Medizin, die Forschung, für die Weiterbildung, für die Wissenschaft“, erinnert sich Hubertus Moser, damaliger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse der Stadt Berlin West. Es sollte etwas sein, das im Interesse des Landes liegt – und vor allem der Bevölkerung. „Und was auch eine Wirkung nach außen hat.“ Sprich: mit hoher Strahlkraft nach außen.

30 Jahre später – Grund zur Freude: „Seitdem haben wir schon viel erreicht“, freut sich Ines Fasting, die heute die Berliner Sparkassenstiftung Medizin verantwortet. In den vergangenen Jahren konnte die Stiftung 40 Projekte mit insgesamt stolzen 3,2 Millionen Euro fördern. „Jeder Cent kommt dabei dank des kontinuierlichen Engagements der Berliner Sparkasse für ihre Stiftung den Projekten zugute.“

Durch ein großes Netzwerk an hochrangigen Medizinern und Wissenschaftlern und dem kontinuierlichen Austausch mit den Menschen in den Projekten bekommt die Stiftung regelmäßig Feedback und kann dafür sorgen, dass die finanzielle Unterstützung größtmögliche Wirksamkeit zeigt. „Mit dem Geld kümmern wir uns um Menschen, die sonst gar keine Hilfe bekommen würden“, sagt Hans Jürgen Kulartz, Vorstandsmitglied der Berliner Sparkasse und Vorsitzender des Kuratoriums der Berliner Sparkassenstiftung Medizin.

Lebensretter Druckkammer

Anfänglich lag der Schwerpunkt der Berliner Sparkassenstiftung Medizin bei der Rheumaforschung und hyperbaren Medizin. Dies ist eine Sauerstoff-Therapie mit einer Druckkammer. Sie kann für Patienten ein Lebensretter sein. Die Therapie mit der Kammer basiert auf physikalischen Gesetzen: Weil der Umgebungsdruck höher ist, werden Gase wie Sauerstoff in höherer Konzentration im Blut angereichert. Andererseits können Verletzungen durch vorhandene Gasblasen oder Embolien im Organismus behandelt und gemindert werden.

Druckluftkammer
Blick in die Druckkammer Bild: DLRG

Die Therapie kommt zum Einsatz bei beispielsweise Tauchunfällen, Kohlenmonoxyd-Vergiftungen, Luft und Gas-Embolien sowie Gasbrand.

Fortschritte bei Herztransplantationen

Nach 1993 konzentrierte sich die Berliner Sparkassenstiftung Medizin vorrangig auf Forschungsschwerpunkte bei Herz-Erkrankungen. Ein Meilenstein war hier das „Tissue Engineering“. Die Idee: aus körpereigenen Zellen werden Herzklappen gezüchtet. Mit ihrer Arbeit wollte die Stiftung die Lebensqualität von Patienten verbessern, die eine Herztransplantation bekommen haben. Die Erfolge sind eng mit dem Namen Professor Roland Hetzer verbunden. Er ist einer der bekanntesten Herzchirurgen der Welt und hat 1987 die erste erfolgreiche Implantation eines Kunstherzes gemacht.

Prof Hetzer
Herzspezialist Prof. Dr. med. Roland Hetzer Bild: Pavel Sticha

Mittlerweile ist der 74-jährige nur noch beratend tätig und heute stellvertretender Vorsitzender der Stiftung. 2018 erinnert er sich zurück: „Wir haben in diesem Rahmen neue Therapieformen entwickelt. Wir haben zum Beispiel die Erfahrung gemacht, dass sich auch schwerkranke Herzen erholen können, wenn sie mit einer künstlichen Herzpumpe einige Wochen und Monate entlastet werden.“ Hetzer spricht von bahnbrechenden Fortschritten, von denen auch heute noch Menschen profitieren.

Den Seltenen eine Stimme geben

Seit 2015 legt die Berliner Sparkassenstiftung Medizin ihren Schwerpunkt auf die Erforschung seltener Erkrankungen und unterstützt in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Charité den Aufbau eines Centrums für Patienten mit seltenen Erkrankungen. Auch hier spielt die Lebensqualität eine wichtige Rolle. Das Centrum soll Kompetenzen bündeln und kurze Wege für Patienten bedeuten: eine schnelle Diagnose – und ein bestmöglicher Zugang zu Therapien. „Ziel unserer Arbeit ist es dabei immer, den betroffenen Menschen und deren Angehörigen durch gezielte Forschung Mut, Hoffnung und Zuversicht zu geben“, sagt Stiftungsvorstand Ines Fasting.

Seltene Erkrankungen sind Leiden, die so selten auftreten, dass es für die Betroffenen kaum Medikamente oder Therapien gibt. Derzeit leiden in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen an einer der 8.000 verschiedenen seltenen Erkrankungen. Zusammengenommen also gar nicht so selten.
Ziel der Stiftungsarbeit ist es, den betroffenen Menschen durch gezielte Forschung mehr Lebensqualität zu schenken und gleichzeitig die Gesellschaft auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit steht dabei stets der Mensch und seine Gesundheit. Deshalb ist hier Menschlichkeit das oberste Gebot. Um Professionalität im täglichen Handeln zu gewährleisten, orientiert sich die Berliner Sparkassenstiftung Medizin in ihrer Arbeit an den „Handlungsprinzipien von Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe“ und an den „Grundsätzen guter Stiftungspraxis des Bundesverbandes deutscher Stiftungen“. Schließlich prüft die Stiftung stets die Sinnhaftigkeit ihrer Förderprojekte für den Standort Berlin und die Gesundheit der Menschen und kann dazu auf ein großes Netzwerk an Medizinern und Wissenschaftlern zurückgreifen.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das besagte Berliner Centrum für Kinder mit seltenen Erkrankungen, das die Berliner Charité derzeit plant.

Aufriss Haus
Bild: Charité

Kurze Wege für eine Diagnose bedeuten:

  • Alle Experten sollten zum Kind kommen – statt umgekehrt
  • Kind und Eltern werden zusammen im Centrum untergebracht
  • die Atmosphäre ist kindgerecht und familienorientiert. Dabei helfen nicht nur Eltern-Kind-Zimmer, sondern auch gemeinsame Aufenthaltsräume und spezielle Therapieräume

Falls auch Sie die Arbeit der Stiftung unterstützen möchten:

Die Berliner Sparkassenstiftung Medizin bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten zu helfen. Sie können einmalig spenden oder zustiften. Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden, die Stiftung garantiert Ihnen, dass jeder einzelne Cent sein Ziel erreicht. In jedem Fall helfen Sie Berliner Projekten, die sich für die Gesundheit der Menschen einsetzen. Für eine Zukunft, in der alle Menschen würdevoll und gesund leben und alt werden können.

www.berliner-sparkassenstiftung-medizin.de

Spendenkontonummer:

Berliner Sparkassenstiftung Medizin
IBAN: DE93 1005 0000 0990 0247 09
BIC: BELADEBEXXX

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