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Titel Kosten Grosse Kinder
Bild: Shutterstock
Kosten

Die Kleinen sind nun groß

Führerschein, eigene Wohnung, Ausbildung: Was Kinder jenseits des 18. Lebensjahrs kosten.

Führerschein: 1.200 – 2.000 Euro

Wer endlich selbst ans Steuer will, muss in jungen Jahren eine ganze Menge Geld auftreiben. Was der Führerschein konkret kostet, lässt sich pauschal nicht beantworten. Denn zum einen kommt es natürlich auf die Geschicklichkeit des Fahrschülers an, das heißt wie viele Fahrstunden bis zur Prüfung benötigt werden. Zum anderen variieren die Preise nicht nur regional, sondern oft auch von Fahrschule zu Fahrschule. Ein Preisvergleich lohnt also auf jeden Fall.

Der ADAC gibt Richtwerte, um die Kosten einer Fahrschule besser einzuschätzen:

  • Die Grundgebühr sollte nicht mehr als das 10-Fache einer Normalfahrstunde kosten.
  • Eine Sonderfahrt sollte nicht mehr als das 1,5-Fache einer Normalfahrstunde kosten.
  • Die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung zusammengerechnet sollten nicht mehr als das 5-Fache einer Fahrstunde kosten.
  • Der Teilgrundbetrag (sofern eine Fahrschule diesen nach nicht bestandener Theorieprüfung verlangt), sollte nicht mehr als das 5-Fache einer Fahrstunde kosten.

Mehr Infos zu Kosten, Pflichtstunden und Prüfungsfragen:
www.jungesportal.de/fuehrerschein

Eigene Wohnung: 1.009 Euro/Monat

Der Ausbildungsplatz am anderen Ende der Stadt, der Studienplatz in Münster – oder einfach Zeit für die eigenen vier Wände? Wenn die Kinder flügge werden, wird das für die ganze Familie zum Großprojekt. Die Aufgaben sind vielfältig: Unterstützung bei der Wohnungssuche, Ausstellen einer Mietbürgschaft, Hilfe bei der Renovierung, Beteiligung an der Erstausstattung und natürlich tatkräftiges Anpacken beim Umzug.

Die laufenden Kosten, die für den ersten eigenen Haushalt zusammenkommen, lassen sich natürlich nicht pauschalisieren. Zu unterschiedlich sind die Mieten und Ansprüche. Wichtig ist es, bei der Budgetplanung alle Posten zu berücksichtigen.

Beispielhafte monatliche Kosten für den ersten eigenen Haushalt:

  • 532 € Wohnen
  • 30 € Putzmittel/Reparaturen
  • 175 € Ernährung
  • 25 € Körper-/Gesundheitspflege
  • 50 € Kleidung und Schuhe
  • 30 € Mobilität
  • 40 € Kommunikation
  • 80 € Bildung & Freizeit
  • 22 € Versicherungen
  • 25 € Vermögensbildung

Macht 1.009 € Gesamtausgaben.

Ausbildung: 735 Euro/Monat

Grundsätzlich muss jeder, der volljährig ist, für sich selbst sorgen. Trotzdem gilt eine Fürsorgepflicht der Eltern bzw. des Staates – insbesondere wenn das Kind noch in der Ausbildung ist. Die Bedürfnisse sind höchst unterschiedlich: Azubis haben erste eigene Einkünfte, Studenten verdienen vielleicht im Nebenjob dazu.

Wie hoch der Unterhaltsanspruch ist, hängt vom Alter des Kindes, vom Einkommen der Eltern und von den Geschwistern ab, für die ebenfalls Unterhalt fällig wird. In der Regel gilt aber: Für volljährige Kinder in Ausbildung, die nicht mehr zu Hause wohnen, müssen Eltern maximal 735 Euro/Monat zahlen, wohnt das Kind noch zu Hause maximal 537 Euro. Einnahmen des Kindes werden angerechnet.

Grundlage hierfür sind die BAföG-Sätze, die allen in Ausbildung zustehen, wenn ihre Eltern unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen liegen. Deshalb unbedingt prüfen, ob eventuell ein BAföG-Anspruch besteht. Studenten bekommen die Unterstützung allerdings zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen, das nach der Ausbildung zurückgezahlt werden muss. Die BAföG-Sätze werden zum Herbst 2019 deutlich angehoben – vor allem wegen stark gestiegener Wohnkosten.

www.bafög.de

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